Spielzeug-"Spion": Google patentiert Teddy mit Kameras und Mikro

Google stellt sich Kuscheltiere als "natürliche" Bedieneinheiten für das Smart Home vor
Google stellt sich Kuscheltiere als "natürliche" Bedieneinheiten für das Smart Home vor(© 2015 CC: Flickr/srslyguys)

Plant Google einen Spion im Kinderzimmer? Wie nun bekannt wurde, hat das Unternehmen bereits vor drei Jahren ein Patent eingereicht, in dem High-Tech-Toys beschrieben werden. In dem Dokument sind zwei Zeichnungen enthalten, die einen Spielzeug-Hasen und einen Teddybären zeigen – ausgestattet mit Kamera, Mikrofon und Lautsprechern.

Laut BBC sei das Spielzeug dazu gedacht, um Geräte im Smart-Home-Netzwerk zu steuern. So sollen die Kuscheltiere ihren Kopf zu den Nutzern drehen können und diesen zuhören – um anschließend Befehle per WLAN an andere Geräte zu senden. Das Spielzeug soll merken können, wenn ein Mensch Augenkontakt zu ihm herstellt. Die entsprechende Akte ist auf der Seite des US-Patentamts einsehbar.

Kein Release des neugierigen Spielzeugs?

Google selbst sei sich noch nicht sicher, ob aus dem Patent tatsächlich Produkte hervorgehen sollen, die auf dem Markt erhältlich sein werden. Ein Sprecher des Suchmaschinenriesen äußerte sich dementsprechend uneindeutig: "Wir archivieren Patent-Anträge zu einer Vielzahl von Ideen, die unseren Mitarbeitern einfallen", sagte er. "Einige dieser Ideen werden später zu echten Produkten oder Diensten, andere nicht. Mögliche Produktankündigungen gehen nicht zwangsläufig von unseren Anträgen für Patente aus."

Als Erfinder der Spielzeug-Spione wird in dem Dokument Richard Wayne DeVaul aufgeführt, dessen Job-Beschreibung bei Google treffenderweise "director of rapid evaluation and mad science" lautet. Offenbar sollen die Kuscheltiere auch in der Lage sein, dank eingebauter Motoren menschliche Reaktionen zu imitieren. Als Ausdruck von Neugier beispielsweise sollen sie den Kopf neigen können; oder heben, um erhöhte Aufmerksamkeit zu signalisieren.

Die Technologie in Spielzeug zu verpacken, ist dabei ein bewusster Vorgang: "Kleine Kinder würden vermutlich von dieser Form angesprochen werden", schreibt DeVaul in dem Dokument. Auf diese Weise stünden Menschen aller Altersklassen ein "natürlicheres" Nutzer-Interface zur Verfügung als mit herkömmlichen Fernbedienungen.


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