WhatsApp könnte Euch bald Werbe-Nachrichten schicken

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Werbung per Kurznachricht: Öffnet sich WhatsApp für Werbekunden?
Werbung per Kurznachricht: Öffnet sich WhatsApp für Werbekunden?(© 2014 CURVED)

Nach dem Verkauf an Facebook hat sich WhatsApp-Gründer Jan Koum klar gegen Werbung ausgesprochen. Dieses Versprechen könnte schneller bröckeln als gedacht.

Die Angst vieler WhatsApp-Abgänger war nachzuvollziehen: Der neue Mutterkonzern Facebook verdient sein Geld mit Online-Werbung. Was liegt also näher für WhatsApp, als nach dem Kauf für 19 Milliarden Dollar ebenfalls ins Werbe-Geschäft einzusteigen? Irgendwie muss das Unternehmen ja die immensen Ausgaben wieder reinholen, oder?

Doch so tickt Mark Zuckerberg nicht. Seine Vision ist einfach, aber größenwahnsinnig zugleich: Er will mit Facebook und seinen Satellitendiensten die Welt vernetzen. 1,23 Milliarden sind es schon im Social Network selbst. WhatsApp ist auf dem besten Weg,  in wenigen Monaten die erste Milliarde zu knacken. Und wie Forbes berichtet, hat WhatsApp keinen Druck, in den kommenden Jahren Geld zu verdienen. Die Ansage des Facebook-Gründers: "Es wäre großartig, wenn Ihr in den kommenden Jahren vier bis fünf Milliarden Menschen miteinander verbindet."

WhatsApp spielt mit seiner Glaubwürdigkeit

So sprach sich WhatsApp kurz nach dem Verkauf und als Reaktion auf die Befürchtungen vieler Nutzer gegen Werbeeinblendungen aus. Wir selbst prognostizierten, dass plumpe Werbeanzeigen im Messenger nicht auftauchen werden. Schließlich ist Instagram seit dem Facebookkauf auch werbefrei und weiterhin kostenlos.

Allerdings könnte WhatsApp einen anderen Ansatz wählen. Laut Forbes sind Kooperationen mit Airlines oder dem US-Chauffeurdienst Uber denkbar. Diese würden gegen Bezahlung die Freigabe bekommen, WhatsApp-Nutzern Nachrichten zu schicken. Kritiker sprächen wohl  von Spam. Allerdings soll das Versenden und Empfangen von Werbenachrichten nur funktionieren, wenn Ihr vorher zugestimmt habt.

WhatsApp und Facebook äußern sich nicht zu diesen Gerüchten. Und werden sich vermutlich zweimal überlegen, ob der Messenger nach der jüngsten Panik, den vielen Abgängen und den damit verbundenen Zuwächsen bei der Konkurrenz wirklich sein Versprechen brechen will, um damit ihre Glaubwürdigkeit nachhaltig aufs Spiel zu setzen.


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