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Surface Pro 7 vs iPad Pro – Kampf der Tablet-Giganten

Vergleich Surface Pro 7 vs. iPad Pro
Surface-vs-iPad (© 2021 Google, Microsoft, Curved )

Es ist wie der uralte Fight Marvel gegen DC, Pepsi gegen Coca-Cola oder Yin gegen Yang – wenn Microsoft und Apple gegeneinander antreten, sind Emotionen im Spiel. Trotzdem wollen wir hier nüchtern das Microsoft Surface Pro 7 und Apples aktuelles iPad Pro vergleichen. Welches Tablet kann womit punkten? 

Eines vorweg: Eigentlich ist dies kein Wettbewerb zweier Tablets, sondern der Vergleich zweier Tablet-Familien. Denn sowohl das Surface Pro 7 (hier mit Vertrag) als auch das iPad Pro könnt ihr in vielen verschiedenen Varianten mit unterschiedlicher Ausstattung kaufen.

Diese Tablet-Varianten gibt es

Das Surface Pro 7 gibt es wahlweise mit Intel Core i3, i5 oder i7. Es hat zwischen 4 und 16 GB RAM und zwischen 128 GB und 1 TB SSD-Speicher. Den vielen Varianten gemein ist ihr Äußeres: ein Gehäuse mit 12,3 Zoll großem Display.

Das iPad Pro (hier mit Vertrag) kommt in einer 11-Zoll- und einer 12,9-Zoll-Version daher. Die 11-Zoll-Variante liegt aktuell in der 3. Generation vor, das größere Tablet sogar schon in der 5. Generation. Die älteren Varianten des iPad Pro hat Apple weitgehend aus der Vermarktung genommen – ein Vergleich mit diesen Modell und dem Surface Pro 7 ist daher in der Praxis nicht mehr sinnvoll.

Das iPad Pro gibt es mit 8 oder 16 GB RAM und zwischen 128 GB und 2 TB Speicher. Außerdem sind beide Größen neben dem standardmäßigen WLAN auf Wunsch auch mit zusätzlichem 5G-Mobilfunk an Bord erhältlich.

Größe: Wie groß darf groß sein?

Mit seinen zwischen 775 und 790g Eigengewicht (die i7-Version hat einen aktiven Kühler, der 15g zusätzlich auf die Waage bringt) und Abmessungen von 292 x 201 x 8,5 mm wirkt das Surface Pro 7 für ein Tablet ziemlich klobig. Deutlich filigraner geben sich die Apple-Geräte. Als 11-Zöller kommt das iPad Pro auf 247,6 x 178,5 x 5,9 mm bei einem Gewicht von 470g. Der größere Bruder liegt bei 280,6 x 214,9 x 6,4 mm und einem Gewicht von 685g.

Noch auffälliger ist der Unterschied, wenn die Geräte mit Hersteller-Tastatur (nicht im Lieferumfang enthalten) bestückt werden. Das Surface-Keyboard macht das Tablet zu einem vollwertigen Notebook mit ebensolchen Maßen. Auch das iPad Pro (hier mit Keyboard und Vertrag) wirkt mit dem Magic Keyboard wuchtiger und verdoppelt sein Gewicht, fühlt sich aber immer noch wie ein Subnotebook an – oder eben ein Tablet mit angeschlossenem Keyboard.

Display: Dreimal knackscharf, bitte

Mit 267 Pixeln pro Zoll beim Surface und 264 Pixeln bei beiden iPad Pro-Varianten sind die Displays vergleichbar scharf. Das zeigt sich auch beim Nebeneinanderlegen: Keine Unterschiede sichtbar. Die Auflösung beträgt beim Surface-Tablet bei 2736 x 1824 Pixel. Die beiden Apple-Geräte haben 2048 x 2732, beziehungsweise 1668 x 2388 Pixel.

