Spotify ändert Nutzungsbedingungen – und will plötzlich Eure Fotos sehen

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Der Musik-Streamingdienst Spotify hat seine Nutzungsbedingungen deutlich verändert
Der Musik-Streamingdienst Spotify hat seine Nutzungsbedingungen deutlich verändert(© 2015 CURVED Montage)

Spotify macht sich unbeliebt: Der Musik-Streamingdienst hat seine Nutzungsbedingungen geändert und nun können Nutzerdaten abgegriffen und werblich genutzt werden. Spotify hat gegenüber t3n bereits auf die Kritik reagiert, jedoch ist die Erklärung sicher nicht für jeden zufriedenstellend: Es werden nur Daten von Spotify-Nutzern ohne Premium-Zugang an Werbepartner weitergereicht.

Update 21. August, 16:30 Uhr: Spotify-CEO Daniel Ek hat mittlerweile über den Blog des Streaming-Dienstes eine Entschuldigung samt längerer Erklärung zu den Änderungen veröffentlicht. Darin heißt es, dass kein Nutzer dazu gezwungen wird, beispielsweise seine Fotos, Kontakte und Position mitzuteilen. Welche Auswirkungen es genau hat, wenn der Nutzer keines dieser Rechte einräumt, wird leider nicht abschließend geklärt. Ek kündigt aber an, die Datenschutzerklärung von Spotify in den kommenden Wochen zu überarbeiten und überschaubarer zu machen.

Originalmeldung vom 21. August, 14:17 Uhr: In Zukunft sammelt Spotify also offenbar weitreichend Informationen über seine Zuhörer. Der Musik-Dienst ändert nämlich seine Nutzungsbedingungen, wie Forbes berichtet, und sichert sich darin umfänglichen Zugang zu Nutzerinformationen. So können ganz legal Fotos, Kontakte und Mediendateien abgegriffen werden. Dank GPS-Zugriff erfährt Spotify auch, wo Ihr Euch aufhaltet. Darüber hinaus sichert sich der Streaming-Anbieter Zugriff auf weitere Informationen, die mit Smartphone-Sensoren aufgenommen werden.

Premium-Nutzer bleiben verschont

Zunächst die gute Nachricht: Mit den gesammelten Daten soll das Nutzererlebnis verbessert werden. So könnten die "Running"-Funktion und andere Features demnächst noch weiter optimiert werden. Doch dabei bleibt es nicht: Auch die Weitergabe an dritte Werbepartner wird gesichert. Damit soll es möglich sein, "verkaufsfördernde Inhalte zu senden" – personalisierte Werbung ist hier das Stichwort. Insgesamt soll eine bessere Personalisierung ermöglicht werden. Immerhin sollen die Informationen nur anonymisiert versendet werden.

Eine echte Möglichkeit, sich gegen die Spotify-Spionage zu wehren, gibt es nicht. Eine Ausnahme macht der Steamingdienst jedoch: Daten von Spotify Premium-Nutzern bleiben unberührt. Wer nicht will, dass seine Daten weitergegeben werden, muss also in Zukunft doch für seine Musik bezahlen oder aber auf Spotify verzichten.


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