"Altered Carbon" und mehr: Auf diese Serien-Highlights freuen wir uns 2018

In "Altered Carbon" sehen wir jede Menge: zum Beispiel Edgar A. Poe als künstliche Intelligenz.
In "Altered Carbon" sehen wir jede Menge: zum Beispiel Edgar A. Poe als künstliche Intelligenz.(© 2018 Netflix)

Auch 2018 wird den Höhenflug brillanter Serien nicht stoppen, soviel lässt sich jetzt schon sagen. Der erste Serienhöhepunkt steht Netflix-Nutzern bereits Anfang Februar mit „Altered Carbon“ ins Haus, aber das sind längst nicht alle Kracher des kommenden Jahres. Was noch auf euch zukommt, erfahrt ihr hier.

Obwohl viele große Serien wie "Game of Thrones" oder "Stranger Things" erst 2019 auf die Bildschirme zurückkehren, um ihre Geschichte weiter oder gar zu Ende zu erzählen, ist auch 2018 nicht von schlechten Eltern. Hier kommen die Kracher, die euch in diesem Jahr an die Couch fesseln werden.

"Altered Carbon": Ein Mordopfer engagiert einen Privatdetektiv

Wir haben es schon angedeutet: Netflix "Altered Carbon" ist das Ding, auf das alle warten (ohne es zu wissen). In der grandiosen Science-Fiction-Serie geht es um ein futuristisches Universum: Durch die Entdeckung eines offenbar längst ausgestorbenen Volkes von "Marsianern", wie die Menschen die Aliens nennen, hat die Technologie einen gewaltigen Sprung gemacht. Unter anderem ist es jetzt möglich, das Bewusstsein eines Menschen auf einem Chip, einen so genannten "Stack", zu speichern, der jedem Menschen im Alter von einem Jahr im Nacken eingesetzt wird. Stirbt man, kann der Chip entnommen und in einen neuen Körper, einem so genannten Sleeve, eingesetzt werden – und man lebt wieder, vorausgesetzt natürlich man verfügte zu Lebzeiten über das nötige Kleingeld. Und so leben extrem reiche Menschen schon jahrhundertelang, andere werden zur Strafe jahrhundertelang als bloßer Stack aufbewahrt. Und so erwacht nach mehr als 250 Jahren "auf Eis" der Elitekämpfer Takeshi Kovacs (Will Jun Lee) und wird per Datentransfer auf die Erde geschickt. Der speziell ausgebildete Geist Kovacs‘ soll einen Mordfall aufklären. Das Beste: das Opfer engagiert ihn sogar selbst!

"911": Von Helfern und Helfers Helfern

Noch weiß niemand, wo und wann die momentan angesagteste US-Serie auf einem Network-Sender nach Deutschland kommt. Die Chancen stehen aber gut, dass wir "911" auch hier bald zu sehen bekommen werden. Denn die Anfang Januar auf FOX gestartete Show über den täglichen Einsatz von Cops, Feuerwehrleuten, Mitarbeitern in Notrufzentralen und anderen Helfern schoss in den USA quotenmäßig durch die Decke. Dahinter verbirgt sich mit Ryan Murphy, Brad Falchuk und Tim Minear ein Trio, das bereits Hits wie „Glee“ und „American Horror Story“ auf die Bildschirme brachte – die wissen also, wie es geht. Nach nur zwei Folgen wurde die Serie bereits für eine zweite Staffel verlängert, Stars wie Angela Bassett, Peter Krause und Connie Britton haben dabei sicher nicht geschadet. Vermutlich wird die Pro Sieben/Sat1-Gruppe bald verkünden, dass sie die neue Serie ins Programm nehmen, aber vielleicht geht sie ja auch, wie "The Good Doctor", der andere große Quotenhit in den USA zurzeit, an Sky.

"The Alienist": Hier wird ein Serienkiller mit deutscher Effizienz gejagt

Ebenfalls bei Netflix geht Daniel Brühl ab April auf Mörderjagd. Genauer gesagt, im New York des Jahres 1896. Als Kriminalpsychologe Dr. Laszlo Kreider ist er hinter einem Serienkiller her, der es auf junge, männliche Prostituierte abgesehen hat und sich einen blutigen Weg durch New Yorks Schwulenszene schneidet. Ihm zur Seite stehen Luke Evans als Zeitungsillustrator und Dakota Fanning als Sekretärin der Polizei, die sich aber zu Höherem berufen fühlt. Die Serie basiert auf dem gleichnamigen Roman von Caleb Carr und wird seit Ende Januar auf dem US-Sender TNT gezeigt. Im April, wenn Netflix "The Alienist" nach Deutschland bringt, kommt daher gleich die gesamte zehnteilige Staffel komplett auf die Streaming-Plattform. Fans von "Jack the Ripper"-Storys und anderen Thrillern aus dem späten 19. Jahrhundert dürften hier voll auf ihre Kosten kommen.

