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Xiaomi vs. Redmi vs. Poco: Das sind die Unterschiede der Smartphones

Xiaomi Mi 11 Dual Audio
Das Xiaomi Mi 11 ist eines der Top-Modelle (© 2021 Xiaomi )
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Die chinesische Smartphone-Schmiede Xiaomi hat sich längst auch bei uns einen Namen gemacht. Die Handys überzeugen (fast) immer mit einem beeindruckenden Preis-Leis­tungs-Ver­hält­nis und vielen spannenden Features. Allerdings ist das Angebot so groß, dass man leicht den Überblick verlieren kann – und dann gibt es auch noch Redmi und Poco. Was das Trio verbindet und wie sich die Modellreihen unterscheiden, erklären wir euch.

Inhaltsverzeichnis

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Xiaomi erobert die Welt

Fangen wir zunächst ganz am Anfang an: Xiaomi hat sich seit 2010 ein beachtliches Portfolio an (preisgünstigen) Smartphones aufgebaut. Auch wenn der chinesische Hersteller hierzulande zunächst nur ein Geheimtipp und per Import erhältlich war. Erst im August 2019 trudelten die ersten Xiaomi-Smartphones auch offiziell auf dem deutschen Markt ein und erfreuten sich auch bei uns größter Beliebtheit. Xiaomi ist mittlerweile weltweit in der Top 3 der führenden Smartphone-Hersteller, hinter Samsung und Apple.

Xiaomi, Redmi und Poco: Pures Chaos

Und Xiaomi ist besonders aktiv. Innerhalb von 48 Monaten hat Xiaomi mehr als 50 Geräte veröffentlicht; die früheren Submarken Redmi und Poco mitgezählt. Beide Brands hat Xiaomi mittlerweile offiziell ausgegliedert. Anscheinend arbeiten die drei Unternehmen aber noch relativ eng zusammen.

Xiaomi vertreibt sie in Deutschland etwa in einem Shop – und die Gemeinsamkeiten mancher Geräte scheint es weiter zu geben. Nennen wir das Kind beim Namen: Da Xiaomi (bzw. Redmi und Poco) manche Geräte je nach Region anders tauft oder nur minimale Unterschiede einbaut, herrscht pures Chaos.

Wir verdeutlichen euch den Irrsinn mal an ein paar Beispielen:

  • Das chinesische Xiaomi Mi CC9 Pro Premium Edition heißt hierzulande Xiaomi Mi Note 10 Pro.
  • Jenes Xiaomi Mi Note 10 Pro und dessen Basisvariante sind fast identisch. Es gibt nur Unterschiede beim Speicher und eine minimale Abweichung an der Kamera, die in einem gewöhnlichen Datenblatt gar nicht auftaucht. Das Pro-Modell besitzt eine 8P-, das andere eine 7P-Linse.
  • Das Redmi Note 8 Pro und Pocophone X2 haben einen ziemlich ähnlichen Preis, es handelt sich aber um grundlegend unterschiedliche Handys.
  • Währenddessen sind das Pocophone X2 und Redmi K30 nahezu identisch, obwohl sie von unterschiedlichen Marken stammen.
  • Beide Geräte gibt es in Deutschland nicht, dafür ein Poco F2 (Pro), das wiederum auf dem chinesischen Redmi K30 Pro basiert.

Xiaomi mischt die Oberklasse auf

Mi-Note und Mi-Serie

Die Geräte der namhaften Mutter führt der Konzern unter der Mi-Serie, darunter das Xiaomi Mi 11 und Xiaomi Mi Note 10 sowie die jeweiligen T-Ableger wie das Xiaomi Mi 10T Pro. Sie zählen je nach Ausführung zur gehobenen Mittel- und zur Oberklasse. Die Mi-Mix-Reihe, die immer durch besonders innovative Features hervorstach, führte der Hersteller in den letzten Jahren nicht fort. Das könnte sich künftig aber wieder ändern – Wow-Effekt inklusive.

Xiaomi Mi Mix: Kehrt der edle Trendsetter zurück?

Und es ist gar nicht so einfach, sich für eines der Geräte zu entscheiden. Jedes hat Vor- und Nachteile. Das Mi 11 bietet zum Beispiel einen Flaggschiff-Chipsatz (Snapdragon 888), dem zusätzlich mehr Arbeitsspeicher zur Verfügung stehen, während der Prozessor des Note-Modells immerhin das High-End der Mittelklasse ist (Snapdragon 730G). Die Variante ist etwas günstiger und hat dennoch spanende Kamera-Features, die das Mi 11 vermissen lässt, darunter einen optischen Zoom.

