Bluetooth-Ersatz nutzt das Magnetfeld des Menschen zur Datenübertragung

Unfassbar !5
Für die Verbindung von Smartphone und Auto-System wäre die neue Technologie praktisch
Für die Verbindung von Smartphone und Auto-System wäre die neue Technologie praktisch(© 2014 CURVED)

Ein Smartphone kabellos mit einem PC verbinden – nur über den menschlichen Körper? Was wie Science Fiction klingt, ist offenbar Wissenschaftlern der Universität von Kalifornien in San Diego gelungen. Sie entwickelten ein kabelloses Übertragungssystem, das effizienter und sicherer als Bluetooth sein soll.

Obwohl Bluetooth zurzeit das meistgenutzte System zur kabellosen Kommunikation zwischen Geräten ist, weist es doch einige Nachteile auf, wie Engadget berichtet. So braucht Bluetooth-Funk zum Beispiel wesentlich mehr Energie, wenn sich ein menschlicher Körper zwischen den verbundenen Geräten befindet. Bei eben diesem Problem setzt die Technologie der Kalifornier an – indem sie Menschen selbst für die Übertragung nutzt.

Energieeffiziente Technologie

Für den Prototyp des Bluetooth-Ersatzes ist es allerdings erforderlich, dass sich die Testpersonen mit PVC ummantelte Kabel an den Armen befestigen, um magnetische Felder erzeugen zu können. Auf diese Weise können Signale über verschiedene Regionen des Körpers weitergegeben werden.

Ein großer Vorteil dieses Systems ist die Energieeffizienz: Das Entwicklerteam schätzt, dass bei seiner Technologie bis zu 10 Millionen Mal weniger Energie auf dem Weg verloren geht als bei Bluetooth. Dadurch könnte beispielsweise der Akku einer Smartwatch auf signifikante Weise entlastet werden – ein wichtiger Faktor, da die Akkus der derzeit erhältlichen Wearables wie der Apple Watch oftmals die Schwachstellen der Geräte darstellen.

Sicherer als Bluetooth

Zusätzlich soll die neue Technologie sicherer sein als bislang verwendete Systeme zur kabellosen Verbindung von Geräten. Bluetooth kann beispielsweise je nach Klasse eine Verbindung über die Entfernung von bis zu 100 Metern herstellen. Theoretisch kann das Signal von jedem Nutzer abgefangen werden, der sich in diesem Radius aufhält.

Dies sei mit der neuen Technologie nur möglich, wenn ein direkter Kontakt zum Körper des Überträgers bestünde. Derzeit handelt es sich bei der Technologie allerdings lediglich um ein bewiesenes Konzept – bis sie tatsächlich in Produkten eingesetzt werden kann, dürfte es also noch eine Weile dauern.


Weitere Artikel zum Thema
HomePod: Veröf­fent­li­chung schon nächste Woche?
Francis Lido
Der HomePod soll bald erscheinen
Das Warten hat wohl bald ein Ende: Der HomePod erhält die FCC-Zertifizierung und könnte in Kürze auf den Markt kommen.
Amazon bringt Alexa auf alle Android-Smart­pho­nes
Francis Lido
Mit einem Smartphone könnt ihr Alexa nun auch ohne Echo nutzen
Millionen von Android-Nutzern können ihr Smartphone nun via Alexa steuern. Möglich macht das ein Update der Alexa-App.
OnePlus bestä­tigt Hacker-Angriff: Bis zu 40.000 Kunden betrof­fen
Francis Lido
Der Datendiebstahl begann etwa zeitgleich mit der Veröffentlichung des OnePlus 5T
Kunden von OnePlus sollten schleunigst ihre Kreditkartenabrechnung überprüfen: Der Hersteller hat einen Hacker-Angriff auf seine Webseite bestätigt.