Amazon Fire TV Stick 4K im Test: Lohnt die Neuanschaffung?

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Was kann der neue Amazon Fire TV Stick 4K mit der Alexa-Fernbedienung, was der Vorgänger nicht kann?
Was kann der neue Amazon Fire TV Stick 4K mit der Alexa-Fernbedienung, was der Vorgänger nicht kann? (© 2018 CURVED)

Der neue Amazon Fire TV Stick 4K verspricht nicht nur mehr Leistung, Unterstützung für HDR10+, Dolby Vision und Dolby-Atmos-Sound, sondern soll auch die perfekte Fernbedienung mit Sprachsteuerung für ganz faule Sofa-Surfer liefern: Wir haben den neuen Streaming-Stick getestet.

Seit vier Jahren macht Amazon mit seinem beliebten Fire TV Stick für relativ kleines Geld ältere Fernseher smart, die noch nicht alle gewünschten Apps mit an Bord haben: Der Amazon Fire TV Stick unterstützt über 9.000 Apps, Channels und Alexa Skills wie die ARD-Mediathek, Facebook, Netflix, Waipu.tv oder Zattoo – lediglich auf die Sky-App müsst ihr hier bisher verzichten.

Amazons Fire TV Stick kann jetzt 4K

Jetzt bringt der Versandhändler eine Neuauflage seines HDMI-Sticks auf den Markt. Der Amazon Fire TV Stick 4K unterstützt, wie der Name schon verrät, 4K-Auflösung. Im Klartext: Wer einen entsprechend ausgestatteten Fernseher zuhause stehen hat, kann damit 4K-Filme von Streaming-Diensten hochaufgelöst in HDR10+ (High Dynamic Range) und mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde ansehen. Aber auch für ältere Fernseher bringt Amazons neuer TV-Stick einen Mehrwert:

Nutzer können Anwendungen ohne Tippen über die mitgelieferte Sprach-Fernbedienung steuern – egal, ob man bestimmte Inhalte wie Serien oder Musiktitel sucht, eine Wettervorhersage braucht oder einen Lieferdienst bemühen möchte. Auch im Urlaub könnte der handliche TV-Stick ein treuer Begleiter sein – etwa, indem er Bilder von der Smart-Home-Kamera auf den Bildschirm bringt. Darüber hinaus lassen sich auch kompatible Soundbars und Receiver über die Fernbedienung steuern. Der einfachste Grund liegt aber auf der Hand: Wer noch keinen smarten Fernseher hat, kann damit die Funktionen nachrüsten, greift dann aber vielleicht doch eher zur Variante für 39,99 Euro.

Lieferumfang und Einrichtung des Amazon Fire TV Stick 4K

Der Amazon Fire TV Stick 4K wird mit der Alexa-Fernbedienung samt Batterien geliefert sowie mit einem Netzteil, einem USB-Kabel und erstmals auch einem HDMI-Verlängerungskabel – das ist besonders praktisch, weil einige Fernseher hinten recht verbaut sind. Die Verkabelung der Einzelteile ist selbsterklärend und die Einrichtung des Sticks ist kinderlicht: Der Nutzer wird Schritt für Schritt durch das Menü geführt. Dabei ist es zwar etwas nervig, dass man für die Zugangsdaten für das WLAN und das Amazon-Kundenkonto jeden Buchstaben einzeln auf dem Fernseher suchen muss, aber das ist zum Glück nur einmalig für die erste Anmeldung und den Login in Apps wie Netflix nötig.