Display und Design

Die aktuellen Xiaomi Mi Smartphones haben eine Rückseite aus Glas. Rahmen und Tasten sind aus Metall. Die besseren Modelle verfügen zudem über AMOLED-Displays, die mit FHD+ sehr hoch auflösen. Die Bildschirme punkten auch mit hoher Helligkeit und starkem Kontrastverhältnis.

Kamera

In puncto Kamera ist ein Setup mit drei Objektiven das Minimum, von denen unter anderem die Hauptlinse des Mi 11 mit 108 MP hervorsticht. In einigen Modellen stecken sogar fünf Sensoren wie etwa im Xiaomi Mi Note 10. Zu was die Xiaomi-Handys in der Praxis im Stande sind, zeigt unsere Foto-Safari mit dem Xiaomi Mi 10T Pro.

Leistung

Wenn es um die Leistung geht, vertraut Xiaomi in der Regel auf die schnellsten Prozessoren. Das Mi 11 treibt wie erwähnt der superschnelle Snapdragon 888 an. Es gibt allerdings keine Garantie darauf, dass der Hersteller in der Mi-Serie den Top-Chipsätzen vertraut, wie etwa bei Samsungs Galaxy-S-Serie.

Im Xiaomi Mi Note 10 Pro müsst ihr euch etwa mit dem Snapdragon 730G begnügen, also einem Mittelklasse-Prozessor. An Arbeitsspeicher und internem Speicher spart Xiaomi zum Glück nicht. Ein Beispiel: Bereits im Xiaomi Mi 9 Pro 5G aus 2019 stehen euch bis zu 12 GB RAM und 512 GB ROM zur Verfügung.

Xiaomi MI 11 in Blau und Schwarz
Das Xiaomi Mi 11 hat einen starken Akku, den ihr mit 55 Watt aufladen könnt (© 2021 Xiaomi )

Akku

Wer ein Xiaomi-Handy nutzt, kommt meist locker durch den Tag. Energiespeicher zählen zum Standard, die mehr als 4000 oder gar 5000 mAh bieten. In diesem Segment sind die Mi- und Mi-Note-Serien herstellerübergreifend ganz vorne mit dabei.

Das gilt auch für das Aufladen: Den 4500-mAh-Akku des Xiaomi Mi 10 Ultra (nicht in Deutschland erhältlich), laden Nutzer mit 120 Watt in nur 23 Minuten voll auf. Stark: Ein passendes Schnellladegerät ist bei Xiaomi im Lieferumfang. Bei vielen anderen Herstellern müsst ihr das Zubehör separat dazukaufen.

Weitere Geräte

Xiaomi hat unter dem Label Mi jedoch nicht nur Smartphones, sondern auch andere smarte Geräte wie das Mi Band 4 im Sortiment. Viele davon sind jedoch im Moment vor allem auf dem chinesischen Heimatmarkt erhältlich.

Redmi: Viel für kleines Geld

Ganze Reihe an Serien

Im Vergleich dazu bietet Xiaomi mit der Redmi-Serie gute Smartphones für Einsteiger und bedient auch Freunde der Mittelklasse – und das zu besonders günstigen Preisen an. Wobei es auch Ausnahmen wie etwa das Redmi K30 Ultra (nicht in Deutschland verfügbar) gibt, das zur absoluten Oberklasse zählt. Ansonsten setzt sich das Redmi-Portfolio aus einer ganzen von Serien zusammen, darunter die aktuellen Modelle Redmi 9, Redmi Note 9 und Redmi 10X.

Display und Design

Das grundsätzliche Design ähnelt denen der Mi-Serie. Allerdings setzt der Hersteller auf etwas weniger wertige Materialien. Bei den meisten Redmi-Smartphones bestehen Rückseite, Rahmen und Tasten aus Kunststoff. Nur den gehobenen Modelle spendiert das Unternehmen ein Glasgehäuse.

Auch Curved-Displays wie etwa beim Mi Note 10 sind bei den bei den Modellen von Redmi kein Standard. Ihr müsst bislang zudem meist mit einem einfacheren IPS-Display auskommen. Während die Auflösung von FHD+ sehr hoch ist, sind Helligkeit und Kontrastverhältnis bei Redmi im Vergleich zu Xiaomi meist schwächer.

Xiaomi Redmi Note 9 Pro
Im Redmi Note 9 Pro steckt eine Quad-Kamera. (© 2020 CURVED/Christoph Lübben )

Kamera

Abstriche müsst ihr zudem in der Regel bei der Kamera machen. Im Redmi 9 steckt zwar eine Quad-Kamera, die aber mitunter detailarme Bilder liefert und gute Lichtverhältnisse braucht, was auch für das Redmi 9A gilt.

