Facebook könnte euch in Zukunft die Augen öffnen

Facebook könnte künftig viele verunglückte Fotos retten
Facebook könnte künftig viele verunglückte Fotos retten(© 2017 CURVED)

Facebook arbeitet derzeit an einer interessanten Bildbearbeitungstechnologie. Diese soll Bilder retten, auf denen ihr genau im falschen Moment geblinzelt gehabt. Denn wie The Verge berichtet, könnte Facebook euch künftig nachträglich "die Augen öffnen".

Das gehe aus einem Forschungsbericht hervor, den Facebook-Entwickler veröffentlicht haben. Diesem zufolge könnte eine KI von Facebook zukünftig in der Lage sein, Bilder so zu bearbeiten, dass eigentlich geschlossene Augen geöffnet erscheinen. Dabei soll maschinelles Lernen eine entscheidende Rolle spielen. Die Methode nenne sich "generative adversial network" (GAN) und komme laut The Verge bereits in diversen anderen Bereichen erfolgreich zum Einsatz. Beispiele dafür seien etwa Fake-Bilder von Stars, Wettermanipulationen in Videos oder sogar Modedesign mittels Algorithmus. Das Ausbügeln eines Blinzelns sei im Vergleich dazu keine wirkliche Herausforderung.

Der KI-Bildbearbeitung gehört die Zukunft

Um ein Foto überzeugend bearbeiten zu können, müsse die Facebook-KI erst einmal lernen, wie die geöffneten Augen des Fotografierten aussehen. Die entsprechenden Informationen wie Augenform und -farbe erhalte sie aus Bildern, auf denen ihr nicht blinzelt. Die KI würde sich also quasi ein Abbild eurer geöffneten Augen merken und damit die auf dem Bild geschlossenen ersetzen.

Dieser als "in-painting" bezeichnete Prozess sei zwar nicht perfekt. Wenn er aber funktioniert, soll das Ergebnis äußerst realistisch wirken, wie auch der Tweet unter diesem Artikel zeigen soll. Eine Garantie, dass die Technologie irgendwann tatsächlich bei Fotos auf Facebook zum Einsatz kommt, gibt es aber laut The Verge wohl noch nicht. Die Chancen dafür stünden allerdings sehr gut.

Unabhängig davon nähme die KI-Bildbearbeitung in Zukunft zu. Beispiele dafür seien Pixelmator und Adobe-Programme, die ähnliche Features erhalten werden und es ihren Nutzern ermöglichen sollen, Bilder ohne großes Know-how zu bearbeiten. In nicht allzu ferner Zukunft könnte künstliche Intelligenz außerdem in der Lage sein, Fotos oder Videos komplett zu verändern. Heutige KI-Foto-Features in Smartphones oder eine Bilderkennung wie bei Google Lens sind also nur der Anfang.

Weitere Artikel zum Thema
In Insta­gram Stories könnt ihr nun per Sticker Fragen stel­len
Christoph Lübben
So sehen die Frage-Antwort-Sticker in Instagram aus
Per Sticker könnt ihr jetzt in Instagram Fragen an eure Follower formulieren. Und sogar auf Gegenfragen mit einer Story antworten.
Face­book hat ein Problem mit der Unab­hän­gig­keits­er­klä­rung
Christoph Lübben1
Facebook prüft Inhalte auch durch eine künstliche Intelligenz
Eine KI von Facebook hat offenbar eine Textpassage der Unabhängigkeitserklärung entfernt. Es lag wohl ein Verdacht auf Hassrede vor.
Face­book testet neue Funk­tion gegen Spoi­ler
Francis Lido
Die Facebook-App soll euch zukünftig vor Spoilern schützen
Ihr habt Angst vor Spoilern zu eurer Lieblingsserie? Zumindest auf Facebook könnten diese auch bald seltener begegnen.

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.