Samsung Galaxy S6 und S6 edge: 20 Tipps und Tricks

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Mit ein paar Kniffen holt Ihr mehr aus Eurem neuen Galaxy S6 heraus
Mit ein paar Kniffen holt Ihr mehr aus Eurem neuen Galaxy S6 heraus(© 2015 CURVED)

Samsungs Galaxy S6 und S6 edge bringen reichlich neue Features mit. Längst nicht alle sind bekannt. Zeit, Neulingen, Umsteigern aber auch alten Galaxy-Hasen ein paar Tipps für beide Modelle zu geben, die die Benutzung noch effektiver, produktiver oder einfach nur unterhaltsamer machen.

Samsungs Galaxy-Reihe strotzt seit jeher vor Features und Funktionen, da kann man schon mal den Überblick verlieren und Manches, das den Alltag erleichtern würde, auch über einen langen Zeitraum übersehen oder als nicht interessant abtun. Dabei bieten auch das neue S6 und S6 edge zig Einstellungen und Möglichkeiten, die zumindest ein Ausprobieren wert wären. Wir haben – ohne Anspruch auf Vollständigkeit, dazu sind moderne Smartphones und im speziellen die Galaxy-Geräte schlicht zu komplex – 20 Tipps und Kniffe herausgesucht, die wir für sehr praktisch halten.

100 GB Cloud-Speicher sichern

Samsung setzt zwar nicht mehr auf Dropbox oder Google Drive, massig Cloud-Speicher gibt es für frischgebackene Besitzer eines Galaxy S6 dennoch – und zwar über Microsofts OneDrive. Beim ersten Öffnen der zugehörigen App auf dem Smartphone bekommt Ihr die Möglichkeit, 100 GB kostenlosen Cloud-Speicherplatz für einen Zeitraum von zwei Jahren entweder über ein bestehendes oder ein neues Microsoft-Konto abzugreifen. Diese gewaltige Menge könnt Ihr nutzen, um aktiv Dateien in der Datenwolke zu parken oder automatisch mit dem S6 aufgenommene Fotos und Videos online zu sichern.

Screenshots per Tastenkombo oder Geste machen

Zuweilen möchtet Ihr den Inhalt des Displays Eures neuen S6 sichern, beispielsweise, um ihn später jemandem zu zeigen oder auch direkt per WhatsApp, Mail oder Facebook zu teilen. Um einen Screenshot zu erstellen, drückt Ihr entweder den Power- und den Home-Button gleichzeitig – oder Ihr wischt deutlich intuitiver einfach mit der Handkante von links nach rechts über das Display. Eventuell muss diese Geste zuvor erst im Einstellungsmenü aktiviert werden.

Direct Call: Einfach anrufen

Bleiben wir bei den Gesten: Neben der Option festzulegen, dass Euer S6 verstummt, wenn Ihr es auf die Displayseite dreht, könnt Ihr im Gesten-Menü auch einrichten, dass das Smartphone den Kontakt, dem Ihr zum Beispiel gerade eine Nachricht schreibt, direkt anruft, wenn Ihr das Gerät an Euer Ohr haltet. Das funktioniert aber leider nicht in Apps von Drittanbietern wie WhatsApp, sondern lediglich innerhalb der Kontakte- oder SMS-Anwendung Eures S6.

Smart Stay: Augenkontakt halten

Ihr lest gerade eine lange E-Mail oder einen tollen Testbericht auf CURVED und immer deaktiviert sich der Bildschirm ob der niedrig eingestellten Display-Timeout-Zeit? Dagegen hat das Galaxy S6, wie auch schon seine Vorgänger, Smart Stay an Bord: Dieses nützliche, ebenfalls im Einstellungsmenü für Gesten und Bewegungen zu aktivierende Feature, erkennt, ob Eure Augen gerade auf den Screen des Smartphones gerichtet sind und verhindert in diesem Fall das Abschalten des Displays – das funktioniert nicht immer 100-prozentig, aber doch meistens sehr gut.

Mehr Icons auf dem Homescreen

Ab Werk ist auf dem Homescreen des Galaxy S6 Platz für vier mal vier App-Verknüpfungen – für ein 5,1 Zoll Display etwas wenig. Glücklicherweise könnt Ihr dieses unsichtbare Raster ganz einfach erweitern: Tippt auf eine freie Stelle eines beliebigen Homescreens und haltet den Finger kurz gedrückt, schon erscheinen unten vier Symbole; über das ganz rechte könnt ihr von der 4x4-Vorgabe zum 5x5-Gitter wechseln und fortan bis zu 25 Symbole platzieren.

