Das Xiaomi Redmi Note 3 im Test

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Außen unaufgeregt, innen schnell: Das Xiaomi Redmi Note 3 hat Power.
Außen unaufgeregt, innen schnell: Das Xiaomi Redmi Note 3 hat Power.(© 2016 CURVED)

Smartphones aus China gelten bei uns in der Redaktion oft als Preisleistungstipp. Ob das auch aufs Xiaomi Redmi Note 3 zutrifft, haben wir getestet.

Bevor wir mit dem Test richtig loslegen konnten, mussten wir aber erstmal ein paar Hürden nehmen. Und damit meine ich nicht die eher unkomplizierte Einrichtung von WLAN und Fingerabdrucksensor. Anders als viele andere Smartphones aus Fernost gibt es das Redmi Note 3 beim Importeur nicht mit angepasster Firmware und deutschem Sprachpaket.

Ihr habt die Wahl zwischen zwei asiatischen Sprachen und Englisch. Habt Ihr die Einrichtung abgeschlossen, werdet Ihr feststellen, dass der Play Store nicht vorinstalliert ist. Wer des Chinesischen nicht mächtig ist, aber trotzdem Apps installieren möchte, muss selbst aktiv werden. Wie das genau funktioniert, haben wir in diesem Ratgeber für Euch festgehalten.

Gute Verarbeitung und ein bekanntes Design

Während das Smartphone noch diverse Google-Apps nachträglich installieren muss, werfen wir einen Blick auf das Äußere: Von vorne sieht das Redmi Note 3 unspektakulär aus. Schaltet Ihr den Bildschirm ein, leuchten am unteren Rand drei Softkeys auf. Auf der linken Seite liegt der SIM-Karten-Schacht. Davon passen gleich zwei in das Smartphone. Rechts findet Ihr die Tasten für die Lautstärke und zum Ein- und Ausschalten des Smartphones.

Bei der Rückseite hat sich Xiaomi wohl von Huawei inspirieren lassen. Deutlich wird es, wenn man das aktuelle Spitzen-Gerät Mate 8 daneben legt. Die dünnen Antennenstreifen, der Fingerabdrucksensor und die Kamera sprechen für sich. Wie beim Huawei besteht auch das Xiaomi-Gehäuse teils aus Kunststoff, teils aus Alu. Obwohl die Verarbeitung stimmt, fühlt es sich nicht so wertig an wie das Mate 8. Zwischen gut und richtig gut verarbeitet liegen in diesem Fall einige hundert Euro.

Von hinten würde das Xiaomi Redmi Note 3 auch das Huawei Mate 8 durchgehen.(© 2016 CURVED)

Das 5,5 Zoll große IPS-Display löst mit 1920 x 1080 Pixeln auf. Das ergibt eine Pixeldichte von 403 ppi. Einzelne Bildpunkte sind also nicht zu sehen. Farben wirken auf dem Bildschirm lebendig, das Schwarz kräftig. Dank des IPS-Panels bietet das Display außerdem große Blickwinkel.

Großer Akku und viel Power

Beim Prozessor setzt Xiaomi auf das Top-Modell von Mediatek aus dem Vorjahr, den MT6795. Der Chip verfügt über acht ARM-Cortex-A53-Kerne, die mit je 1,95 Gigahertz takten. Zusammen mit 3 Gigabyte Arbeitsspeicher sorgt er für eine flotte Bedienung. Apps öffnen sich schnell, beim Wischen durch die Menüs ruckelt nichts. Gut so!

Nicht ganz so schnell arbeitet der Fingerabdrucksensor. In anderen Geräten, wie dem Nexus 5X, ist das Display praktisch mit dem Auflegen des Fingers entsperrt. Das dauert beim Xiaomi merklich länger, klappt aber immer noch schnell genug, um nichts zu beanstanden. Probleme bei der Erkennung gab es während des gesamten Testzeitraums nicht.

Der 4.000 mAh große Akku sorgt dafür, dass das Smartphone nicht jeden Tag an die Steckdose muss. Ein 32 Gigabyte großer, aber nicht erweiterbarer Speicher, eine 16-Megapixel-Rück- und eine Fünf-Megapixel-Frontkamera runden die Ausstattung ab. Die Bilder gehen in Ordnung, doch gerade in dunkleren Umgebungen gibt es schnell starkes Bildrauschen.

Laut Datenblatt kommt das Xiaomi mit vorinstalliertem Android 5.1 Lollipop. Ein Blick in die Systemeinstellungen verrät aber: auf unserem Testgerät läuft die ältere Version 5.0.2. Darüber legt der Hersteller die MIUI-Oberfläche.

Ohne Play Store müsst Ihr auf Xiaomis eigenen Appstore zurückgreifen.(© 2016 CURVED)

Fazit: Preisbrecher mit Asia-Touch

Das Xiaomi Redmi Note 3 ist ein gutes Smartphone zum kleinen Preis. Der Importeur TradingShenzen, der uns das Gerät für unseren Test zur Verfügung gestellt hat, verkauft das Xiaomi Redmi Note 3 für 207 Euro. Dafür bekommt Ihr hierzulande nicht einmal das Motorola Moto G (2015).


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