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iPhone 12 Pro Max im Kamera-Test: So gut sind die Fotos wirklich

iPhone 12 Pro Max Kamera-Linsen und LiDAR-Sensor
Das iPhone 12 Pro Max hat im Kamera-Test überzeugt (© 2021 CURVED )

Wie gut ist die iPhone-12-Pro-Max-Kamera? Wir haben die Fotoqualitäten des Apple-Flaggschiffes ausführlich unter die Lupe genommen. Unser Kamera-Test verrät euch, wie gut uns die Bilder gefallen haben und veranschaulicht das Ganze anhand von zahlreichen Beispiel-Fotos.

Eines vorneweg: An dieser Stelle konzentrieren wir uns ausschließlich darauf, wie gut die iPhone-12-Pro-Max-Kamera ist. Wenn ihr an unserer Gesamteinschätzung zu Apples Edel-Smartphone interessiert seid, empfehlen wir euch unseren ausführlichen iPhone-12-Pro-Max-Test. Doch nun zur Kamera ...

Inhaltsverzeichnis

iPhone 12 Pro Max: Kamera mit Riesen-Bildsensor

Neben dem Riesen-Display ist die iPhone-12-Pro-Max-Kamera der größte Vorteil, den das Über-Flaggschiff gegenüber dem kleineren Pro mitbringt. Zwar besitzen beide Modelle eine Triple-Kamera samt LiDAR-Sensor. Doch das große Modell beschert Fotografen ein nicht unerhebliches Upgrade.

iPhone 12 Pro Max: Die Kamera im Überblick
  • 12 MP Hauptlinse: f/1.6, 26 mm Brennweite, optische Bildstabilisierung (IBIS)
  • 12 MP Ultraweitwinkel: f/2.4, 13 mm Brennweite, 120 Grad Sichtbereich
  • 12 MP Tele-Objektiv: f/2.2, 65 mm Brennweite, , optische Bildstabilisierung (OIS)
  • LiDAR-Sensor für Tiefenwahrnehmung und AR
  • Video-Aufnahme: 4K bis zu 60 fps / 1080p bis zu 240 fps, 10‑bit HDR, Dolby Vision HDR

Auf den ersten Blick scheint sich die Kameras des iPhone 12 Pro Max (hier mit Vertrag) kaum von der des iPhone 12 Pro zu unterscheiden. Das Ultraweitwinkel ist tatsächlich auch bei beiden Geräten identisch. Hauptlinse und Tele-Objektiv leisten beim Pro Max jedoch mehr. Besonders Erstere ist beim iPhone 12 Pro Max noch mal ein ganzes Stück besser. Denn sie kann auf einen um 47 Prozent größeren Bildsensor zugreifen. Der sorgt für eine generell hervorragende Bildqualität und ein niedrigeres Bildrauschen.

Natürliche Fotos, guter Dynamikumfang

Detailgrad und Farbdarstellung sind sehr gut, wobei die iPhone-12-Pro-Max-Kamera im Test Apple-typisch wärmere Farben produziert hat als die Android-Konkurrenz. Ein weiterer Unterschied betrifft die Farbsättigung: Während etwa Samsungs Smartphone-Kameras für extrem leuchtende Farben bekannt sind, ist das iPhone 12 Pro Max diesbezüglich etwas zurückhaltender – aber auch nicht zu bieder.

Das Ergebnis sind natürlicher wirkende Fotos – meistens zumindest. An sehr sonnigen Tagen hat die iPhone-12-Pro-Kamera im Test auch schon mal daneben gelegen, was die Farbtreue anbelangt. Je nachdem, wo sich die Sonne gerade befand:

In der Regel performt das Smartphone aber auch in solchen Situation sehr gut: Sowohl schattige als auch helle Bereiche hat die iPhone-12-Pro-Max-Kamera im Test überwiegend zuverlässig eingefangen, ohne über- oder unterzubelichten. Natürlich lässt sich der Dynamik-Umfang auch an seine Grenzen bringen, aber das ist bei quasi jedem Smartphone möglich.

iPhone 12 Pro Max Kamera: Top-Nachtmodus

Bei idealen Lichtverhältnissen macht sich der Unterschied zur Hauptlinse des kleineren Modells nicht allzu sehr bemerkbar. Je dunkler es jedoch wird, desto mehr kann sich die Kamera des iPhone 12 Pro Max im Test absetzen. Übrigens auch gegenüber vielen anderen Flaggschiffen. Denn die Low-Light-Fotos glänzen durch vergleichsweise geringes Rauschen, viele Details und eine gute Farbdarstellung.

Hier kommt einmal mehr die höhere Lichtstärke des Bildsensors zum Tragen. Der ermöglicht es euch einerseits, möglichst lange ohne Nachtmodus – und den damit verbunden Software-Eingriff – auszukommen. Anderseits reduziert sich die benötigte Verschlusszeit im Nachtmodus im Vergleich zum  iPhone 12 Pro (hier mit Vertrag).

Dadurch müsst ihr das Smartphone nicht ganz so lange ruhig halten und bekommt tendenziell ein schärferes Bild. Darüber hinaus steht der Nachtmodus auch für das Ultraweitwinkel und die Frontkamera bereit, was beim Vorgängermodell noch nicht der Fall war:

Im Dunkeln zahlt sich zudem der LiDAR-Sensor aus: Zum einen macht er den Autofokus schneller. Zum anderen ermöglicht er Porträt-Fotos im Nachtmodus. Auf diese Kombination müsst ihr beim Standardmodell verzichten.

