iPad Pro (2020/2019) im Homeoffice für Arbeit? Darum lohnt sich das Tablet

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Voll ausgestattet mit Tastatur und Stift ist das iPad ein kleienr Computer
Voll ausgestattet mit Tastatur und Stift ist das iPad ein kleienr Computer(© 2019 CURVED)

Halb Deutschland arbeitet durch die Corona-Krise zuhause. Falls es euch hierfür noch an technischer Ausstattung mangelt, die eure Produktivität erhöht, solltet ihr über das iPad Pro (2020 oder 2019) zum Arbeiten für euer Homeoffice nachdenken. Wir sind mit einem ähnlichen Setup in dieser Zeit unterwegs und verraten euch, wieso sich ein leistungsfähiges Tablet lohnen könnte.

  • Das iPad Pro ist gerade als Zweitgerät im Homeoffice praktisch
  • Apple Pencil und Tastatur sorgen für viele produktive Möglichkeiten
  • Die Windows-Alternative zum iPad Pro ist die Surface-Pro-Reihe von Microsoft

Grundsätzlich ist das iPad Pro (2020) oder auch dessen Vorgänger ein sehr leistungsfähiges Gerät, das dennoch nicht viel Platz benötigt und weniger wiegt als so manche Laptops. Wie bei einem Notebook ist Multitasking möglich, um mehrere Apps parallel zu nutzen.

Neben den Einsatzmöglichkeiten für Business bietet das Tablet zudem eine ganze Palette an Entertainment-Fähigkeiten. 3D-Spiele, Netflix und mehr: Euch stehen wie auf dem iPhone eine ganze Reihe an Apps zur Verfügung. Das Display selbst liefert ein sehr gutes Bild und bietet einen sehr hohen Schärfegrad, der oberhalb von Full HD angesiedelt ist. Die wichtigsten Daten der 2020-Generation im Überblick:

  • Chip: Apple A12Z Bionic (beide Modelle)
  • Auflösung: 2388 x 1668 Pixel (11 Zoll), 2732 x 2048 (12,9 Zoll)
  • Anschlüsse: USB-C, Smart-Anschluss, Magnetischer Anschluss (beide Modelle)
  • Speicherplatz: Wahlweise 128 GB, 256 GB, 512 GB, 1 TB (beide Modelle)
  • Optional mit LTE erhältlich: Ja (beide Modelle)
  • Gewicht: 473 Gramm (11 Zoll) oder 643 Gramm (12,9 Zoll)
  • Farben: Silber oder Space Grau (beide Modelle)

Mit Apple Pencil ideal für Konferenzen

Kennt ihr das? Sämtliche Besprechungen in eurer Firma finden mittlerweile über (Video-)Konferenzen statt. Besonders nervig werden diese, wenn jemand etwas notiert und alle Teilnehmer die lauten Tippgeräusche der Tastatur hören. Denn nicht immer ist Stummschalten eine Lösung, falls ihr etwa gleichzeitig auch etwas zur Konferenz beizutragen habt.

Hier kann euch das iPad Pro bei der Arbeit helfen. Mit dem Apple Pencil könnt ihr die Notizen lautlos direkt auf dem Bildschirm vornehmen – und setzt gleichzeitig auf ein papierloses Büro. Ein umfangreiches Programm für Notizen ist "GoodNotes 5", die iPad-App kostet allerdings knapp 9 Euro.

Nachteil: Die Kamera des iPads ist nur dann aktiv, wenn die Videocall-Software im Vordergrund geöffnet ist. Auf der anderen Seite dürfte es keine vorteilhafte Perspektive sein, wenn ihr das iPad auf dem Tisch habt und euch über das Display beugt (und damit über die Kamera), um Dinge auf dem Screen zu notieren.

Arbeiten mit iPad: Der mobilere Laptop mit LTE

Ein großer Vorteil an einem iPad Pro im Homeoffice ist dessen Größe. Das neue Modell gibt es wahlweise mit einer Bildschirmdiagonale von 11 oder 12,9 Zoll. Somit ist das flache und leichte Tablet sehr gut zu transportieren.

Das iPad 2020 wurde gemeinsam mit einem Magic Keyboard vorgestellt. Das ist zwar teuer, aber wohl die beste Tastatur für das Apple-Tablet.(© 2020 Apple)

Wollt ihr mit dem iPad arbeiten, empfehlen wir euch zwar den Kauf einer Tastatur (Tipp: Ein günstiges Modell gibt es beispielsweise von Logitech). Der Vorteil an dem Gerät ist jedoch, dass ihr diese abklemmen könnt, wenn ihr euren Arbeitsplatz etwa für kurze Zeit in den Garten verlegen und dort etwa nur Notizen anfertigen wollt. Mit einem Laptop oder MacBook Pro ist dies nicht möglich.