Unterschiede gibt es hingegen bei der Helligkeit. Die ist beim Surface mit 400 nits ganz okay. Apple hat hier allerdings mehr zu bieten. Das kleinere iPad Pro ist mit dem gleichen IPS LCD-Display bestückt, das schon im Vorgänger der 2. Generation zum Einsatz kam. Bereits dieses ist mit 600 nits deutlich heller als der Microsoft-Konkurrent. Dem größeren iPad Pro hat Apple eine neue Display-Technologie spendiert, die der Hersteller Liquid Retina XDR mini-LED nennt. Erheblich höhere Licht- und Kontrastwerte, über 1000 nits und besonders in Filmen ein tiefes Schwarz zeichnen diese Display-Bauart aus.

Kamera: Technik aus dem Smartphone-Universum vs Minimalausstattung

Gegenüber früheren Geräte-Generation hat Apple die Kameras des iPad Pro kräftig aufgemotzt. Auf der Rückseite finden sich eine 12 MP-Weitwinkeloptik und ein 10 MP-Ultraweitwinkel mit Autofocus. Außerdem ist ein LiDAR-Entfernungsmesser vorhanden – etwa für Augmented-Reality-Anwendungen. Frontseitig ist Apples TrueDepth-Kamera mit 12 Megapixeln verbaut. Die verfügt über eine Zoom-Linse, die zusätzlich schwenken kann und somit – etwa in Videokonferenzen – immer dem Gesicht folgt.

Im Surface Pro 7 ist auf der Rückseite eine 8-MP-Kamera mit Autofokus und vorne eine 5-MP-Frontkamera verbaut. Surface Pro 7 vs iPad Pro? Hier geht der Punktsieg klar an Apple.

Leistung: Hubraum satt

Nichts ist frustrierender, als sich im Multitasking durch ständig einfrierende Fenster zu hangeln. Die gute Nachricht: Beide Tablets haben in der Vollausstattung Leistung satt an Bord. Den neuen M1-Chip, den Apple auch im aktuellen MacBook Air (hier im Vergleich) und iMac verbaut, bringt so schnell kein Benchmark ins Schwitzen. Zumindest mit dem i7 von Intel geht auch das Surface durch jede Rechenaufgabe wie ein heißes Messer durch Butter.

Apple iPad Pro 2021
Das Apple iPad Pro 2021 in der 11-Zoll und in der 12,9-Zoll-Variante (© 2021 Apple )

Nach Zahlen liegt Apple dennoch klar in Führung, besonders bei Grafikaufgaben zeigt der Hersteller aus Cupertino, wie sich mit Betriebssystem und Prozessor aus einer Hand Leistungspotenziale heben lassen. Bleibt zu hoffen, dass dies ein paar Updates später auch noch so ist.

Akku: Geiz ist geil

Das Surface Pro 7 hat eine Akkukapazität von 5702 mAh. Der Akku des iPad Pro mit 12,9 Zoll fasst 10.533 mAh. Beim kleineren Bruder mit 11 Zoll sind es immerhin noch 7538 mAh. Beide Hersteller versprechen eine Laufzeit von rund 10 Stunden mit Videowiedergabe – schaut man sich in einigen Foren um, klagen Surface-Pro-Nutzer häufig darüber, dass das Tablet lediglich 4-5 Stunden bei normaler Nutzung durchhält. Das iPad Pro hingegen hält diesen Erfahrungsberichten zufolge zumindest annähernd, was es verspricht.

Das sieht auf den ersten Blick nach einem weiteren deutlichen Etappensieg für Apple aus. Tatsächlich sind die Unterschiede in dieser Disziplin aber noch viel größer: Beim Thema Stromsparen ist Apple derzeit nämlich richtig gut und hat beim iPad Pro offenbar die richtigen Schrauben gedreht, um auch softwareseitig den Stromverbrauch so gering wie möglich zu halten. Bedeutet: Am Ende halten die beiden Apple-Geräte erheblich länger mit einer Betankung durch als der Gegenspieler aus Redmond. Sieht also nicht nur so aus – hier verbucht das iPad Pro (hier im Test) den Sieg eindeutig für sich.

