Pokémon GO im Let's Play: So funktioniert das Gameplay [mit Video]

Pokémon GO ist da. Ich habe mir das Spiel gleich installiert und nehme Euch mit auf meine erste Monsterjagd durch Hamburg-Ottensen.

Ganz offiziell ist Pokémon GO hierzulande noch nicht erschienen, aber sprachlich und mit allen Inhalten schon für Deutschland angepasst. Mit kleinen Tricks könnt Ihr die App bereits für iOS und für Android installieren. Pokémon GO ist ein "Augmented Reality"-Spiel, bei dem Ihr nicht bequem auf dem Sofa sitzt, sondern durch die Straßen lauft. Dort fangt Ihr Pokémon ein, sammelt Pokébälle und andere Gegenstände an Pokéstops und lasst Eure Pokémon in Arenen gegen die Monster anderer Poké-Trainer antreten.

So spielt sich Pokémon GO

Die Pokémon tauchen immer plötzlich auf, wenn Ihr durch die Straßen lauft. Das Smartphone vibriert , und wenn Ihr es auf der Karte neben Eurem Avatar entdeckt habt und mit dem Finger darauf tippt, startet die Kamera des Smartphones. Mit dieser müsst Ihr das Pokémon auf der Straße finden, mit einem Pokéball bewerfen und so einfangen. Momentan ist im Pokédex Platz für 109 verschiedene Pokémon. Da werden bestimmt noch viele weitere im Laufe der Zeit hinzukommen.

Die Pokébälle erhaltet Ihr an den sogenannten Pokéstops, die über die gesamte Stadt verteilt sind. Nicht nur an bekannten Sehenswürdigkeiten, sondern auch an anderen auffälligen Punkten wie Graffitis, Plätzen oder Schildern an Häusern. Seid Ihr nah genug an einem Pokéstop – der Toleranzbereich ist bis zu 20 Meter groß – "erntet" Ihr mit einem Wisch über den Touchcscreen ab. Ich habe so bisher etliche Pokébälle und einige Eier gefunden. Zur Erklärung: Die Eier lassen sich in Brutmaschinen ausbrüten, wobei ich dafür bei meinen fünf Eiern zwischen zwei und zehn Kilometer laufen muss.

Die Pokémon in Eurem Besitz könnt Ihr anschließend entwickeln und mit Power-Ups verbessern. Hierzu braucht Ihr Sternenstaub und Bonbons. Beides erhaltet Ihr, wenn Ihr weitere Pokémon des gleichen Typs fangt - und Bonbons immer, wenn Ihr ein Monster an Professor Willow schickt. Das lohnt sich, damit Eure Pokémon die Kämpfe in den ebenfalls über die Stadt verteilten Arenen gewinnen können. Dies geht allerdings erst ab Level 5. Ich stecke noch in Level 4. Schließlich muss ich nebenbei ja noch arbeiten! Details werde ich nachliefern.

Habt Ihr eine Arena eingenommen, solltet Ihr einen Pokémon zur Verteidigung dort stationieren. Ein Monster ist aber keine große Verteidigung. Deswegen könnt und solltet Ihr Euch mit anderen Spielern zu Teams zusammenschließen. Jedes Teammitglied darf dann ein Pokémon in einer Arena postieren. Sobald Ihr Level fünf erreicht habt, könnt Ihr eine Arena betreten und müsst Euch beim ersten Besuch für ein Team entscheiden. Blau, Gelb oder Rot. Anschließend könnt Ihr in Arenen Eures Team, die manchmal auch Gym genannt werden, Eure Pokémon trainieren.

Erster Tag: viel Spaß, leere Akkus und Pokémünzen

Pokémon GO bringt sogar Menschen Spaß, die bisher noch nicht viel mit den kleinen Monstern zu tun hatten. Man muss nur bereit sein, als Smartphone-Zombie durch die Stadt zu laufen und darf sich nicht von den irritierten Blicken der Passanten abschrecken lassen, wenn man mit der Smartphone-Kamera ein Pokémon sucht. Ich bin gespannt, ob der Spielspaß länger als ein paar Tage anhält.

Wenn Ihr Pokémon GO spielt, solltet Ihr immer einen externen Akku dabei haben. Ich habe in etwa einer Stunde Spielzeit 50 Prozent der Batterie meines OnePlus 2 verbraucht. Kein Wunder: Das Display ist nicht nur an, sondern damit man draußen auch etwas erkennt,ist es auch sehr hell eingestellt. GPS und das mobile Internet müssen ebenfalls aktiviert sein. Aber immerhin hält sich der Datenverbrauch in Grenzen. Knapp zehn Megabyte von meinem Datenvolumen gingen für die Spielrunde drauf.

Eine Sache noch: Pokémon GO ist grundsätzlich kostenlos, bietet aber In-App-Käufe an. Irgendwie wollen Google und Nintendo, die zusammen mit Niantic und der Pokémon Company hinter dem Spiel stehen, ihre Investition von 20 Millionen Euro wieder einnehmen. Im Spiel könnt Ihr mit Pokémünzen Gadgets wie Pokébälle, Rauchkapseln, Glücks-Eier, Lockmodule und Ei-Brutmaschinen und Beutel-Plus sowie Pokémon-Aufbewahrung-Plus als Upgrades kaufen. Die Pokémünzen wiederum kosten echtes Geld: 100 Stück gibt es für 99 Cent. Für die größte Einheit von 14.500 Münzen zahlt Ihr stolze 99,99 Euro.


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