Android statt BB10: BlackBerry bereitet Abschied vom eigenen OS vor

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Das BlackBerry Priv hat den Fortbestand des Unternehmens gesichert – doch was bringt 2016?
Das BlackBerry Priv hat den Fortbestand des Unternehmens gesichert – doch was bringt 2016?(© 2015 Blackberry)

Der Erfolg des BlackBerry Priv macht sich bemerkbar: Die Resonanz auf das Slider-Smartphone mit Android ist offenbar so positiv, dass der angeschlagene Hersteller in diesem Jahr nur noch Smartphones mit Googles Mobile-Betriebssystem plant und BB10 den Rücken kehrt, wie CNET berichtet.

Das kündigte BlackBerry-CEO John Chen im Rahmen der CES 2016 an, die derzeit in Las Vegas stattfindet. Demnach plane sein Unternehmen in diesem Jahr zwei Android-Geräte, eines davon möglicherweise ein Smartphone. Nach dem Erfolg des BlackBerry Priv ist daher ein BlackBerry Priv 2 wohl nicht ganz ausgeschlossen. Nähere Details zu den Plänen für dieses Jahr nannte Chen aber nicht.

Was bringt 2016 für BlackBerry?

Im Vergleich zu so manch anderem Hersteller wie Samsung oder Motorola mag das zwar wenig erscheinen, aber bis vor kurzem das Fortbestehen des Unternehmens auf der Kippe stand, ist das dennoch ein positives Zeichen. Zu Begeisterungsstürmen lässt sich Chen jedoch nicht hinreißen. Zu den Verkäufen des BlackBerry Priv meint dieser lediglich: "Ich erlaube mit eine vorsichtig optimistische Sichtweise".

Die Frage ist, ob BlackBerry sich mit künftigen Geräten weiter über Wasser halten kann oder untergeht. Für das Unternehmen spricht, dass das Priv vor allem mit einem gut durchdachten Gesamtkonzept überzeugt und ungewöhnliche Features wie die ausfahrbare Tastatur sowie maßgeschneiderte Sicherheitsfeatures mit Android und einer guten Kamera verknüpft.


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