Sicherheitslücke: Sperrbildschirm beim Samsung Galaxy S3 und Galaxy Note 2 umgehbar

Erst das iPhone, jetzt das Samsung Galaxy S3 und das Samsung Galaxy Note 2: Wie kürzlich bekannt wurde, lässt sich auf den beiden Top-Modellen von Samsung der Sperrbildschirm relativ leicht umgehen – eine gefährliche Sicherheitslücke.

Lockscreen lässt sich mit Trick umgehen

Eigentlich soll der Sperrbildschirm das Smartphone ja vor unbefugtem Zugriff schützen, doch mit einem relativ einfachen Trick lässt sich dieser umgehen. Dazu muss eine bestimmte Button-Kombination relativ schnell hintereinander gedrückt werden: Man wählt über den Sperrbildschirm die Notruf-Funktion und geht dort dann auf den Button „Notfallkontakte“. Wenn man jetzt den physikalischen Home-Button ganz schnell gefolgt vom Power-Button drückt, hat man den Lockscreen sowohl beim Samsung Galaxy S3 als auch beim Samsung Galaxy Note 2 umgangen. Mit einem weiteren Drücken des Power-Buttons ist man dann auf dem Homescreen des Smartphones.

Das Timing ist entscheidend

Wie Dante D'Orazio von The Verge berichtet, ist es zwar nicht ganz einfach, das richtige Timing zu erwischen, aber es ist durchaus möglich und vor allem: Für jeden machbar, nicht nur für diejenigen, die sich richtig gut auskennen. Der Lockscreen ist nach der Anwendung dieses kleinen Tricks so lange hinfällig, bis das Samsung Galaxy S3 oder das Samsung Galaxy Note 2 neu gestartet werden. Dabei ist es übrigens egal, mit welcher Methode der Lockscreen gesichert wurde, Zahlencode, FaceUnlock oder mit einem Muster.

Das Samsung Galaxy Note 2 und das Samsung Galaxy S3 unter Android 4.2.1 können mit einem einfachen Trick geknackt werden. (Bild: Samsung)

Sicherheitslücke ermöglicht vollen Zugriff auf Smartphone

Wendet man diese Methode an, um den Lockscreen des Samsung Galaxy Note 2 oder des Samsung Galaxy S3 zu umgehen, dann hat man den vollen Zugriff auf das Smartphone, von der Benachrichtigungsleiste einmal abgesehen. Samsung hat sich bislang noch nicht zu der Sicherheitslücke geäußert. Nach aktuellem Stand der Dinge, kann der Nutzer selbst nichts tun, um sich bzw. sein Smartphone zu schützen. Besitzer eines Samsung Galaxy S3 oder eines Samsung Galaxy Note 2 müssen auf ein Software-Update von Samsung warten. Es ist nicht die erste Sicherheitslücke, die Samsung-Geräte betrifft. Bereits im Herbst 2012 wurde bekannt, dass sich das Samsung Galaxy S3 und andere Smartphones aus der Ferne resetten lassen.