Chrome: Google will kontroverse Login-Änderung entschärfen

Das neue Design ist nicht die einzige Änderung in Version 69 von Chrome
Das neue Design ist nicht die einzige Änderung in Version 69 von Chrome(© 2018 Google)

Mit Version 69 von Chrome hat Google eine kontroverse Neuerung eingeführt: Der Browser loggt euch teilweise ungefragt ein. Das hat offenbar für so viel Aufregung gesorgt, dass der Suchmaschinenriese das "Feature" in Version 70 anpasst.

Wenn ihr die aktuelle Version von Chrome verwendet und euch auf einer Google-Seite wie YouTube oder Gmail anmeldet, loggt euch der Browser automatisch mit demselben Google-Account ein – ohne um eure Erlaubnis zu bitten. Für das Unternehmen hat das den Vorteil, dass es so leichter an eure Browser-Daten gelangt. Dem müsst ihr zwar zustimmen. Doch das neue dafür vorgesehene Menü verleitet offenbar dazu, die Datenweiterleitung unbeabsichtigt zu erlauben. Denn dafür ist anscheinend nur ein einziger Klick notwendig.

Bald haben Nutzer die Wahl

Eindeutig kommuniziert hat das Unternehmen diese Neuerung zunächst nicht. Vor allem Kryptografie-Experte Matthew Green hat die Öffentlichkeit darauf aufmerksam gemacht. Der Uni-Professor kündigte in einem Blog-Post an, Chrome den Rücken zu kehren. In einem anderen Blog-Beitrag geht Google mittlerweile auf das automatische Einloggen ein und kündigt für die Mitte Oktober erscheinende Version 70 des Browsers eine Änderung an: Künftig können Nutzer das automatische Einloggen in den Sicherheits- und Privatsphäre-Einstellungen deaktivieren.

Außerdem will Google die Benutzerfläche von Chrome dahingehend anpassen, dass ihr besser nachvollziehen könnt, ob ihr gerade eingeloggt seid und ob der Browser Daten im Rahmen einer Synchronisierung an Google weitergibt. Darüber hinaus geht Chrome ab Version 70 anders mit Cookies um. Aktuell bleibt ihr auf diversen Webseiten auch dann in eurem jeweiligen Account eingeloggt, wenn ihr die Cookies löscht. In Zukunft soll das nicht mehr der Fall sein.


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