LG G Watch Urbane LTE angetestet: Telefon am Handgelenk

Mit der G Watch Urbane hat LG auf dem MWC eine edle Smartwatch präsentiert. Die pusht in bester Android-Wear-Manier aber lediglich Benachrichtigungen vom Smartphone aufs Handgelenk. Mit dem Zusatz "LTE" allerdings bekommt Ihr ein Telefon fürs Handgelenk.

Denn die LG G Watch Urbane LTE verfügt, wie der Name schon erahnen lässt, über ein LTE-Modul. Damit ist das Gadget zwar neben der Gear S von Samsung nicht die erste Smartwatch, die kein Smartphone für die Datenverbindung benötigt. Allerdings handelt es sich um die erste Smartwatch mit LTE-Unterstützung. Damit könnt Ihr nicht nur schneller Daten aus dem Netz abrufen, über ein integriertes Mikrofon und einen Lautsprecher lässt es sich mit dem Gadget auch in bester "Knight Rider"-Manier telefonieren.

Mit Blick auf die Mobilfunk-Features verwundert es nicht weiter, dass LG bei der Watch Urbane LTE auch vom Betriebssystem der Standard-Ausführung abrückt. Denn Android Wear ist nicht für direkte Datenverbindungen ins Internet geeignet. Deswegen setzt das unabhängige Schwestermodell auf die eigens entwickelte "LG Wearable Platform" als Betriebssystem. Die restliche Hardware ist ebenfalls dezent aufgemotzt: Statt mit 512 MB RAM arbeitet die Watch Urbane LTE mit 1 GB, der Akku wurde von 410 mAh auf 700 mAh vergrößert. Die Funktionen der Standard-Variante sind natürlich ebenfalls integriert: Schrittzähler, Barometer, Kompass und Co. sind mit an Bord.

Der erste Eindruck: Wenn auch etwas klobiger als der kleine Bruder LG G Watch Urbane, ist die LTE-Version ein schönes Stück Technik. Doch es ist unklar, wann und ob die Smartwatch überhaupt nach Deutschland kommt. Preise hat LG bislang ebenfalls nicht bekanntgegeben. Wir würden uns freuen, wenn die Auswahl an eigenständigen Smartwatches größer wird.


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