Amazon Fire TV Stick im Test: das bessere Chromecast?

Nach dem sehr erfolgreichen Launch des Fire TV im vergangenen Jahr hat Amazon nun mit dem Fire TV Stick eine echte Alternative zu Googles Chromecast auf den Markt gebracht. Wir haben den Fire TV Stick getestet und verraten Euch, was der kleine Streaming-Stick von Amazon so alles kann. 

Als Amazon bekannt gab, einen kleineren Ableger der Fire TV Box auf den Markt bringen zu wollen, stellte ich mir die Frage: Warum eigentlich? Vor allem, wenn man schon ein Fire TV besitzt. Aber wenn man sich im eigenen Haushalt mal umschaut und durchzählt, wie viele Fernseher man in den eignen vier Wänden hat, dann macht der Fire TV Stick durchaus Sinn. In meinem Fall sind es zwei TV-Geräte: eines im Wohnzimmer, an dem hängt auch ein Fire TV, und im Schlafzimmer steht noch ein Fernseher. Möchte ich dann mal gemütlich im Bett einen Film über Instant Video schauen, müsste ich das Fire TV vom Wohnzimmer ins Schlafzimmer holen. Das kann man sicherlich machen. Aber wenn man es bequemer haben möchte, dann gibt es mit dem Fire TV Stick nun eine bessere Lösung. Vor allem passt dieser kleine Stick auch gut in die Reisetasche, sodass man auch auf Geschäftsreisen im Hotel über den Fire TV Stick bequem auf seine Instant Video Mediathek zugreifen kann.

Bessere Hardware als beim Chromecast

Von der Hardware her bietet Amazons portabler Streaming Client in allen lagen mehr als der Hauptkonkurrent Google Chromecast. Im Inneren des Amazon-Sticks tut ein Dual-Core-Prozessor mit 1 GB Arbeitsspeicher seinen Dienst, während im Chromecast nur ein Single-Core-Prozessor mit 512 MB RAM verbaut wurde. Auch der interne Speicher ist beim Amazon-Stick mit 8 GB um das Vierfache größer als bei Googles Chromecast.

Amazons Fire TV Stick ist von der verbauten Hardware potenter als Googles Chromecast.(© 2015 CURVED)

Gegenüber dem großen Bruder, dem Fire TV, gerät der Stick natürlich ins Hintertreffen, was Ihr aber nur bei Spielen merken werdet. Amazon selbst sagt, dass der Stick nur für Casual Games gedacht ist und nicht für "High Performance"-Spiele. Dafür lässt sich der Amazon Game Controller auch mit dem Stick verbinden, um entsprechende Games auch mit dem Pad spielen zu können.

Auspacken, anschließen und konsumieren

Das Anschließen und Einrichten ist beim Fire TV Stick kinderleicht. Im Lieferumfang befindet sich neben dem Stick noch ein HDMI Extender, ein MicroUSB-Kabel, ein Netzteil und eine Fernbedienung, die beim Stick weder Mikrofon noch Sprachsuche-Button besitzt. Der Stick kann direkt in den HDMI-Port des Fernsehers gesteckt werden. Bei schwierig zu erreichenden Ports kann zusätzlich auch der HDMI Extender genutzt werden. Da der Stick selbst auch noch Storm benötigt, muss das USB-Kabel entweder mit dem Netzteil oder einem USB-Port des Fernsehers verbunden werden. Ist er mit Strom versorgt, startet der Stick auch schon. Einen dedizierten Ein- und Ausschalter gibt es nicht.

Wenn Ihr Euren Fire TV Stick direkt über Amazon ordert, dann ist auch schon Euer eigener Amazon-Account darauf eingerichtet. So erspart Euch Amazon das manuelle Eintippen über die Bildschirmtastatur und die Fernbedienung. Natürlich müsst Ihr den Stick noch  in Eurem privaten WLAN-Netz einbinden. Für den Fall, dass man den Stick mit auf Reisen und somit in Hotels rund um die Welt einsetzen will, hat Amazon auch daran gedacht, dass man für die Anmeldung in öffentlichen WLANs noch ein Browserfenster benötigt, um Login und Passwort eingeben zu können. Insgesamt dauert die Einrichtung nicht mehr als fünf Minuten.

Nach einem kurzen Einleitungsvideo gelangt man dann auch direkt auf die gewohnte Amazon Fire TV-Oberfläche und kann sofort auf Videos, TV-Serien, Spiele, Apps und Co. zugreifen. Dank der ASAP-Technologie – die Abkürzung steht für Advanced Streaming and Prediction – starten Videoinhalte fast ohne Ladezeiten. Amazons Technik nutzt den internen Speicher dazu, um schon Inhalte vorzupuffern, so dass kaum Ladezeiten entstehen.

App verwandelt das Smartphone in eine Fernbedienung

Die mitgelieferte Fernbedienung erfüllt ihren Zweck, aber das Highlight von Amazons Fire TV ist die sehr gute Sprachsuche, die schon bei der Fire TV Box überzeugen konnte. Um die Sprachsuche auch beim Fire TV Stick nutzen zu können, kann man sich entweder die entsprechende Fernbedienung kaufen, oder die kostenlose Android- oder iOS-App herunterladen. Mit dieser App könnt Ihr nicht nur die Sprachsuche nutzen, sondern auch leichter Texteingaben per Tastatur eintippen oder mit Wischgesten durch das Menü huschen.

Da sich der Amazon Fire TV Stick erst seit wenigen Stunden in meinem Besitz befindet, kann ich Euch aktuell noch nicht detailliert über die Vor- und Nachteile des Sticks berichten. Über das Osterwochenende werde ich die Zeit nutzen, um ihn noch weiter zu testen und diesen Artikel dann in der kommenden Woche zu ergänzen.


Weitere Artikel zum Thema
iStand 7 fürs iPhone 7 im Test: Akku-Dock-Hülle mit 3,5mm-Klinke [Video]
Felix Disselhoff1
Der iStand 7 ist ein ungewöhnliches Akku-Case für das iPhone
Das Schweizer Taschenmesser der iPhone-Akkuhüllen: Das iStand 7 dient als Dockingstation, Akkuhülle und bringt dem iPhone 7 die 3,5mm-Klinke zurück.
Apple Watch: Laut Tim Cook eines der popu­lärs­ten Weih­nachts­ge­schenke
1
Noch hat Apple keine genauen Verkaufszahlen zur Apple Watch Series 2 genannt
Die Apple Watch unterm Weihnachtsbaum: Laut Tim Cook gehört die Smartwatch zu den populärsten Geschenken – was einem anderen Bericht widerspricht.
Android 7.1.1 Nougat ist da: die Neuhei­ten im Über­blick
Marco Engelien1
Peinlich !6Android 7.1.1 bringt Launcher Shortcuts auch aufs Nexus 5X.
Die wenigsten Smartphones haben das Update auf Android 7.0 Nougat erhalten, da legt Google schon die Android 7.1.1 für Pixel- und Nexus-Geräte nach.