Statt Face ID: Android-Hersteller setzen auf Fingerabdrucksensor im Display

Die meisten Android-Hersteller entscheiden sich offenbar gegen eine Gesichtserkennung im Stil von Apples Face ID
Die meisten Android-Hersteller entscheiden sich offenbar gegen eine Gesichtserkennung im Stil von Apples Face ID(© 2017 Apple)

Seit dem Release des iPhone X mit Face ID stellt sich die Frage, ob auch Hersteller von Android-Smartphones ihre nächsten Geräte mit einer solchen Gesichtserkennung ausstatten werden. Wie es nun heißt, sollen viele von ihnen aber einen anderen Weg einschlagen. Gründe gibt es dafür offenbar gleich mehrere.

Huawei soll als einer der größten Hersteller von Android-Smartphones im Jahr 2018 auf Qualcomms Technologie für einen Fingerabdrucksensor im Display setzen – und nicht auf eine 3D-Gesichtserkennung. DigiTimes zufolge berichten dies Quellen aus der Zulieferindustrie. Es wird erwartet, dass das Feature im Huawei Mate 11 zum Einsatz kommt, das im dritten oder vierten Quartal des Jahres in Produktion geht.

Face ID verhältnismäßig teuer

Qualcomms neue Technologie soll das Abtasten von Fingerabdrücken auch durch vergleichsweise dickes Bildschirmglas und selbst bei fettigen oder feuchten Fingern ermöglichen. Gleichzeitig wird aber auch angenommen, dass die genötigten Bauteile günstiger zu bekommen sind als die für eine Gesichtserkennung im Stil von Face ID. Die 3D-Sensorik für Apples Sicherheitsfeature soll im Einkauf knapp 50 Euro kosten. Dies sei für viele Android-Smartphones, die günstiger als das iPhone X angeboten werden, aber zu teuer.

Ein weiterer Grund für einen Verzicht auf eine 3D-Gesichtsabtastung könnte DigiTimes zufolge auch sein, dass einige chinesische Hersteller Patentstreitigkeiten befürchten, sollten sie eine ähnliche Technologie entwickeln und mit ihren international erhältlichen Smartphones anbieten. Es wird vermutet, dass Hersteller die Technologie deshalb womöglich auch nur in den Modellen verbauen werden, die exklusiv für den Verkauf in China gedacht sind.


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