Apple veröffentlicht erstmals Details zur KI-Forschung

Gefällt mir6
Die Fotos-App könnte Bildinhalte in Zukunft besser automatisch erkennen – dank verbesserter KI
Die Fotos-App könnte Bildinhalte in Zukunft besser automatisch erkennen – dank verbesserter KI(© 2015 CURVED)

Nachdem Apple Anfang Dezember 2016 versprach, Forschungsergebnisse zum Thema Künstliche Intelligenz (KI) offenzulegen, folgen nun kurz vor Neujahr die ersten Informationen. Darin geht es in erster Linie um automatische Bilderkennung und die Probleme, die Algorithmen dabei haben.

Wie MacRumors berichtet, ist vor allem die Bereitstellung von Lernmaterial für die KI ein Knackpunkt. Damit der Code Inhalte besser erkennen kann, muss er zunächst mit Bildern zur Auswertung gefüttert werden. Dabei gibt es zwei Arten von "Nahrung": echte Aufnahmen oder computergenerierte Bilder. Künstliche Inhalte haben den Vorteil, dass sie nicht erst von Menschenhand mit bestimmten Schlagworten vertaggt werden müssen.

Bessere Verschlagwortung von Fotos

Denn ein Team aus Fleisch und Blut nur für diesen Zweck zu beschäftigen, ist für Apple zeit- und kostenaufwendig. Allerdings haben künstliche Bilder auch den Nachteil, dass sie nicht natürlich sind und die KI eben nicht anhand von authentischem Material lernt. Das ist aber nötig, wenn der Code beispielsweise eine verbesserte automatische Erkennung bieten soll, wie es aktuell schon Fotos in iOS 10 beherrscht.

Das Dokument von Apples KI-Forschern kommt zu dem Schluss, dass ein Lösungsansatz in künstlichen Bildern zu finden ist – wenn diese mit echtem Bildmaterial angereichert werden. Das mag zwar immer noch sehr abstrakt klingen, lässt aber auf eine deutlich verbesserte automatische Verschlagwortung von Fotos in der Zukunft hoffen; womöglich schon mit iOS 11. Wie CNET berichtet, ist Künstliche Intelligenz ein sehr wichtiges Feld für Apple, vor allem aufgrund der starken Konkurrenz in Form von Google, Microsoft und Amazon. Dass Apple nun mehr Transparenz in seine Forschung bringt, könne dem Unternehmen möglicherweise neues Personal einbringen.


Weitere Artikel zum Thema
iPhone 12 mit Leis­tungs-Boost: A14-Chip­satz schlägt sogar Laptops
Lukas Klaas
Her damit12Der A14-Chipsatz des iPhone 2020 dürfte mit seinem Leistungsupgrade Begehrlichkeiten wecken.
Der A14-Prozessor des iPhone 12 dürfte dank erheblicher Upgrades das Leistungsniveau eines 15-Zoll MacBook Pro erreichen.
Apple unter Druck: Trump fordert Daten von iPho­nes ein
Lukas Klaas
Gefällt mir19Nicht ganz einer Meinung: Tim Cook und Donald Trump.
US-Präsident Donald Trump setzt Apple unter Druck. Das Unternehmen soll die iPhones eines Amokläufers entschlüsseln. Doch Apple weigert sich.
iPhone 12 Pro: Großes Leis­tungs­plus immer wahr­schein­li­cher
Lars Wertgen
Das iPhone 12 Pro soll 50 Prozent mehr RAM bieten als das iPhone 11 Pro (Foto)
Apple hat im Wettkampf um möglichst viel Arbeitsspeicher noch nie mitgemacht. Dennoch rüstet der Hersteller das iPhone 12 Pro diesbezüglich wohl auf.