Taylor Swift-Fans wandern nach Spotify-Aus zu YouTube

Taylor Swift-Fans bringen die YouTube-Server zum Glühen
Taylor Swift-Fans bringen die YouTube-Server zum Glühen (© 2014 Universal Music)

Nachdem sich Taylor Swift von Spotify verabschiedet hat, besorgen sich ihre zahlreichen Fans ihre tägliche musikalische Swift-Dosis über andere Wege. YouTube scheint dabei ganz oben auf der Liste zu stehen, denn innerhalb von einer Woche haben sich die Views ihrer Videos nahezu verdoppelt.

Anfang November kehrte Mega-Star Taylor Swift dem Musikstreaming-Dienst Spotify den Rücken zu. Seitdem gibt es dort weder Songs noch Alben von ihr zu hören. Laut Mashable führte der Rückzug der Pop-Sängerin von Spotify schon kurz darauf zu einem wahren Massenansturm auf die YouTube-Clips der Sängerin. Innerhalb einer Woche verdoppelten sich die täglichen Views ihrer Videos und Vevo-Streams von rund 12,5 Millionen auf knapp 24 Millionen. Eine Woche später erhöhte sich die tägliche Quote nochmals um 72 Prozent.

Geldmaschine Taylor Swift

Trotz der Möglichkeit, Taylor-Swift-Songs kostenlos über YouTube hören zu können, verkauft sich das aktuelle Album "1989" weiterhin wie geschnitten Brot. Innerhalb von drei Wochen setzte Swift alleine in den USA rund zwei Millionen Exemplare ihres neuen Werks ab. Auch das YouTube-Bezahlmodell für Künstler spült Einiges an Geld in die Kassen des Swift-Umfelds. Musik-Insider gehen davon aus, dass YouTube zwischen 50 Cent und zwei Dollar pro 1000 Clicks zahlt. Bei ungefähr 20 Millionen Clicks würde dies eine Summe zwischen 10.000 und 40.000 Dollar ergeben, die zwischen Künstlerin, Songwriter und Label aufgeteilt werden.

Ironischerweise würde Swift mit 20 Millionen Streams bei Spotify sogar wesentlich mehr verdienen. Nach dem Spotify-Verdienstmodell gingen dann nämlich zwischen 120.000 und 168.000 Dollar an Künstlerin und Team. Swift selbst lehnt Spotify dagegen unter anderem auch ab, da ihre Musik dort wertlos sei.


Weitere Artikel zum Thema
USA machen Huawei kaputt: Herstel­ler soll Produk­tion herun­ter­fah­ren
Christoph Lübben
Nicht meins8Huawei baut seit Jahren gute Smartphones – doch immer mehr Steine liegen im Weg des Herstellers
Kein Google, keine Chips: Schon lange setzt der Handelsstreit zwischen China und USA zu. Nun kommt es zu weiteren Auswirkungen.
PS5 vorbe­stel­len: Jetzt wird es span­nend
Guido Karsten
Nicht meins17Sony bereitet sich auf einen großen Ansturm auf die PS5-Vorbestellungen vor
Wer die PS5 vorbestellen möchte, muss schnell sein. Sony bereitet Gamer und den Handel auf den großen Ansturm vor – und der kann jeden Moment starten.
PS5-Produk­tion massiv gestei­gert: Bessere Chan­cen auf Kauf vor Weih­nach­ten?
Guido Karsten
Smart19Womöglich wird es zum Release der PS5 mehr Geräte geben als bisher befürchtet
Die PS5 könnte zum nahenden Verkaufsstart wie schon ihre Vorgänger sehr knapp werden. Sony steuert nun aber offenbar kräftig gegen.