LG rockt die CES: Roboter, sprechende Kühlschränke und superdünne Fernseher

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Der LG Oled TV W haftet mit Magneten an der Wand
Der LG Oled TV W haftet mit Magneten an der Wand(© 2017 LG)

Keine Smartphones, keine Tablets, dafür ein smarter Kühlschrank, jede Menge Roboter – und ein unfassbar dünner Fernseher. LGs Keynote auf der diesjährigen CES hatte es in sich.

Zwar hat LG zur CES 2017 gleich fünf Smartphones im Gepäck, auf der Keynote spielten sie aber gar keine Rolle. Stattdessen nutzten die Südkoreaner die Veranstaltung, um die eigene Vorstellung vom smarten Zuhause zu präsentieren. Einfach gesagt, geht es darum, sämtliche Haushaltsgeräte mit WLAN auszustatten und sie miteinander zu vernetzen. Egal, ob Staubsaugerroboter, Waschmaschine oder Klimaanlage. Alles wird untereinander vernetzt, erhält Zugriff auf die Cloud und sollt mit der Zeit immer smarter werden.

So lernt etwa der Staubsaugerroboter nach und nach die Wohnung und seine Bewohner kennen, merkt sich, in welchen Bereichen Kabel liegen und vermeidet diese Stellen selbstständig. Außerdem kann er die Hausbewohner erkennen und „umsaugen“. Ein „Trial and Error“-Prinzip gibt es also nicht. Die Klimaanlage merkt sich die Lieblingstemperatur der Bewohner und stellt diese ein, bevor Ihr nach Hause kommt, die smarte Waschmaschine erkennt hartes Wasser automatisch und beugt so Kalk vor.

LG InstantView: Alexa wohnt im Kühlschrank

LG Smart Instaview Refrigerator(© 2017 LG)

Ein Highlight im Smart-Home-Angebot ist der Kühlschrank LG InstantView. Er kommt, wie der Family Hub von Konkurrent Samsung, mit einem Touchscreen. Über den könnt Ihr Rezepte nachschlagen, die Einkaufsliste aktualisieren, Notizen aufschreiben, Musik streamen oder den Wetterbericht ansehen. Alternativ könnt Ihr dem Kühlschrank auch Sprachbefehle geben. Möglich macht es die Integration von Amazons künstlicher Intelligenz Alexa. Zugtickets mit dem Kühlschrank buchen? Kein Problem.

Seid Ihr unterwegs, stellt Ihr per Smartphone-App eine Verbindung zum InstantView her und seht Euch per Kamera den Bestand an. Darüber hinaus lassen sich Lebensmittel und Ablaufdaten eintragen. Eklige Überraschungen bleiben somit erspart. Geblieben ist die Klopf-Funktion: Klopft Ihr zweimal gegen das Display, wird es durchsichtig und Ihr könnt in den Kühlschrank schauen, ohne die Tür zu öffnen.

Aufmarsch der Roboter

LG Robot(© 2017 LG)

Damit Ihr in Eurem Smart Home und all den vernetzten Geräten nicht untergeht, hat LG zusätzlich noch den Roboter Hub vorgestellt. Er ist mit den smarten Gadgets vernetzt und kann somit auf Kommando zum Beispiel die Klimaanlage einschalten. Außerdem dient er als persönlicher Assistent, der Euch mit der Wettervorhersage versorgt, Euch die Nachrichten vorliest oder Musik streamt. Darüber hinaus ist der Hub in der Lage, einzelne Personen zu erkennen und, vorheriges Programmieren vorausgesetzt, unterschiedlich mit Familienmitglieder zu interagieren.

Zwei weitere neue Roboter sind für den „öffentlichen“ Dienst gedacht. Der Airport Guide Robot kommt an Flughäfen zum Einsatz. Er scannt Flugtickets und versorgt Reisende mit wichtigen Informationen zu ihren Flügen wie der richtigen Gate-Nummer. Die Details zeigt er auf einem riesigen gebogenen Bildschirm an, der ans LG G Flex erinnert. Für Ordnung sorgen soll der Airport Cleaning Robot. Der ist im Prinzip die große Version eines Saugroboters.

Ein Fernseher wie ein Poster

LG Oled TV W(© 2017 LG)

Gar nichts mit all den anderen Produkten zu tun hat der OLED-Fernseher LG Signature W. Bei CURVED berichten wir ja eigentlich nicht über TV-Geräte. Dieses Modell will ich Euch aber nicht vorenthalten. Interessant ist er nicht nur durch die verbesserte Farbdarstellung oder die im Vergleich zu Vorjahresmodellen um 25 Prozent gesteigerte Helligkeit, sondern weil er verdammt dünn ist. Das Panel misst gerade einmal 2,57 Millimeter in der Dicke.

Das macht den Fernseher gleichzeitig leicht. So leicht, dass er mit einer Magnethalterung an der Wand befestigt werden kann. Eine Lücke zwischen Wand und TV gibt es dann nicht mehr. Intern hat der Signature W deswegen auch den Spitznamen „Wallpaper“. „Wow“ würde es aber auch treffen.