Das Verlängerungskabel ist praktisch für alle TVs hinter denen es eng werden könnte.(© 2018 CURVED)

Die Sprachfernbedienung und Steuerung über Alexa

Die Software und Benutzeroberfläche haben sich nicht verändert und so überzeugt der Amazon Fire Stick wie gehabt durch einübersichtliches Menü und intuitive Bedienung. Auf der Fernbedienung gibt es ein paar neue Knöpfe, die eure herkömmliche TV-Fernbedienung überflüssig machen: Die Power-Taste oben links, die Lautstärke-Wippe unten in der Mitte sowie die Stumm-Taste darunter. Außerdem ist die Fernbedienung neuerdings mit Infrarot und Bluetooth ausgestattet, um so auch andere kompatible Geräte wie Receiver oder Soundbars steuern zu können.

Welche TVs und sonstige Geräte das im Detail sind, klärt der Anbieter leider nicht, aber wir hatten bisher keinerlei Probleme. Auch Echo-Lautsprecher von Amazon können mit dem Fire TV Stick gekoppelt werden – dadurch muss man nichtmal mehr die Mikrofon-Taste auf der Fernbedienung drücken um einen Sprachbefehl an Alexa zu richten. Das funktioniert ansonsten aber auch gut: Taste drücken, sprechen und Alexa machen lassen. Am leuchtenden LED-Licht auf der Fernbedienung erkennt man, dass die Künstliche Intelligenz gerade aktiviert ist. Ich hatte vorher keine Fernbedienung mit Sprachsteuerung und muss sagen: Es ist wirklich ein Luxus, den ich nicht mehr missen möchte, denn  jeden Buchstaben einzeln in Suchleiste auf dem TV einzutippen, kann ich mir damit sparen – und das Suchen nach der Fernbedienung unter Decken und Chipstüten auch.

Dank Alexa-Fernbedienung spart man sich das Tippen.(© 2018 CURVED)

80 Prozent mehr Leistung als beim Vorgänger

Was heißt denn nun, der neue Amazon Fire TV Stick ist schneller? Genau genommen, soll er laut Hersteller 80 Prozent mehr Leistung bringen, dank des verbauten Quad-Core-Prozessors. Tatsächlich laufen Apps spürbar schneller und ohne Ruckeln und auch die Navigation ist deutlich mehr auf Zack. Optisch sorgen Dolby Vision oder HDR10+ für ausgezeichnete Bilder – vorausgesetzt, man besitzt einen Fernseher, der diese Formate unterstützt. Das gilt auch für den Ton: Zwar unterstützt der Fire TV Stick Dolby Atmos, ohne passendes Zubehör ist davon aber natürlich nicht viel zu hören.

Preis und Verfügbarkeit

Der neue Fire TV Stick 4K ist ab dem 14. November verfügbar und kostet 59,99 Euro. Wer nur die Alexa-Sprachfernbedienung haben möchte und ansonsten beim Vorgänger-Stick bleiben möchte, kann diese auch einzeln zum Preis von 29,99 Euro beziehen. Sie ist kompatibel mit dem Fire TV der dritten Generation sowie dem Fire TV Stick der zweiten Generation.

Fazit

Tatsächlich lohnt sich die Investition in den neuen HDMI-Stick aus unserer Sicht vor allem, wenn ihr einen 4K-fähigen Fernseher besitzt. Wozu brauche ich einen Amazon Fire TV Stick, wenn ich sämtliche Apps und Funktionen auf meinem modernen TV-Gerät vorfinde, mag sich der eine oder andere vielleicht fragen. Nun, das ist Geschmacksache. Vielleicht sagt euch ja die Menüführung auf dem TV nicht zu – die von Amazon ist jedenfalls wirklich klasse und sehr benutzerfreundlich – oder ihr wollt von der Sprachsteuerung über die Alexa-Fernbedienung profitieren. Noch dazu laufen Anwendungen und Inhalte deutlich schneller und flüssiger über den Bildschirm. In Sachen Hardware konnte zwar auch Googles neuer Chromecast (2018) mithalten, der allerdings kein 4K unterstützt und ohne Sprachfernbedienung daher kommt: Hier müssten Nutzer alle Apps auf dem Handy haben und die Übertragung vom Smartphone aus steuern.

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