BeatsX im Test: die AirPods-Alternative mit dem Zukunfts-Chip

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Die BeatsX sind nicht komplett kabellos.
Die BeatsX sind nicht komplett kabellos.(© 2017 CURVED)

Im Rahmen der Apple-Keynote im vergangenen September vorgestellt, sind die BeatsX nun endlich da. Noch ein paar In-Ears? Nicht ganz: Die neuen Kopfhörer kommen mit Apples W1-Chip und bieten eine Schnellladefunktion. Taugen sie als AirPods-Alternative? Der Test.

Man sieht es den Kopfhörern nicht an, aber die BeatsX haben zwei Dinge mit den AirPods vom Mutterkonzern Apple gemeinsam. Beide wurden bei der Präsentation des iPhone 7 für den Herbst angekündigt und hatten mit starken Verspätungen zu kämpfen. Während es die AirPods noch knapp vor Weihnachten 2016 in die Regale geschafft haben, mussten kaufwillige Beats-Fans bis Mitte Februar 2017 warten. Außerdem kommen sowohl die BeatsX also auch die AirPods mit Apples W1-Chip.

Beim Design gehen Beats und Apple aber komplett unterschiedliche Wege. Bei den Apple-In-Ears handelt es sich um sogenannte "Truly Wireless"-Kopfhörer. Das heißt: Zwischen beiden Ohrhörern gibt es kein Kabel. Das ist bei den BeatsX anders. Hier verbindet ein Flachbandkabel die beiden Stöpsel, das gleichzeitig als Nackenhalterung dient. Daran befindet sich auch die Fernbedienung mit den beiden Buttons für die Lautstärke und dem Multifunktionsknopf für Play/Pause, Anrufe und Siri. Benutzt Ihr die BeatsX gerade nicht, könnt Ihr sie als Kette tragen. Denn die Ohrhörer halten magnetisch aneinander. Das ist aber eher zweckdienlich als schick. Als Alternative legt der Hersteller ein schickes Case bei.

Die Bedienung: Pairing leicht gemacht

Wie gut die BeatsX ins Apple-Universum passen, offenbart sich beim ersten Pairing mit dem iPhone: Ihr schaltet die Kopfhörer ein, schon ploppt auf dem iPhone dank des W1-Chips die Frage auf, ob Ihr die In-Ears mit dem Smartphone koppeln wollt. Nach der Bestätigung ist die Verbindung hergestellt. Der lange Weg in die Einstellungen und ins Bluetooth-Menü entfällt damit. Ihr könnt die Kopfhörer natürlich auch mit einem Android-Smartphone koppeln. Auf die Vorzüge des einfachen Pairings müsst Ihr dann aber verzichten.

BeatsX einschalten, "Verbinden" drücken, fertig.(© 2017 CURVED)

Ein weiteres Feature des W1 ist die energiesparende Arbeitsweise. Die BeatsX bieten nicht gerade viel Platz für einen großen Akku. Trotzdem verspricht der Hersteller eine Laufzeit von bis zu acht Stunden. Und die BeatsX liefern. Ich hatte absolut kein Problem damit, die Kopfhörer (mit kurzen Unterbrechungen) an einem Arbeitstag zu benutzen, ohne sie zwischendurch aufladen zu müssen.

Abends zeigte die Energieanzeige auf dem iPhone sogar noch gute 25 Prozent an. Und auch, wenn die Batterie mal schlapp macht, ist das kein Problem. Dank der "Fast Fuel"-Technik tanken die BeatsX innerhalb von fünf Minuten genug Energie für rund zwei Stunden Musik. Innerhalb von etwa 40 Minuten ist der Akku dann komplett aufgeladen. Strom kommt übrigens per Lightning-Kabel in die Batterie. Nur für den Fall, dass Ihr keines besitzt, legt Beats eines bei.

Der Klang: typisch Beats, aber weniger basslastig

Viel wichtiger als die Akkulaufzeit ist aber der Klang der Kopfhörer. Traditionell ist die Marke für kräftige Bässe bekannt. Die BeatsX nehmen sich dagegen etwas zurück. HipHop-Tracks wummern nicht ganz so sehr in den Ohren wie bei anderen Modellen der Apple-Tochter. Diese Zurückhaltung kommt dem Klangbild durchaus zugute. Dadurch wirken die immer noch gut spürbaren Bässe deutlich sauberer, der Sound etwas ausbalancierter. Das Klangbild ist insgesamt warm, es fehlt ein wenig an den Details. Für Fans von klassischer Musik sind die BeatsX daher eher nicht geeignet.

Dank der mitgelieferten Überzüge passen die BeatsX gut ins Ohr.(© 2017 CURVED)

Damit es in jedem Ohr gut klingt, legt Beats Überzüge in drei Größen bei. Habt Ihr die richtigen gefunden, dichtet der Kopfhörer gut ab. Unterwegs müsst Ihr deswegen etwas vorsichtiger sein. Denn anders als andere In-Ears, etwa die Libratone Q Adapt oder The Headphone von Bragi, haben die Ohrstöpsel keine Außenmikrofone um Geräusche durch zu lassen. Außerdem fehlt eine durchaus nützlich Funktion der AirPods: Nehmt Ihr einen von Apples Ohrsteckern heraus, stoppt die Musik. Bei den BeatsX klappt das nicht. Mehr gibt es aber nicht zu beanstanden.

Fazit: bei Apple zu Hause

Wer mit dem komplett drahtlosen Konzept der AirPods nicht zurecht kommt, weil er vielleicht den Verlust eines Ohrsteckers fürchtet, findet in den BeatsX eine sehr gut und günstigere Alternative. Denn die In-Ears von Dr. Dre gehen für 149 Euro über die Ladentheke, die AirPods kosten 179 Euro. Obwohl auch Android-Nutzer vom guten Sound und der sehr guten Akkulaufzeit profitieren, eignen sich die BeatsX durch den W1-Chip natürlich vor allem für iPhone-Nutzer.


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