Flipboard-Homescreen entfernen

Ebenfalls ab Werk findet sich ganz links ein Flipboard-Homescreen. Die App und deren Integration in die Benutzeroberfläche mag für manchen Nutzer praktisch sein, viele möchten aber vielleicht einen anderen Newsreader verwenden und stören sich an dieser prominenten Platzierung der Anwendung. Den Screen entfernt Ihr in diesem Fall fast genauso leicht wie jeden anderen Homescreen: Auf eine freie Stelle des Displays drücken und halten, nach links zum Flipboard-Screen wischen und den Haken in der Box darüber durch Tippen herausnehmen.

Schnelleinstellungen bearbeiten

Natürlich gibt es auch beim Galaxy S6 wieder Schnelleinstellungen in der Benachrichtigungsleiste, die Euch, nun ja, schnellen Zugriff auf bestimmte Funktionen des Gerätes bieten. Wenn Euch die Standardauswahl und -anordnung nicht zusagt, könnt Ihr die Sortierung durch Tippen auf die "Bearbeiten"-Schaltfläche ganz oben manuell verändern und auch neue Quicksettings hinzufügen beziehungsweise bestehende entfernen.

Bloatware deinstallieren oder deaktivieren

Das Galaxy S6 kommt zwar mit deutlich weniger Bloatware, also vorinstallierten Apps mit fragwürdigem Nutzen oder Anwendungen von Anbietern wie HRS oder kaufDA, dennoch sind einige vorhanden – und die können bei Nichtgefallen von Euch entfernt oder zumindest abgeschaltet und ausgeblendet werden: Tippt im App Drawer dazu oben rechts auf den "Bearbeiten"-Button, dann erscheint ein kleines Minus-Symbol über denjenigen Anwendungen, die sich entfernen lassen. Ein weiterer Tipp auf das jeweilige App-Symbol und Ihr erfahrt, ob diese nun deinstalliert oder aber wenigstens deaktiviert wird und müsst das dann nur noch bestätigen.

Wischbewegungen in der Samsung-Tastatur aktivieren

Nicht nur mit Swype und Swiftkey kann man über die Lettern wischen, auch zahlreiche andere Keyboards unterstützen dieses praktische Feature – wie etwa die Samsung-Tastatur. Um die Wischeingabe zu aktivieren: Unter "Einstellungen - Sprache und Eingabe" wählt Ihr das Samsung-Keyboard und aktiviert die "Durchgehende Eingabe" unter "Tastatur wischen".

Tastatur-Kürzel erstellen

Und noch ein tolles Feature beherrscht das Samsung-Keyboard: Ebenfalls unter den Einstellungen zur Samsung-Tastatur könnt Ihr über den Eintrag "Meine Hotkeys" eigene Makros festlegen, die bei Eingabe von ein paar vordefinierten Lettern zeitsparend ganze Sätze ausgeben – so wird aus "ild" beispielsweise "Ich liebe Dich" oder aus "bgd" "Bin gleich da".

Zwei Apps parallel im Splitscreen-Modus nutzen

Wie auf den Geräten der Note-Reihe könnt Ihr auch auf dem Galaxy S6 zwei Anwendungen gleichzeitig benutzen, die dann jeweils einen Teil des Screens einnehmen. Neu ist, dass Ihr das Feature direkt aus der Übersicht der zuletzt genutzten Apps starten könnt, die Ihr durch Tippen auf den Menü-Softbutton links neben Home aufruft: Dort sucht Ihr Euch die gewünschte Anwendung heraus und tippt auf das kleine Multi-Symbol an der Kopfleiste. Die App nimmt daraufhin die obere Hälfte des Screens ein, während unten diejenigen Anwendungen gelistet werden, die den Multi-Modus unterstützen – wählt aus diesem Angebot die zweite App. Nun könnt Ihr durch Ziehen der Grenzlinie zwischen beiden Anwendungen deren Größe verändern und durch Halten der Titelleiste der jeweiligen App deren Position und Layout verändern.

Download-Booster für schnelleres Herunterladen

Ihr wollt Dateien über 30 MB aus dem Netz auf Euer S6 laden, aber Euer WLAN ist Euch zu langsam? Sofern Ihr ausreichend mobiles Datenvolumen zur Verfügung habt, ermöglicht Samsung es, dieses bei Downloads einfach hinzu zu schalten und somit parallel über WLAN und die mobile Verbindung zu saugen. Aktivieren könnt Ihr diesen Luxus unter "Verbindungen - Weitere Einstellungen" über den Punkt "Download-Booster".

