Spotify und Co. sorgen für die meisten Umsätze in der Musikindustrie

Spotify gehört zu den beliebtesten Musik-Streaming-Diensten – und sorgt wohl auch für einen hohen Umsatz
Spotify gehört zu den beliebtesten Musik-Streaming-Diensten – und sorgt wohl auch für einen hohen Umsatz(© 2017 CURVED)

Spotify und Co. werden offenbar immer beliebter: Mittlerweile sollen Streaming-Dienste zumindest in den USA einen sehr großen Anteil am Umsatz der Musikindustrie ausmachen. Demnach schließen auch immer mehr Nutzer ein Abonnement ab, anstatt Musik von Künstlern über das Internet oder als CD direkt zu kaufen.

Die "Recording Industry Association of America" (RIAA) hat eine Statistik zum ersten Halbjahr 2017 veröffentlicht. Der Umsatz der Musikindustrie im US-Einzelhandel beträgt demnach rund 4 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor seien es noch 3,4 Milliarden Dollar gewesen, im ersten Halbjahr 2015 sogar nur 3,1 Milliarden Dollar. Somit steige der Umsatz zwar an, doch er sei immer noch deutlich unterhalb von dem, was die US-Musikindustrie 1999 eingenommen hat. Wie hoch der Umsatz kurz vor der Jahrtausendwende war, geht aus der Quelle jedoch nicht hervor.

Immer mehr Abonnenten

Für die Steigerung in 2017 sind wohl auch Spotify, Amazon Music und Apple Music zu einem großen Teil verantwortlich. Nur 16 Prozent der Umsätze wurden in den USA demnach durch den Verkauf von physischen Tonträgern erzielt. Mit 19 Prozent seien aber digitale Downloads ebenfalls nicht viel beliebter bei den Nutzern. Allerdings werden 62 Prozent des Umsatzes der Kategorie "Streaming" zugeschrieben. Darunter werden neben den Streaming-Anbietern offenbar auch Internet-Radios, YouTube und Vevo zusammengefasst.

Die Einnahmen aus Abonnements von Spotify oder anderen Diensten sollen im ersten Halbjahr 2017 bei 1,7 Milliarden Dollar liegen. Im Vergleich zu der eine Milliarde Dollar aus dem ersten Halbjahr 2016 haben sich wohl deutlich mehr US-Nutzer dafür entschieden, ein Abo abzuschließen.

Während Streaming in den ersten beiden Quartalen 2017 insgesamt rund 2,5 Milliarden Dollar des Einzelhandels-Umsatzes in den USA ausgemacht haben sollen, seien es zusammen mit den digitalen Verkäufen 3,2 Milliarden Dollar – also 84 Prozent des Gesamtumsatzes. Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen, werden besonders Streaming-Anbieter für Musiker immer wichtiger – offenbar ist das Kaufen von Songs und Alben nicht mehr im Trend. Was denkt Ihr, wie es in Deutschland aussieht? Kauft Ihr Euch noch CDs?

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