Galaxy S6 edge im Video verbogen: So reagiert Samsung

Das Verbiegen von Smartphones gehört heutzutage nach dem Release eines neuen Premium-Gerätes leider zum üblichen Prozedere: Nach dem viel diskutierten Testvideo des Versicherungsanbieters Squaretrade zum Galaxy S6 edge hat Samsung nun flott Stellung genommen und einen eigenen Antwort-Videoclip online gestellt.

Das ursprüngliche Video von Squaretrade sollte zeigen, dass auch das neue Samsung Galaxy S6 edge nicht mehr Druck aushält als das iPhone 6 Plus. Apples aktuelles Spitzengerät war im vergangenen Jahr der Auslöser für die sogenannte #Bendgate-Diskussion. Bei ihr ging es darum, welche Smartphones womöglich während des Tragens in der Gesäßtasche ihre Form verlieren und verbiegen könnten.

Viel Lärm um nichts?

Auf dem offiziellen Samsung-Blog Samsung Tomorrow stellt der koreanische Hersteller nun ein schriftliches Statement samt eigenem Video online, um dem Bendtest von Squaretrade den Wind aus den Segeln zu nehmen. Wie gut dies aber funktionieren wird, bleibt abzuwarten. Samsung führt im Detail zwei Punkte an, in denen der Hersteller mit dem Test des Galaxy S6 edge unzufrieden ist: Zum einen wäre der Versuch aussagekräftiger gewesen, wenn man den Druckpunkt auch einmal auf der Rückseite des Smartphones angesetzt hätte. Zum anderen soll laut Samsung solch eine Belastung nicht den gewöhnlichen Umständen entsprechen.

Dass die Rückseite des Galaxy S6 edge sich besser im Belastungstest schlägt, mag ja sein. Man könnte sich aber auch fragen, wer sich überhaupt Gedanken darüber macht, dass er sein Smartphone lieber andersherum in der Tasche tragen sollte, weil es auf diese Weise ja etwas mehr Druck aushält.

Dass der Test eigentlich gar nicht die realen Umstände widerspiegelt, ist auch ein eher schwaches Argument. Natürlich mag dies korrekt sein, doch erinnern wir uns schließlich auch an Samsungs Werbeslogan für das Galaxy Note Edge, bei dem die Koreaner nur zu dankbar den Biege-Skandal um das iPhone 6 Plus als Vorlage nutzten. Nun zeigt sich, dass das Galaxy S6 edge bei der gleichen Belastung schlappmacht wie Apples Flaggschiff. Die Frage ist allerdings, ob das wirklich ein Problem darstellt, denn das aktuelle iPhone verkauft sich besser denn je und von verbogenen Exemplaren haben wir auch schon länger nichts mehr gehört.


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