So geht Apple gegen undichte Stellen vor

Tim Cook hat ein Problem mit Leaks
Tim Cook hat ein Problem mit Leaks(© 2014 Apple)

Apple will keine Leaks mehr: Schon Monate, bevor ein Smartphone der großen Hersteller auf den Markt kommt, tauchen gewöhnlich diverse Gerüchte im Netz auf, die mutmaßliche Details über das Gerät verraten. Dadurch erhalten meist nicht nur Nutzer einen Ausblick auf ein kommendes Produkt, sondern auch die Konkurrenz – was geschäftsschädigend sein kann. Apple begibt sich daher offenbar konsequent auf die Suche nach allen undichten Stellen im Unternehmen.

Vor einigen Wochen hat Apple laut The Outline ein internes Meeting abgehalten, das übersetzt den Titel "Leaker stoppen – Geheimnisse bei Apple bewahren" getragen hat. Offenbar wurden Inhalte dieser Leaker-Veranstaltung nun geleakt. Demnach beschäftigt Apple ein "Global Security Team" mit Ermittlern, das etwa die Quelle von Gerüchten und vorab veröffentlichten Produktbildern ausfindig machen soll. Einige der Mitarbeiter dieses Teams sollen zuvor beim FBI oder dem Secret Service gearbeitet haben.

Eine Frage der Zeit

Dabei gebe die Sicherheits-Abteilung auch dann nicht auf, wenn sie die Quelle eines Leaks nicht auf Anhieb entdecken. In einem Fall habe es bis zu drei Jahre gedauert, ehe die entsprechende Person ausfindig gemacht wurde. Das Unternehmen muss hier womöglich auch konsequent vorgehen: Offenbar werden Leaker aus den eigenen Reihen ein immer größeres Problem. Angeblich sind 2016 vor dem Release des iPhone 7 mehr Informationen zum Smartphone durch Mitarbeiter von Apple selbst ins Netz gelangt, als aus der Zuliefererkette.

Leaks sollen besonders Auswirkungen auf das berühmte "One more thing" haben, das Apple zur überraschenden Vorstellung von neuen Produkten auf den Keynotes nutzt. Wenn vorab Informationen an die Öffentlichkeit gelangen, ist die Überraschung weniger bedeutungsvoll. Gut funktioniert habe die Geheimhaltung übrigens beim HomePod: Zwar sei durchgesickert, dass Apple an einem Smart-Home-Lautsprecher arbeitet, doch sowohl Design als auch die genauen Funktionen des Gerätes selbst sind vorab nicht in der Gerüchteküche aufgetaucht.

Noch ist unklar, ob der Zeitpunkt dieses Meetings etwas mit dem iPhone 8 zu tun haben könnte. Womöglich sind in den vergangenen Monaten gleich mehrere Details zu dem Smartphone ins Netz gelangt, die von einer Insider-Quelle bei Apple stammen – und somit der Wirklichkeit entsprechen.


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