Porträt-Fotos und Bokeh

Die iPhone-12-Pro-Max-Kamera produziert ein natürlich wirkendes Bokeh und bringt damit beste Voraussetzungen für Porträt-Bilder mit. Wie stark der Hintergrund verschwommen sein soll, lässt sich dabei einstellen. Entweder unmittelbar vor der Aufnahme über das Kamera-Interface oder nachträglich in der Foto-App: Indem ihr die Blendenzahl verändert, passt ihr die Bokeh-Intensität an. Die Trennung von Motiv und Hintergrund funktioniert in der Regel ganz gut, aber – wie bei den meisten Smartphones – nicht immer.

Erste Kamera mit Sensor Shift

Das Haupt-Objektiv bietet zudem eine besonders fortschrittliche Bildstabilisierung namens Sensor Shift bzw. IBIS (In Body Image Stabilisation). Sie ist zuvor noch nie in einem Smartphone zum Einsatz gekommen und eher von DSLRs oder spiegellosen Kameras bekannt: Statt der Linse bewegt sich hier der gesamte Bildsensor mit, um Ruckler wirkungsvoller auszugleichen. Wie überlegen dieser Ansatz einer herkömmlichen optischen Bildstabilisierung ist, lässt sich schwer sagen. Im Test funktionierte die Stabilisierung sowohl bei Fotos als auch bei Videos sehr gut. Allerdings ist das beim iPhone 12 Pro ebenfalls so.

iPhone 12 Pro Max: Zoom und Ultraweitwinkel

iPhone 12 Pro Max Kamera-Linsen und LiDAR-Sensor
Der fünffache optische Zoom-Bereich schließt auch das Ultraweitwinkel ein (© 2021 )

Apple preist das iPhone 12 Pro Max mit einem "fünffachen optischen Zoom-Bereich" an, was meiner Meinung nach etwas irreführend ist. Denn der Hersteller meint damit nicht etwa einen optischen 5x-Zoom, sondern die Spanne vom Ultraweitwinkel bis zum Tele-Objektiv.

Tatsächlich steht euch "nur" eine 2,5-fache optische Vergrößerung zur Verfügung. Die Brennweite ist also etwas länger als beim iPhone 12 Pro, dafür ist die Zoom-Linse allerdings auch nicht ganz so lichtstark wie beim kleineren Modell (f/2.2 statt f/2.0).

Die direkte Konkurrenz bietet größtenteils längere optische Zooms: Sowohl das Xiaomi Mi 11 Ultra (5x) als auch das Samsung Galaxy S21 Ultra (10x und 3x) etwa haben deutlich mehr Reichweite. Die Bildqualität stimmt allerdings:

iPhone 12 Pro Max Tele-Objektiv
Das Tele-Objektiv des iPhone 12 Pro Max macht tolle Fotos (© 2021 CURVED )

Auch die Ultraweitwinkel-Linse macht einen tollen Job. Normalerweise lasse ich von diesem Objektiv-Typ lieber die Finger, weil die Bildqualität bei vielen Geräten zu wünschen übrig lässt. Das Ultraweitwinkel-Objektiv des iPhone 12 Pro Max dagegen hat mir im Kamera-Test viel Freude bereitet. Insgesamt bietet euch das Smartphone also ein Linsen-Trio, auf das ihr euch so gut wie immer verlassen könnt. Teilweise sehen die Fotos aus, als wären sie bereits nachträglich in Lightroom optimiert. Tatsächlich habe ich im iPhone-12-Pro-Max-Kamera-Test einfach nur auf den Auslöser gedrückt:

iPhone 12 Pro Max: Die Kamera im Selfie-Test

iPhone 12 Pro Max Selfie
Das iPhone 12 Pro Max macht gute Selfies (© 2021 )

Die Frontkamera ist die gleiche wie beim iPhone 12 Pro. Demnach sind die Specs nicht spektakulär, doch in der Praxis liefert die Linse auf der Vorderseite tolle Selfies: Gesichter sind gut fokussiert und wirken natürlich. Letzteres gilt ebenfalls für den sehr hübschen Bokeh-Effekt, der sich sogar nachts erzielen lässt, wenn genügend Restlicht vorhanden ist.

iPhone 12 Pro Max: Fazit im Kamera-Test

Die iPhone-12-Pro-Max-Kamera ist eine der besten Knipsen auf dem Markt und spielt in derselben Liga wie die Objektive des Samsung Galaxy S21 Ultra oder Xiaomi Mi 11 Ultra. Die Android-Flaggschiffe haben bei der Reichweite des Zooms zwar die Nase vorn. Doch worauf es letzten Endes am meisten ankommt, ist die Qualität der Fotos. Die ist übrigens auch beim kleineren iPhone 12 Pro hervorragend.

Das große Modell bietet aber noch etwas mehr. Vorteile hat die iPhone-12-Pro-Max-Kamera unter anderem im Dunkeln oder beim etwas weiter reichenden Tele-Objektiv. Mit dem iPhone 13 Pro Max hat Apple inzwischen zwar noch mal nachgelegt, doch auch die iPhone-12-Pro-Max-Kamera lässt nahezu keine Wünsche offen – selbst bei anspruchsvollsten Smartphone-Fotografen.

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