Sonos One und Sonos Play:1 im Vergleich: Lautsprecher im Eins-gegen-Eins

Der Sonos 1:Play und der Sonos One
Der Sonos 1:Play und der Sonos One(© 2018 Sonos; CURVED)

Diese beiden Lautsprecher haben fast identische Namen und doch sind der Sonos One und der Sonos Play:1 nicht komplett gleich. Wo die Unterschiede liegen, erklären wir euch hier.

Wer schon einmal überlegt hat, sein Zuhause mit WLAN-fähigen Lautsprechern auszustatten, der ist mit Sicherheit auch schon auf die Marke Sonos gestoßen. Dass das Unternehmen nicht umsonst mit gutem Sound wirbt, davon konnten wir uns bereits in diversen Tests, etwa zur Sonos Playbase überzeugen. Auch der Sonos One und der Sonos Play:1 sorgen jeweils für guten Sound. Da aber beide Lautsprecher eine ähnliche Bezeichnung tragen, kann man sie leicht miteinander verwechseln. Wo liegen eigentlich die Unterschiede?

Ähnlich, aber nicht gleich

Optisch gibt es schon einmal kaum welche: Beide Lautsprecher haben den gleichen Formfaktor, die gleichen Abmessungen (161,45 x 119,7 x 119,7 Millimeter) und mit 1,85 Kilogramm wiegen sie auch gleich viel. Erst bei der Farbgebung gibt es Unterschiede. So gibt es zwar beide Lautsprecher in einem dunklen und einem hellen Ton, allerdings wirken die Farben beim neueren Sonos One deutlich moderner als beim Sonos 1:Play.

Bei Letzterem ziert ein silbernes Band den Übergang vom Lautsprechergrill zum oberen und unteren Teil. Beim One löst Sonos das durch einen weißen Übergang besser. So sieht der Lautsprecher deutlich schlichter, aber auch zeitgemäßer aus. Außerdem unterschieden sich beide Lautsprecher von oben. Der Play:1 hat klassische Bedienelemte, also echte Tasten. Beim One gibt es dagegen Sensortasten ohne echten Druckpunkt. Und eine LED. Wozu die gut ist, dazu kommen wir gleich. Was beide wiederum gemeinsam haben, sind die Anschlüsse. Sowohl der One als auch der Play:1 kommen neben dem Stromanschluss mit jeweils einem LAN-Anschluss fürs im Lieferumfang enthaltene Netzwerkkabel.

Auf der Oberseite des Sonos One finden sich die sensitiven Tasten.(© 2017 CURVED)

Die Funktionen: WLAN und AirPlay, kein Bluetooth

Das sollte aber nur zum Einsatz kommen, wenn eure WLAN-Abdeckung zuhause nicht optimal ist. Denn eigentlich werden beide Sonos-Lautsprecher mit dem kabellosen Netzwerk verbunden. Nur der Sonos One unterstützt auch Apples Übertragungsstandard AirPlay 2, der mit iOS 11.4 auf dem iPhone und iPad eingeführt wurde. Bluetooth können dagegen beide Lautsprecher nicht.

Die Musik kommt vom Smartphone auf die Lautsprecher. Ein nützliches Tool dafür ist die Sonos-App, mit der ihr eure Konten bei Apple Music, Spotify und Co. koppelt. Über diese könnt ihr, wenn ihr mehrere Boxen im Einsatz habt, ein Multiroom-System steuern und bestimmen, welche Musik in welchem Raum spielen soll. Außerdem könnt ihr Lautsprecher der gleichen Serie zu einem System zusammenschließen. Aber Achtung: Ein Sonos One arbeitet in diesem Fall nur mit einem Sonos One, nicht aber mit einem 1:Play zusammen.

Der größte Unterschied zwischen den beiden Boxen sind aber die sechs Mikrofone, mit denen der Sonos One ausgestattet ist. Die erfüllen auch einen Zweck: Denn der neuere Lautsprecher ist mit Amazons Assistent Alexa ausgestattet. Wie die Echo-Lautsprecher des Versandhändlers hört auch der Sonos One auf den Zuruf "Alexa". Hat der Lautsprecher euch gehört, leuchtet die LED als Zeichen, dass die Mikros jetzt "lauschen", Grün auf. Im Test mussten wir allerdings feststellen, dass der Gedanke dahinter zwar löblich ist, man aber sehr genau hinschauen muss, ob am Sonos One gerade etwas leuchtet.

Der Sonos Play:1 wird mit Hilfe eines Echo Dot smart.(© 2017 Sonos)

Beim 1:Play ist die Sache eindeutig: Ohne Mikrofone kann schließlich auch niemand mithören. Auf Alexa müsst ihr deswegen aber nicht zwangsläufig verzichten. Mit einem Amazon Echo oder dem kleinen günstigen Echo Dot könnt ihr die Sprachassistenz ganz einfach nachrüsten.

Sonos gehört zum guten Ton

Dass Sonos für den guten Ton steht, das muss man keinem sagen. Beide Lautsprecher sind laut Datenblatt mit je zwei digitalen Verstärkern, einem Hochtöner und einem Mitteltöner identisch ausgestattet. Deswegen ist es auch kein Wunder, dass beide Sonos-Boxen gleich gut klingen. Besonders überzeugen die eher kompakten Lautsprecher in der Tiefe.  Wer mag, stimmt Bass und Höhen per Equalizer manuell ab – das klappt auch individuell für jeden Raum.

Fazit: Es kann nur einen geben – oder?

Der Sonos One kann AirPlay und kommt mit integrierter Alexa-Funktion, ist also fit fürs Smart Home. Aber ist neu deswegen auch besser? Das kommt darauf an. Die Unterstützung durch einen smarten Assistenten ist zum Beispiel nicht jedermanns Sache. Es gibt genug Leute, die sich in Gegenwart eines Gerätes, das mit Mikrofonen ausgestattet ist, eher unwohl fühlen. Gehört ihr dazu, greift ihr zum Sonos 1:Play. Der klingt ebenso wie der One gut, interessiert sich aber nicht dafür, was ihr sagt. Wollt ihr dagegen Smart-Home-Geräte steuern und nicht zusätzlich in einen Echo investieren, seid ihr mit dem Sonos One besser beraten. Dann müsst ihr allerdings auch mehr ausgeben: Den Sonos 1:Play verkauft der Hersteller für 179 Euro, den Sonos One für 229 Euro. Für einen kurzen Zeitraum vertreibt Sonos sogar ein Bundle aus zwei Sonos One zum Preis von 399 Euro.

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