Datenvolumen kontrollieren und sparen: So surft ihr länger mit LTE

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Nachrichten-Apps wie WhatsApp verbrauchen vergleichsweise wenig Datenvolumen.
Nachrichten-Apps wie WhatsApp verbrauchen vergleichsweise wenig Datenvolumen.(© 2018 Shutterstock/GaudiLab)

Ist bei euch am Ende des Datenvolumens oft noch so viel Monat übrig? Bei wem trotz Flatrate irgendwann Schluss mit Highspeed-Internet auf dem Smartphone ist, der sollte sein Datenvolumen kontrollieren. Hier erfahrt ihr, mit welcher App ihr alles im Blick behaltet und rechtzeitig einlenken könnt.

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Fotos und Videos auf Instagram posten, Sprachnachrichten per WhatsApp verschicken, sich mit Freunden via Videotelefonie unterhalten – und hier und da ein bisschen im Browser surfen. Es gibt so viele (und immer mehr) Möglichkeiten, für die ihr unterwegs mobiles Datenvolumen benötigt. Da kommt mitunter einiges zusammen.

Durchschnittlich nutzte 2019 jeder Handy-Nutzer im Monat 2,77 Gigabyte an Datenvolumen, so Statista. Zum Vergleich: 2009 waren es noch wenige 220 Megabyte, und alleine von 2018 zu 2019 stieg der Bedarf fast um ein Gigabyte. Wer reichlich Daten nutzt, für den dürfte es sinnvoll sein, den eigenen Verbrauch im Blick zu behalten und gegebenenfalls das verfügbare Datenvolumen zu erhöhen. Das ist deshalb schon eine attraktive Lösung, da die Preise pro Gigabyte gesunken sind.

Datenvolumen kontrollieren mit Drittanbieter-Apps

Wie viel euer Handy an mobilen Daten schluckt, könnt ihr mit einer App wie GlassWire Data Usage Monitor kontrollieren. In der Vergangenheit war zudem Google Datally eine beliebte Anlaufstelle. Google hat die App allerdings mittlerweile aus dem Play Store entfernt.

GlassWire richtet ihr relativ flott ein. Gewährt der App lediglich einige Berechtigungen und lasst die Nutzungsverfolgung zu. Anschließend seht ihr direkt, wie viel ihr im aktuellen Monat bereits an Daten verbraucht habt. Ihr könnt unter anderem nach bestimmten Zeiträumen filtern und den Verbrauch via WLAN und mobilem Internet getrennt analysieren.

Wenn ihr im aktuellen Monat seid, dann poppen in der großen Live-Grafik zudem immer wieder kleine Wolken auf. In diesen stehen zum Beispiel "1 KB" und das WhatsApp-Logo. Der Messenger hat in dem Moment im Hintergrund also ein klitzekleines bisschen eures Datenvolumens verbraucht. Der blaue Balken steht übrigens für heruntergeladene und der grüne für hochgeladene Daten.

Mit GlassWire bekommt ihr eine detaillierten Einblick darüber, wie ihr euer Datenvolumen verbraucht(© 2020 CURVED)

Navigiert ihr nach unten, verrät euch die App, wie hungrig die einzelnen Anwendungen sind. Tippt ihr auf eine, erhaltet ihr weitere Informationen, etwa wie viel ihr mit der App an den einzelnen Tagen verbraucht habt, wischt dazu in der Grafik nach links oder nach rechts. GlassWire misst und protokolliert also relativ detailliert, wie hungrig eure Alltags-Apps sind.

Ihr könnt außerdem einen Datenplan erstellen, in dem ihr festlegt, wie viel ihr zum Beispiel täglich oder wöchentlich an mobilem Internet nutzen wollt. Habt ihr sowohl 90 als auch 100 Prozent des gesetzten Volumens erreicht, erhaltet ihr eine Benachrichtigung, damit ihr nicht unbemerkt über das Ziel hinausschießt. Sowohl die Datenpläne (Uhr-Icon) als auch die Alarme (Glocken-Symbol) findet ihr unten in der Leiste.

