Blackberry Key2 im Test: Das Tastatur-Smartphone im Hands-on

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Blackberry Key: Die Tastatur ist der Star.
Blackberry Key: Die Tastatur ist der Star.(© 2018 CURVED)

Mit dem Blackberry Key2 gibt es auch 2018 ein neues Android-Smartphone mit Tastatur. Wir haben ihre neuen Funktionen bereits ausprobieren können und einen ersten Blick auf den Rest des Smartphones geworfen.

Hinter Blackberry steckt inzwischen der chinesische Konzern TCL. Dieser hat nicht nur die Markenrechte übernommen, sondern baut als einziger halbwegs bekannter Hersteller Smartphones mit Tastatur – und installiert ergänzende Blackberry-Software auf seinen Android-Geräten.

Aluminium-Rahmen und Softtouch-Rückseite

Das Blackberry Key2 verfügt über einen Aluminium-Rahmen, der wahlweise in silber oder schwarz für ein edles Erscheinungsbild des Smartphones sorgt. Die Rückseite folgt nicht dem aktuellen Trend zu Glas, sondern ist wie beim Vorgänger aus weichem Kunststoff. Softtouch nennt Blackberry das Material und es sorgt dafür, dass das Smartphone griffig ist und sich gut halten lässt. Spiegelungen gibt es keine und auch Fingerabdrücke fallen deutlich weniger auf.

Insgesamt ist das Key2 etwas dünner und leichter als das KeyOne geworden. In der Hand spürt aber den Unterschied aber nicht. Dafür bräuchte man schon eine Waage und ein sehr akkurates Maßband. Alle Tasten sind auf die rechte Seite des Rahmens gewandert und sollen so mit der rechten Hand besser zu erreichen sein. Der Power-Button ist weiterhin rau und nicht glatt, damit man ihn beim Anfassen von den anderen unterscheiden kann.

Touchscreen und Tastatur

Das 4,5 Zoll große Display des Blackberry Key2 verfügt über eine Auflösung von 1620 x 1080 Pixeln. Farbwiedergabe, Blickwinkelstabilität und Detailgenauigkeit des Bildschirms im ungewöhnlichen Seitenverhältnis von 3:2 wirkten im ersten Moment gut. Im Vergleich zum KeyOne soll der Rahmen aber 25 Prozent dünner geworden sein. Dadurch konnte der Touchscreen weiter nach oben rutschen und Platz für die größere Tastatur machen.

Jede einzelne Taste des Blackberry Key2 soll 20 Prozent größer geworden sein. Sie lassen sich auf jeden Fall problemlos einzeln und gezielt drücken und haben dabei einen angenehmen Hub und einen klaren Widerstand. Der Fingerabdrucksensor zum Entsperren des Smartphones ist in die Leertaste integriert und eine dynamische Hintergrundbeleuchtung soll im Dunkeln das finden des gesuchten Buchstabens erleichtern.

Jeder Taste lassen sich weiterhin Apps und Funktionen zuordnen, die man durch langes oder kurzes Drücken aufruft – sofern man sich nicht gerade in einer Texteingabe befindet. Neu hinzugekommen ist der sogenannte Speed Key neben der Leertaste. Er erlaubt ein schnelles Multitasking: Speed Key gedrückt halten und einen Buchstaben drücken, um die zugeordnete App zu öffnen. Egal was man gerade macht oder wo man sich im Smartphone befindet. Das funktioniert überraschend gut und geht deutlich schneller als der Wechsel zwischen zwei Apps über den Homescreen oder die Multitasking-Übersicht – was eigentlich die typischen Wege sind.

Hardware, Software und Kamera

Mit dem Snapdragon 660 wird das Blackberry Key2 bei der Leistung trotz sechs Gigabyte Arbeitsspeicher nicht ganz mit den Top-Smartphones mithalten können, sollte aber für den Alltag mehr als schnell genug sein. Beim internen Speicher, der sich mit einer microSD-Karte erweitern lässt, stehen 64 und 128 Gigabyte zur Auswahl. Aber nur das Modell mit der größeren Speicherkapazität bietet Platz für zwei SIM-Karten.

Auf der Rückseite des Blackberry Key2 befindet sich eine Dualkamera mit einer Auflösung von zwölf Megapixeln. Die zweite Linse sorgt u.a. dafür, dass im Portrait-Modus der Hintergrund unscharf wird und man einem zweifachen Zoom nutzen kann. Das funktioniert beides, aber qualitativ bewegten sich die Aufnahmen nach dem ersten Augenschein eher in Richtung Durchschnitt als in Richtung Spitzengruppe.

Als Betriebssystem kommt Android 8.1 Oreo zum Einsatz – ergänzt um zahlreiche Blackberry-Apps. Dazu gehören DTEK, die Auskunft über die allgemeine Sicherheit des Smartphones gibt, der Blackberry Hub inklusive Blackberry Messenger sowie der Locker. Mit diesem kann man jetzt nicht nur Dateien vor Zugriffen schützen, sondern auch Apps, die sich nun auch komplett in den mit einem Passwort geschützten Bereich verschieben lassen. Ohne dessen Eingabe sieht man sie außerhalb des Locker gar nicht.

Der 3500-mAh-Akku des Key2 soll dank Energiesparfunktionen bis zu zwei Tage halten. Dabei hat das Smartphone seine Batterie dauerhaft im Blick und sagt bescheid, wenn es Zeit zum Aufladen wird – etwa, wenn die Restladung nicht mehr bis zum Weckerklingeln am Morgen reicht. Per Schnellladefunktion kommt neue Energie über den USB-C-Anschluss zum Akku. Eine 3,5mm-Buchse für die Audiokabel von Kopfhörern ist ebenfalls vorhanden.

Preis und Verfügbarkeit

Das Blackberry Key2 soll noch im Juni 2018 in Deutschland in den Handel kommen. Die unverbindliche Preisempfehlung für die Version mit 64 Gigabyte internem Speicher liegt bei 649 Euro.

Vorläufiges Fazit

Der Hauptgrund sich das Blackberry Key2 zuzulegen ist die Tastatur. Und die hat sich mit den größeren Tasten und dem Speed Key gegenüber dem Vorgänger wirklich verbessert. Die Verarbeitung ist einwandfrei und das Design edel. Hardware und Kamera können zwar nicht ganz mit den Top-Smartphones mithalten, sollten aber mehr als ausreichend sein. Die Software ist aktuell und um zahlreiche Blackberry-Apps ergänzt.

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