Apple-Analyst gefeuert, weil er Niedergang prophezeite

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Das iPhone 6 ist ein Erfolg – entgegen den Vorhersagen von Ahmad
Das iPhone 6 ist ein Erfolg – entgegen den Vorhersagen von Ahmad(© 2015 CURVED Montage)

Zu viel Schwarzseherei schadet: Der bekannte Analyst Adnaan Ahmad hat nie mit Kritik an Apple gespart. Selbst in Zeiten großen Erfolges für das Unternehmen aus Cupertino sagte er stets den Niedergang voraus – und wurde nun anscheinend deshalb gefeuert.

Ahmad war die letzten Jahre für die Berenberg Bank aktiv, die nun das Beschäftigungsverhältnis mit dem Analysten beendet hat, berichtet Fortune. Ahmad hatte zum Beispiel dem iPhone 6 einen geringen Erfolg vorhergesagt – und seine Prophezeiung auch dann nur leicht korrigiert, als sich das Smartphone Anfang 2015 auf der ganzen Welt äußerst gut verkaufte. Zuletzt hatte der Apple-Kritiker im Oktober mit seinem Artikel "Apple: Eine tickende Zeitbombe" für Aufsehen gesorgt und die Meinungen deutlich gespalten. Nun musste Ahmad seine Stelle bei der Berenberg Bank unfreiwillig räumen, wie er Ende Dezember bekannt gab.

Analysten vs. Realität

Es scheint wie ein Gesetz der Tech-Welt zu sein: Sobald Apple ein neues Produkt ankündigt oder auch nur Gerüchte dazu die Runde machen, gibt es sofort Analysten, die einen Erfolg oder einen Misserfolg prophezeien. So zum Beispiel bei der Apple Watch: Rod Hall von JP Morgan sagte voraus, dass die Smartwatch sich besser verkaufen würde als das iPad, während der Analyst Trip Chowdhry sogar mit 42 Millionen verkaufter Einheiten im Jahr 2015 rechnete.

Auf der anderen Seite gab es beispielsweise Abhey Lamba, der aufgrund des Misserfolges der Apple Watch einen Kurssturz der Apple-Aktie um bis zu 20 Prozent prognostizierte. Bislang hat Apple noch keine Verkauszahlen zu seinem ersten Wearable öffentlich gemacht; die Wahrheit dürfte aber irgendwo zwischen den beiden Extremen liegen.


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