Galaxy S7: So funktioniert das Kühlsystem

Als Samsung das Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge auf dem Unpacked Event vorgestellt hat, wurde auch eine Flüssigkühlung erwähnt. Aber wie funktioniert diese Methode genau? SamMobile hat sich schlau gemacht und erklärt, warum das Kühlsystem des Topmodells nicht das ist, wonach es zunächst klingt.

Bei Flüssigkühlung denkt so mancher vielleicht an aufgemotzte Spiele-PCs, in denen Wasser als Kühlflüssigkeit in bunten Schläuchen zum Einsatz kommt. Dafür ist in einem Smartphone natürlich nicht genug Platz. Samsung selbst nennt die Kühlmethode des Galaxy S7 und Galaxy S7 edge daher "Thermal spreading", zu Deutsch etwa "Wärmeverteiler". Im Inneren des Geräts befinden sich zwar Heatpipes, doch ist darin nur eine geringe Menge Flüssigkeit enthalten, die mit dem bloßen Auge nicht erkennbar ist. Im Sony Xperia Z5 Premium wiederum ist eine kleine Menge tatsächlich sichtbar.

Ist eine Heatpipe Flüssigkühlung?

Das hat zumindest ein Video von JerryRigEverything ergeben: Der YouTuber hat das Samsung Galaxy S7 penibel in seine Einzelteile zerlegt und zu Demonstrationszwecken auch die Heatpipe aufgeschnitten (bei 4:27) und Kupferfasern darin vorgefunden. Meist kommt Wasser oder Ethylenglycol als Kühlflüssigkeit zum Einsatz: Durch die vom Prozessor und der GPU abgegebenen Wärme verdunstet diese und wird durch die Heatpipe zu einem Kondensator geleitet, wo der Dunst dann wieder flüssig wird – und wieder zum SoC geleitet wird, woraufhin sich der Kreislauf wiederholt.

Das Microsoft Lumia 950 XL ist mit einer ähnlichen Kühlmethode ausgestattet und ist laut Microsoft "flüssiggekühlt". Die Zuschauer von JerryRigEverything sind sich einige: Das ist irreführend und sollte nicht so heißen. Auf die Frage "Sollte eine Heatpipe 'Flüssigkühlung' genannt werden", antworteten nur 18 Prozent mit "Natürlich!", während 81 Prozent der Aussage "Auf keinen Fall! Nicht mal annähernd!" zustimmten. Was mit dem fehlenden Prozent ist, bleibt unklar. Vielleicht ist es einfach verdampft.


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