Preis: Ober, Zahlen bitte

Beide Kontrahenten sind Tablets der Oberklasse. Das Surface Pro 7 kostet derzeit in Minimalausstattung mit i3-Prozessor, 8 GB RAM und 128 GB Speicher knapp über 650 Euro. Doch das ist eben nur der Einstieg. Die Luxusedition mit i7, 16GB RAM und 1TB Speicher liegt bei einem Straßenpreis von rund 1800 Euro. Da es inzwischen auch schon das Nachfolgemodell Surface Pro 8 gibt, sind hier aber bald weitere Preisnachlässe zu erwarten.

Das iPad Pro ist als 11-Zoll-Version mit nur 128 GB Speicher für etwa 780 Euro zu haben, die 12.9-Zoll-Variante kommt auf 1050 Euro. Zusätzliche 128 GB Speicher oder zusätzlicher 5G-Mobilfunk kosten bei Apple jeweils 100 bis 120 Euro Aufpreis. Es geht also auch deutlich teurer: Das maximal ausgestattete iPad Pro 12,9 Zoll mit 16 GB RAM, 2 TB Speicher und 5G-Mobilfunk liegt bei über 1500 Euro.

Auch das Zubehör schlägt zu Buche: Rund 100 Euro bis 150 Euro fallen bei Microsoft je nach Ausführung für die Tastatur an. Das Magic Keyboard für das 12,9 Zoll große iPad Pro kostet 350 Euro, die kleinere Version für 11 Zoll ist etwa 50 Euro günstiger. Der Microsoft Surface Pen V4 ist ab etwa 70 Euro zu haben. Der Apple Pencil Pro (2. Generation) liegt bei 120 Euro. Ein Apple Pencil der 1. Generation funktioniert hier nicht.

Surface Pro 7 vs iPad Pro: Die Giganten im Fazit

Wie lautet die Conclusio im Vergleich „Surface Pro 7 vs iPad Pro“? Besonders das größere iPad Pro mit 12,9 Zoll Diagonale kann – auch dank seines besseren Displays – in nahezu allen Bereichen punkten. Ein superschneller M1-Prozessor, ein scharfer, lichtstarker Bildschirm, lange Akkulaufzeit und ein Gewicht von 685g machen dieses Gerät zu einem leichtfüßigen Arbeitstier. Peripherie wie das Magic Keyboard und der Apple Pencil der 2. Generation sind deutlich teurer, dafür aber auch perfekt auf das Gerät abgestimmt.

Beim Thema Konnektivität hatten Apple-Nutzer bisher gelernt, zu leiden ohne zu klagen. Beim iPad Pro gibt es einen Lichtblick: Apple hat seinem endlich Top-Tablet einen USB-C-Port anstelle der bisher üblichen Lightning-Buchse spendiert. Fazit: Ein rundum gelungenes, schlankes Gerät.

Das Surface Pro 7 ist eine gute Ergänzung, wenn ihr ohnehin in der Windows-Welt unterwegs seid und das Gerät auch als vollwertiges Notebook verwenden möchtet. Mit zusätzlicher Tastatur fühlt es sich tatsächlich wie ein Laptop an. Auch die Leistung des i7-Prozessors entspricht der eines Laptops. In Vollausstattung ist dieses Tablet nicht bloß ein übergroßer Webseiten-Betrachter, sondern eine solide Arbeitsplattform. Ungewöhnlich hoch – besonders mit Blick auf das top ausgerüstete Apple-Gegenstück – ist der Preis des Surface Pro 7. Für Windows-Nutzer lohnt deshalb schon der Blick auf das kaum teurere Nachfolgemodell Surface Pro 8.

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