Neue Werbespots zur Apple Watch: Auf der Suche nach der Killer-App

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Was macht die Apple Watch unentbehrlich? Neue Clips wollen eine Antwort geben
Was macht die Apple Watch unentbehrlich? Neue Clips wollen eine Antwort geben(© 2015 Unsplash/Crew)

Seit die Apple Watch im vergangenen Herbst vorgestellt wurde, versucht Apple, die Frage zu beantworten: Wozu braucht man das? Nun gibt es vier neue Werbeclips für die Smartwatch. Und die Frage bleibt für mich immer noch unbeantwortet.

Smartwatches sind im Kommen. Bestimmt. Ganz sicher. Und Du willst auch eine, nämlich meine. Das versuchen uns die Hersteller seit dem vergangenen Jahr immer wieder einzubläuen. Betrachtet man die Verkaufszahlen, scheint sich die Message aber in den Köpfen der Menschen nicht so richtig zu verfangen. Selbst die Verkäufe der Apple Watch scheinen nach einem starken Start einzubrechen. Der Grund könnte sein, dass selbst die Hersteller immer noch nicht so genau sagen können, warum genau wir uns jetzt alle eigentlich eine Smartwatch kaufen sollen.

Denn auch wer schon mal eine getragen hat, sagt meist: Es ist zwar wirklich toll, das Smartphone seltener aus der Tasche ziehen zu müssen. Zwischen 100 und 500 Euro für eine durchschnittliche Smartwatch ist es aber selten wert. Und Apple hätte noch deutlich teurere Modelle im Angebot.

Mit vier Clips gegen die Smartwatch-Sinnkrise

Mit vier neuen Werbeclips will Apple nun endlich zeigen, was die Apple Watch so unverzichtbar macht. Bloß, es gelingt meiner Meinung nach nicht. So geht es in zwei Clips jeweils um einen Trip nach Berlin und Peking. Die Apple Watch hilft eifrig beim Übersetzen, lädt den Text des laufenden Lieds herunter und zeigt, wo sich die Freundin befindet. Das kann man aber alles auch ohne Smartwatch - mit dem iPhone. Das Problem für technisch vielleicht weniger Versierte: Schaut man nur die Clips, würde man nie auf die Idee kommen, dass die Uhr eine konstante Verbindung zum iPhone braucht. Das findet in den Clips nämlich einfach nicht statt. Aber da warten wir mal auf die kommende Version des WatchOS, die mehr eigenständige Features für die Smartwatch bringen soll.

Die anderen beiden Clips retten den Eindruck meiner Auffassung nicht. Klar, auch sie sind hübsch anzusehen und mit netter Musik unterlegt. Doch weder der Sport-Video noch die Werbung mit der über die Apple Watch erreichte Nähe kann darüber hinwegtäuschen, dass alles, was hier passiert, auch ohne ein rund 400 Euro teures Zusatz-Gadget erreichbar wäre. Denn mal ehrlich: Wer durch ein Tic-Tac-Toe-Spiel im Flugzeug seinem Kind näher kommen möchte, sollte sich andere Gedanken machen als über den Kauf einer Apple Watch.

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