Das hört sich relativ vernichtend an, allerdings nur im direkten Vergleich mit der Qualität der höherklassigen Xiaomi-Geräte. Denn insgesamt zahlt ihr bei den Redmi-Handys auch einen besonders niedrigen Preis, sodass das ihr für euer Geld einen sehr guten Gegenwert bekommt.

Leistung

Wer Redmi-Geräte kauft, muss bekommt mit die beste Performance des Segments: Xiaomi setzt auf Mittelklasse-Chipsätze und greift hier meist ins obere Regal. Im Note 9 Pro ist etwa ein Snapdragon 720G verbaut. Das spürt ihr auch. In puncto RAM und ROM pendelt es sich bei 6 GB und 128 GB ein, was beides für den alltäglichen Gebrauch mehr als genug ist.

Das gilt auch für die etwas schwächeren Prozessoren der Einsteigerklasse. Hier vertraut Xiaomi derzeit etwa auf eine Kombination aus MediaTek Helio G70, 4 GB RAM und 64 GB internen Speicherplatz. Dafür zahlt ihr dann allerdings auch nur rund 150 Euro, was ein tolles Preis-Leistungsverhältnis darstellt.

Akku

Der Energiespeicher der Redmi-Serie ist mitunter beeindruckend groß. 5020 mAh leistet der Akku des Xiaomi Redmi Note 9 Pro beispielsweise. Selbst in der Einsteigerklasse und dem Redmi 9A sind es 5000 mAh. Das freut natürlich, wenn das Handy nicht ständig an die Ladestation muss.

Poco: Noch nicht angekommen

Die jüngste Marke im Bunde ist Poco, deren Geräte – ähnlich wie die von Redmi – als Preistipp in der Einsteiger- und Mittelklasse gelten. Das Poco M3 kostet zum Markstart etwa nur läppische 150 Euro. Für das Geld bekommt ihr ein Smartphone mit besonders guter Ausdauer, ordentlichem Display und respektabler Triple-Kamera.

Die Specs sehen gegen Top-Handys zwar kein Land und ihr müsst auf einige Features wie NFC verzichten, dennoch erfüllen die Geräte die Ansprüche, die wir an ein solches Smartphone stellen, sodass alles an Bord ist, dass euch gut durch den Alltag bringt.

Xiaomi Poco X3 NFC
Viel Telefon für wenig Geld: Das Poco X3 NFC ist ein echter Schnapper (© 2020 Xiaomi )

Insgesamt lässt sich Poco allerdings schwer einordnen, wie etwas das Poco X3 NFC zeigt. Es ist ein Auf und Ab an Features: Das Gerät kostete zum Marktstart rund 200 Euro und ist ein (sehr günstiges) Mittelklasse-Smartphone, das auch High-End-Features bietet. Ihr bekommt zum Beispiel ein 120-Hz-Display, das es nicht einmal beim vielfach teureren iPhone 12 gibt.

Auch die Performance ist stark. Auf der anderen Seite lässt die Qualität des Bildschirms mitunter zu Wünschen übrig und die Kameras überzeugen zwar bei Tageslicht, versagen aber in dunkler Umgebung.

Black Shark: Kleine Oase für Gamer

Das kleinste Licht im Xiaomi-Universum ist die Black-Shark-Reihe. Die Geräte orientieren sich speziell an Nutzer, die auf ihrem Smartphone insbesondere Spiele zocken wollen. Entsprechend legt der Hersteller den Fokus auf passende Features. Das heißt etwa:

  • viel Arbeitsspeicher (bis zu 12 GB beim Black Shark 3 Pro)
  • großer interner Speicher (bis zu 512 GB beim Black Shark 3 Pro)
  • großer Akku (5000 mAh beim Black Shark 3 Pro)
  • großes Display (7,1 Zoll beim Black Shark 3 Pro)
  • gute Auflösung (1440p beim Black Shark 3 Pro)
  • gute Bildwiederholrate (120 Hz beim Black Shark 3S)
  • Top-Performance (Snapdragon 865 beim Black Shark 3S)
  • geringe Latenzzeiten
  • spezielle Tasten zum Zocken

Eine kleine Oase für Gamer eben. Bei den Kameras legt sich Xiaomi hingegen nicht so schwer ins Zeug. Nicht falsch verstehen, euch gelingen auch gute Fotos. Aber der Fokus liegt spürbar woanders. Leider handelt es sich bei den Gaming-Monstern um ein Nischen-Handy, sodass die etwas über 500 Euro teuren Geräte hierzulande relativ rar sind.

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