Microsoft Send: Neue E-Mail-App im Look eines Messengers à la WhatsApp

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Microsoft Send sieht auf den ersten Blick nach einer typischen Messenger-App aus
Microsoft Send sieht auf den ersten Blick nach einer typischen Messenger-App aus(© 2015 Microsoft)

Microsoft möchte die Lücke zwischen E-Mail und Messenger schließen – mit einer neuen App namens Send. Diese verwaltet E-Mails im Stil eines Messengers wie WhatsApp oder auch iMessage und verzichtet dabei auf alles, was Mails umständlich macht.

Das Konzept von Send fußt auf einem ganz praktischen Problem, wie Microsoft im dazugehörigen Blogeintrag beschreibt: Ihr möchtet Arbeitskollegen schnell und ohne hinderliche Formalitäten etwas mitteilen, habt allerdings nur die E-Mail-Adresse und keine Handynummer oder gar Messenger-Kontakt zu dieser Person. Microsoft will mit Send genau diese Lücke füllen und verzichtet dafür auf typische E-Mail-Formalitäten wie eine Betreffzeile, Signaturen und Grußformeln.

E-Mail im Messenger-Stil – und trotzdem auch im Outlook-Posteingang zu finden

Ihr öffnet einfach die App, seht eine Liste Eurer zuletzt aktiven und häufig genutzten Kontakte und könnt diese direkt addressieren wie in einem Messenger. Hat der Empfänger ebenfalls Send auf seinem iPhone installiert, erreicht ihn Eure Nachricht als Send-Mitteilung. Gleichzeitig wird sie aber auch als E-Mail versandt, damit Ihr auch in Outlook Zugriff auf Eure Send-Konversationen habt – diese bekommen automatisch den Betreff "#send mit [Name]". Verfügt Euer Gesprächspartner nicht über Send, bekommt er die Nachricht eben nur als Mail. Um Euch nicht zu überfluten, zeigt die Send-App selbst nur Konversationen an, die mit ihr gestartet wurden – der Messenger bleibt damit Messenger.

Microsoft Send ist vorerst nur als iPhone-App veröffentlicht worden, Versionen für Android un Windows Phone sollen aber bald folgen. Aktuell ist die App nur in den USA und Kanada verfügbar und setzt außerdem ein Office 365-Konto voraus und richtet sich vornehmlich an professionelle Anwender. Wann Send nach Europa kommt, verriet Microsoft bisher nicht.