Im System integriert

Sowohl Apples iOS als auch Googles Android verfügen nativ über ähnliche Funktionen in den Einstellungen des jeweiligen Betriebssystems. Der Umfang variiert vor allem auf Android-Geräten aber abhängig vom Smartphone-Hersteller.

Mit dem systemeigenen Datensparmodus, der bei beiden Betriebssystemen vorhanden ist, verringert ihr ebenfalls den mobilen Datenverbrauch aller installierten Anwendungen. Apps können dann im Hintergrund nicht mehr selbstständig online gehen, um etwa Nachrichten oder E-Mails abzurufen.

Es sei denn, ihr definiert Ausnahmen für einzelne Anwendungen, zum Beispiel WhatsApp oder eure E-Mail-App. Auch hier könnt ihr einen Hinweis einrichten, der euch kurz vor Erreichen eines bestimmten Kontingents warnt oder einstellen, dass Apps nur Daten verbrauchen können, wenn ihr die Anwendung aktiv öffnet. So blockiert ihr, dass Apps im Hintergrund aktiver sind als ihr es eigentlich möchtet.

Ihr könnt in den Einstellungen eures Handys auch zahlreiche Features nutzen, um euren Datenverbrauch zu kontrollieren (im Bild auf einem Galaxy S10 mit One UI 2.1)(© 2020 CURVED)

Datenvolumen sparen – so geht's

Nicht alle Apps verursachen gleich viel Datenverkehr. Mit Netflix transportiert ihr natürlich mehr Datenpakete als etwa mit Spotify, WhatsApp oder der Google Suche. Dennoch gibt es für alle Apps Tricks an Datenvolumen zu sparen:

  • Nutzt so oft wie möglich WLAN, um euer Volumenpaket zu schonen. Nicht nur zuhause, sondern auch unterwegs. An immer mehr Orten steht euch kostenloses WiFi zur Verfügung.
  • Ladet eure Netflix-Filme und -Serien auf euer Handy oder Tablet herunter. Die Inhalte stehen euch dann auch offline zur Verfügung. Praktisch auf Reisen.
  • Gleiches gilt für Spotify und andere Musik-Dienste, sofern ihr bei den Diensten Premium-Nutzer seid.
  • iPhones haben seit iOS 9 einen WLAN Assistenten mit an Bord, der dafür sorgt, dass die Verbindung des Geräts automatisch auf mobile Daten umschaltet, sobald die WLAN-Verbindung zu niedrig ist. Deaktiviert ihn, um sicherzugehen, dass das iPhone zuhause nicht ungewollt euer Datenvolumen aufbraucht.
  • Deaktiviert automatische Updates eurer Apps. Im Google Play Store und im App Store habt ihr die Option, Aktualisierungen nur über WLAN zuzulassen.
  • Messenger wie WhatsApp, Signal oder Telegram bieten von sich aus an, nur bestimmte Inhalte im mobilen Netz herunterzuladen. Legt in den Einstellungen fest, dass ihr Medien bei mobiler Datenverbindung manuell herunterladen wollt.
  • Auch bei Facebook und dem Facebook Messenger könnt ihr Datenvolumen einsparen. Unter "Einstellungen und Privatsphäre" der App findet ihr den Reiter "Data Saver". Schaltet ihr den Sparmodus ein, reduziert Facebook die Bildgröße und gibt Videos nicht mehr automatisch wieder.
  • Viele andere Apps verfügen ebenfalls über einen Datensparmodus, darunter Google Chrome. Den sogenannten Lite-Modus findet ihr unter "Einstellungen". Das Programm komprimiert die Webseiten dann zunächst.
  • Der Browser Firefox Klar konzentriert sich grundsätzlich auf ablenkungsarmes Surfen. Deshalb blockiert er weitestgehend alle Werbeinblendungen auf Webseiten. Das dient nicht nur dem Lesefluss und der Übersichtlichkeit, es beschleunigt auch den Seitenaufbau und spart kostbare Bytes beim Datenverkehr.

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