Ist euer Wunsch-Arbeitsplatz zu weit vom WLAN entfernt, könnt ihr zu einem iPad Pro mit LTE-Modul greifen. Mit mobilem Internet könnt ihr das Tablet weitaus unabhängiger einsetzen. Theoretisch macht 4G das Arbeiten oder Musik/Netflix-Streaming vom Stadtpark aus möglich (nach der Corona-Krise wahrscheinlich eher eine Option).

Problemloser Austausch mit Computer

Wenn ihr für die Arbeit mit Programmen wie Microsoft Word oder Excel im Homeoffice arbeitet, könnt ihr das iPad Pro bedenkenlos verwenden. Für das Betriebssystem iPadOS sind die wichtigsten Anwendungen verfügbar. Etwa die Programme von Office 365 gibt es auch im App Store von Apple. Über den Online-Dienst OneDrive könnt ihr die Dateien via iPad so ablegen, dass ihr von einem Windows-Computer sofort Zugriff darauf habt. Andere Cloud-Dienste eignen sich ebenso zur Lagerung von Daten. So könnt ihr problemlos und jederzeit zwischen euren Arbeitsgeräten wechseln.

iPad Pro für Telefonate im Homeoffice

Gerade Besitzer eines iPhones haben noch einen weiteren Vorteil mit dem iPad Pro. Ihr könnt über euer iOS-Smartphone eingehende Anrufe direkt über das Tablet annehmen (und sogar Anrufe tätigen). So habt ihr bei Gesprächen die Hände frei und könnt weiterhin nebenbei produktiv Arbeiten.

Das neue Magic Keyboard lässt das Tablet "schweben"(© 2020 Apple)

Alternative: Microsoft Surface Pro 7 vs. iPad Pro

Als Alternative zum iPad Pro bietet sich für das Homeoffice ein Microsoft Surface Pro 7 an. Das Tablet nutzt ein vollwertiges Windows 10 und ist je nach Ausführung mit einem schnellen i5-Prozessor oder einer noch schnelleren i7-CPU ausgestattet. Von der günstigen und langsameren Variante mit i3-Chip raten wir hingegen ab. Wie beim iPad müsst ihr Tastatur und Eingabestift separat erwerben. Das 12,3-Zoll-Display sorgt für ähnlich kompakte Maße im Vergleich zum Apple-Tablet. Wer auf etwas Leistung verzichten kann, sollte sich auch das Surface Pro 6 anschauen – hier geht's zu unserem Test.

Ein Surface-Tablet bietet sich womöglich an, wenn ihr ein Android-Smartphone verwendet. Ihr könnt dieses nämlich über Windows 10 verbinden. Fortan seht ihr neue Benachrichtigungen auch auf dem Surface Pro und könnt sogar Anrufe mit dem Laptop-Tablet-Hybrid tätigen. Allerdings fehlt dem Windows-Gerät das LTE-Modul. Mobiles Internet bietet ohne Umwege also nur das iPad im Vergleich.

Und nach Corona?

Aufgrund der aktuellen Situation haben wir uns dazu entschieden, die berufliche Nutzung eines iPads auf das Homeoffice-Szenario zu beschränken. Natürlich eignet sich das Tablet auch für das Büro. Besonders in Konferenzen wirkt es vielleicht höflicher, wenn das Tablet für Notizen auf dem Tisch liegt, anstatt dass ein Laptop euch zur Hälfte verdeckt. Zudem könnt ihr etwa Daten schnell auf das iPad Pro kopieren und mit diesem zu Kollegen laufen, wenn ihr beispielsweise auf dem kurzen Dienstweg wichtige Zahlen präsentieren wollt.

Zusammenfassung:

  • Das iPad Pro 2020 sorgt in Verbindung mit dem Apple Pencil für lautlose und papierlose Notizen in Calls. Für Videoanrufe verfügt es zudem über eine Frontkamera
  • Ein iPad Pro ist leichter und kompakter als herkömmliche Laptops
  • Programme wie Microsoft Word, Excel und Co. laufen auch auf dem Apple-Tablet
  • Der einfache Austausch von Daten zwischen iPad und Computer kann über Online-Speicher erfolgen
  • Das iPad kann über das iPhone eingehende Anrufe annehmen oder tätigen
  • Dank LTE könnt ihr jederzeit und überall Homeoffice machen, egal ob ein WLAN in der Nähe ist
  • Apple Pencil und Tastatur sind separat erhältlich
  • Apple hat das iPad mit einem guten Bildschirm und viel Leistung ausgestattet. Das Gerät eignet sich auch für Games, Netflix und mehr Entertainment
  • Gerade für Android-Nutzer könnte auch das Microsoft Surface Pro 7 eine lohnende Alternative sein

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