Ein SOS absetzen

Wir hoffen natürlich, dass Ihr niemals in eine Situation geratet, in der Ihr einen Notruf an Freunde oder Bekannte absetzen müsst – doch solltet Ihr das folgende Feature zumindest kennen: Unter "Datenschutz und Sicherheit" findet sich der Eintrag "SOS-Nachrichten senden". Dort könnt Ihr einen Notfallkontakt festlegen und bestimmen, ob ein Bild und eine Audioaufnahme im Falle eines Falles angehängt werden. Um dann tatsächlich ein SOS an diesen Kontakt abzusetzen, reicht dreimaliges schnelles Drücken der Power-Taste.

Ultra-Energiesparmodus aktivieren

Solltet Ihr Euch je in einer Situation befinden, in der auf sehr lange Zeit keine Steckdose in der Nähe sein wird, Ihr aber Erreichbarkeit beziehungsweise die Möglichkeit, mit Eurem S6 eine Nachricht zu versenden oder einen Anruf zu tätigen erhalten, möchtet, verlängert der Ultra-Energiesparmodus die Lebensdauer des Akkus massiv – und zwar auf mehrere Tage. Im Gegenzug werden natürlich diverse Funktionen des Smartphones abgeschaltet oder eingeschränkt und der Bildschirm zeigt nur noch Grautöne an. In einem Notfall ist das aber akzeptabel. Aktiviert wir der Ultra-Energiesparmodus unter "Energiesparmodus" im Einstellungsmenü.

Galaxy S6 "gewaltsam" neustarten

Bei den bisherigen Galaxy S-Modellen konnte der wechselbare Akku einfach aus dem Geräte herausgenommen werden, sollte sich dieses derart aufgehängt haben, dass es nicht mehr auf Eingaben reagiert. Doch was tun beim S6, dessen Akku festverbaut ist? Die Lösung ist einfach: Gibt es wirklich keinen anderen Weg mehr, das Smartphone auszuschalten oder neuzustarten, drückt und haltet einfach den Powerbutton und "Lautstärke runter" für etwa zehn Sekunden, bis das Gerät herunterfährt. Eure Daten und Einstellungen bleiben davon unberührt.

Fotos sofort nach dem Auslösen betrachten

Kommen wir zur sehr guten Kamera des Galaxy S6: Ihr möchtet jeden Schnappschuss direkt nach der Aufnahme kurz auf dem Display betrachten – dafür gibt es in den Einstellungen der Kamera-App den Punkt "Bilder durchsehen"; ist der aktiviert, werden Fotos nach dem Auslösen für ein paar Sekunden angezeigt und können so bei Bedarf gleich wieder gelöscht werden.

Per Sprachkommando auslösen

Praktisch, falls das Smartphone für die Aufnahme weiter weg gelegt oder auf ein Stativ oder Stick montiert wurde: das Auslösen auf Zuruf. Aktiviert Ihr den Einstellungspunkt "Sprachsteuerung" in der Kamera-App könnt Ihr künftig Fotos mit gesprochenen Befehlen wie "Lächeln", "Klick" oder "Aufnahme" und Videos mit einem schnöden "Video aufnehmen" auslösen.

Selfies über den Pulsmesser oder per Winken schießen

Gerade bei Selfies ist es ungünstig, zum Auslösen auf das Display und damit eventuell vor die Linse der Frontkamera zu greifen. Neben den Lautstärkebuttons könnt Ihr beim Galaxy S6 auch einfach den Pulsmesser auf der Rückseite nutzen, indem Ihr kurz Euren Finger darauf legt. Dieses Feature muss nicht eingeschaltet werden, sondern ist dauerhaft aktiv.

Für Fortgeschrittene: der Pro-Modus

Ihr kennt Euch mit Fotografie aus und wollt Euch nicht auf die automatischen Vorgaben der S6-Kamera-App verlassen? Im Pro-Modus, der sich hinter der Modus-Auswahl oberhalb des Auslösebuttons befindet, könnt Ihr ISO-Werte, Belichtung, Weißabgleich und Fokus je nach Situation selbst bestimmen – und diese für die spätere Nutzung abspeichern.

Wie eingangs angedeutet gibt es noch viel, viel mehr nützliche Features und Tricks für die Benutzung des Samsung Galaxy S6. Welches sind Eure Lieblingskniffe und Features? Schreibt sie uns doch einfach in die Kommentare, wir nehmen sie in die Übersicht auf.


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