Project Ara beerdigt: Kein modulares Smartphone von Google

Das Aus für Project Ara? Viele von Euch kennen das: Nach einigen Jahren legt man die Bausteine weg und beschäftigt sich mit anderen Dingen. So hat es auch Google getan. Gemeint sind hier allerdings keine Bauklötze für Kinder sondern ein modulares Smartphone aus verschiedenen Bauteilen. Doch die Idee stirbt mit dem Projekt nicht.

Schon im Jahr 2014 haben wir über Project Ara berichtet. Das modulare Smartphone war ursprünglich schon für einen Release im Jahr 2015 geplant. Die Idee hinter diesem Projekt ist auch recht innovativ: Anstatt nur eine modulare Schnittstelle für Zubehör zu besitzen, so wie Ihr es vom LG G5 kennt, wollte Google ein komplett modulares Smartphone veröffentlichen. So hättet Ihr beispielsweise eine Kamera, Lautsprecher, Display oder vielleicht sogar den internen Speicher  frei wählen können – ein Smartphone aus dem Baukasten.  Nach 2 Jahren ein neues Gerät kaufen? Nein. Mit Project Ara hättet Ihr einfach nur ein paar Module tauschen müssen. Laut 9to5Google wurde das Projekt allerdings jetzt eingestellt.

"Es ist frustrierend für die weltweiten Fans"

So hat sich Dan Makoski, Head of Design der Google "Advanced Technology and Projects"-Gruppe (kurz: ATAP) und Project Ara-Gründer, zu Wort gemeldet und das Ende kommentiert: "Für die Teams, die so hart an der Umsetzung dieses Projekts gearbeitet haben, ist es sehr enttäuschend. Für die Entwickler, die Ihre Ideen lebendig lassen wollten, ist es entmutigend. Und natürlich ist es frustrierend für die weltweiten Fans, die Ara eines Tages in den Händen halten wollten."

Die Entscheidung von Rick Osterloh, Senior Vice President der Google Hardware Division, kann Makoski nur zum Teil verstehen: "Ich bin persönlich sehr traurig, dass die Courage fehlt, Project Ara über die Ziellinie zu bringen. Doch ich kenne und respektiere Rick Osterloh. Er war einer der Wenigen, die mich ermutigt haben, als ich die Idee zum Projekt vorstellte. Deshalb glaube ich, dass er gute Gründe hatte." Doch das Ende von Project Ara könnte diese Entscheidung nicht bedeuten. Es bleibt nämlich offen, ob die Technologie von einem anderen Unternehmen lizenziert wird, oder ob Ara in Zukunft vielleicht von Google selber wieder weiterverfolgt wird. Somit könnte uns Project Ara vielleicht doch noch erwarten – wenn auch nicht unter diesem Namen.


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