"Mosaic": Die Serie mit App-Bedienung

Auch Hollywoods oft geschmähtes Wunderkind Steven Soderbergh geht nach seinem zu Unrecht gefloppten Kinofilm "Logan Lucky" wieder in Serie – und entdeckt ein Format für sich, das als Experiment bereits mehrfach versucht wurde: In "Mosaic", einem Thriller mit Sharon Stone als Kinderbuch-Autorin, die einem Mord zum Opfer fällt, kann der Zuschauer auf seinem iOS-Smartphone beim Zusehen die Perspektive wählen. Und so den Fall aus verschiedenen Blickwinkeln beobachten. Ale paar Minuten kann man sich für einen neuen Charakter entscheiden, aus dessen Sicht man die weitere Handlung erleben möchte.

Bislang funktioniert das aber nur in den USA, wo die sechsteilig Serie auch von HBO ausgestrahlt wird. Und dort kann der Zuschauer natürlich nicht wählen, was er sieht. Neu ist die Idee auch nicht: Bereits 1991 waren ausgerechnet ARD und ZDF an einem ähnlichen Projekt beteiligt: "Mörderische Entscheidung" von Oliver Hirschbiegel ("Das Experiment") wurde gleichzeitig auf beiden Sendern gezeigt. Eine Version zeigte die Story aus Sicht der Heldin, die andere aus der Perspektive des Helden. Waren sie gemeinsam in einer Szene, waren die Bilder identisch. Große Nachahmer fand die Idee damals nicht und auch die Reaktion in den USA ist bislang verhalten. Vielleicht bekommen wir die Serie aber trotzdem auch in Deutschland irgendwann als App zu sehen - als "normale" TV-Serie startet sie am 14. Februar auf Sky.

"Absentia": Mörder und Mörder-Mörder

Neben Sharon Stone kommt noch eine starke Frau im Februar auf deutsche Fernseher: Amazon Prime zeigt Anfang des Monats das neue Projekt von "Castle"-Star Stana Katic alias Kate Beckett - "Absentia". Darin spielt Stanic die FBI-Agentin Emily Byrne, die vor sechs Jahren spurlos verschwand und für tot erklärt wurde. Ihr vermeintlicher Mörder wurde zu einer langjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Doch dann wird Emily gefunden, fast ertrunken in einem Wassertank unter einer Hütte im Wald, aber lebendig. Erinnern kann sie sich an ihre sechsjährige Leidenszeit aber nicht. Ex-Mann Nick, ebenfalls FBI-Agent, mit dem Emily einen gemeinsamen Sohn hat, versucht alles, um ihr zu helfen, ist aber inzwischen längst wieder verheiratet. Bald scheint sich alles zu normalisieren, doch dann wird der aus dem Knast entlassene vermeintliche Mörder Emilys tot aufgefunden - und alles deutet auf sie als Mörderin ...

Allein Stana Katics schauspielerische Leistung lohnt hier das Einschalten, aber auch die Story ist tatsächlich mörderisch spannend und lässt die Zuschauer lange darüber im Dunkeln, wer Emily tatsächlich entführt hat. Eine Top-Serie  - auch - für weibliche Krimifans.

Noch mehr aus der Welt der Serien

Ihr liebt Serien? Dann haben wir hier bestimmt noch mer Inspiration am Start. Wie wäre es mit den krassesten News und Theorien zu "Game of Thrones" oder auch großartigen Mini-Serien für verregnete Tage oder dem Netflix-Kracher "The End of the F**king World"? Außerdem findet ihr bei uns noch ein Sammelsurium an Serien, die einen qualvollen Tod starben oder einfach niemals enden werden. Apropos qualvoll: Lest hier zu welchen schlechten Serien sich die CURVED-Redaktion öffentlich bekennt. In dem Sinne: Viel Spaß, ihr Schaulustigen!


Weitere Artikel zum Thema
Netflix und Co. müssen künf­tig wohl mehr euro­päi­sche Inhalte zeigen
Michael Keller
Auch Netflix soll sich künftig an eine bestimmte Quote halten
Mehr regionale Inhalte auf Streaming-Plattformen wie Netflix: Das Europäische Parlament will eine bestimmte Quote erreichen.
Netflix wird Super­hel­den-Serie "Titans" in Deutsch­land zeigen
Christoph Lübben
Netflix-Logo, Goolge Pixel 2
In "Titans" gehen Batman und Robin getrennte Wege. Letzterer stellt ein Team aus Helden zusammen. Die Serie wird Netflix in Deutschland zeigen.
Netflix plant offen­bar eine inter­ak­tive "Black Mirror"-Folge
Michael Keller1
Können Nutzer bald das Ende einer Folge "Black Mirror" selbst bestimmen?
Einfluss auf die Handlung von "Black Mirror" nehmen: Netflix soll für die fünfte Staffel der beliebten Serie etwas Besonderes planen.

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.