i-FlashDrive Max, iXpand & iBridge: iPhone-Speichersticks im Check

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Mehr Speicher für das iPhone bieten diese drei USB-Sticks.
Mehr Speicher für das iPhone bieten diese drei USB-Sticks.(© 2015 CURVED)

Wenn der iPhone-Speicher zu klein geworden ist oder Ihr Daten jenseits von Cloud-Diensten und iTunes sichern wollt, dann sind Speichersticks wie der Photofast i-FlashDrive Max, Sandisk iXpand oder Leef iBridge genau das Richtige für Euch. CURVED hat sie verglichen und sagt Euch, welcher der Beste ist.

Mit einer microSD-Karte konntet Ihr den Speicher des iPhones noch nie erweitern. Abhilfe verschaffen Zubehör-Hersteller mit Speichersticks, die über einen Lightning- sowie einen USB-Anschluss verfügen. Eine App mit unterschiedlich großem Funktionsumfang gehört jeweils dazu. Meine Erkenntnisse aus den Einzeltests des Photofast i-FlashDrive Max, Sandisk iXpand und Leef iBridge trage ich hier für Euch zusammen.

Die drei von der Daten-Tankstelle

Ein Lightning-Anschluss auf der einen und ein USB-Anschluss auf der anderen Seite - von diesen Fixpunkten abgesehen, haben die drei Speichersticks keine optischen Gemeinsamkeiten. Der Photofast i-FlashDrive Max erinnert dabei noch am meisten an einen klassischen USB-Stick und steht auch in einer Version mit USB-3.0-Anschluss bereit, während die anderen beiden Sticks nur USB 2.0 bieten und damit am Rechner Daten langsamer kopieren. Die Verschlusskappe über dem Lightning-Stecker geht zwar nicht verloren, ich fürchte aber, dass sie früher oder später abbrechen wird.

Mit seiner nach hinten gebogenen Form ist der Leef iBridge für mich der Speicherstick, mit dem sich das iPhone am bequemsten halten lässt, wenn er angeschlossen ist - wobei das auch bei den anderen beiden kein Problem ist. Als kleinen Bonus gibt es eine ChargeThru-Funktion. Das heißt, Ihr könnt den USB-Stick an ein Ladekabel anschließen und füllt durch den Speicherstick hindurch den Akku Eures iPhones auf. Das dürfte sich als praktisch erweisen, wenn man einen Film oder eine ganze Serie vom Stick aus auf dem Smartphone oder einem iPad schaut.

Zwei Merkmale sorgen in meinen Augen dafür, dass der Sandisk iXpand in der Benutzung deutlich hinter den anderen beiden Sticks zurücksteht: Zum einen muss der Akku des Speichersticks geladen sein, damit das iPhone ihn erkennt - nach einem Monat in der Schublade ist die Batterie übrigens leer und muss aufgeladen werden, bevor Ihr mit dem Smartphone an Eure Daten kommt. Zum anderen hat der iXpand ein großes und breites Gehäuse, das am MacBook und auch bei anderen Rechnern mehr als einen Anschluss blockiert und auch nicht in die USB-Buchsen der Mac-Tastatur passt - für die der Leef iBridge übrigens perfekt geformt ist.

Ohne App geht nichts

Da iOS keinen eigenen Dateimanager hat, müsst Ihr für die drei Speichersticks jeweils die zugehörige App installieren. Ohne diese kommt Ihr nicht an die Dateien auf dem i-FlashDrive Max, iXpand oder iBridge heran und könnt auch keine Daten vom iPhone synchronisieren. Sobald Ihr einen der Sticks anschließt, bemerkt die App dies und will automatisch starten und mit ihm kommunizieren. Den Datenaustausch müsst Ihr jedes Mal aufs Neue erlauben, da sich das iPhone die Erlaubnis für die App nicht merkt.

Alle Apps kopieren Daten vom Stick auf das iPhone, wobei die iXpand Sync-App dabei den beschwerlichsten Weg für den Nutzer bietet. Die Anwendungen legen hierzu einen internen Speicher auf dem Smartphone an, auf den Ihr über sie auch zugreifen könnt, wenn der Stick nicht angeschlossen ist. Für weitere Apps sind diese Dateien aber nicht zu sehen. Mit den eigenen Video-, Foto- und Musik-Playern der jeweiligen Speicherstick-App schaut und hört Ihr Euch die Dateien direkt von den Sticks an.

Ein automatisches Foto-Backup vom iPhone gehört ebenfalls zum Funktionsumfang aller drei Apps. Photofast One sichert zudem noch Kontakte und Kalender sowie Fotos von Facebook, Flickr und Instagram. Darüber hinaus könnt Ihr mit der App Dropbox und Google Drive direkt ansteuern. Vor unbefugten Zugriffen sichert Ihr das Programm mit einer PIN oder über Touch ID mit Eurem Fingerabdruck. Bei iXpand Sync von Sandisk könnt Ihr dagegen nur einen Passwort-geschützten Ordner anlegen, aber nicht die komplette App absichern. Dafür besteht die Möglichkeit Eure Kontakte zu sichern und wiederherzustellen. Die App des Leef iBridge verfügt über eine integrierte Kamera, die ihre Fotos direkt auf dem Speicherstick sichert und das iPhone umgeht, bietet aber neben den Fotos keine weiteren Backups an.

Daten im Geschwindigkeitsrausch

Der Lightning-Anschluss der drei Sticks sollte im iPhone immer die gleiche Geschwindigkeit liefern. Bleiben noch die Apps als Nadelöhre beim Kopieren von Daten - und da ergeben sich große Unterschiede, wie ich mit der Stoppuhr in der Hand festgestellt habe. Während die Photofast-App eine zwei Gigabyte große Datei in 67 Sekunden kopierte, benötigte die App von Leef hierzu 119 Sekunden. Die Sandisk-App schlich mit 200 Sekunden hinterher.

Auch bei zwei Videos mit zusammen etwa einem Gigabyte sowie zwei Musikalben mit 23 Titeln und 180 Megabyte änderte sich an der Reihenfolge bei der Übertragungsgeschwindigkeit nichts. Mit 36 und 4,65 Sekunden war Photofast auch hier am schnellsten, gefolgt von Leef mit 62 und 12,77 Sekunden. Sandisk erforderte mit 104 und 23,57 Sekunden am meisten Geduld.

Kein billiges Vergnügen

So günstig wie bei einer microSD-Karte kommt Ihr bei den Speichersticks für das iPhone nicht davon. Am günstigsten ist die unverbindliche Preisempfehlung für den iXpand von Sandisk, der mit 16 Gigabyte 55 Euro und mit 128 Gigabyte Speicherplatz 170 Euro kosten soll. Für den Leef iBridge müsst ihr zwischen 60 und 400 Euro - diese für den Stick mit einer Kapazität von 256 Gigabyte, die 128-Gigabyte-Version kostet 200 Euro - zahlen. Am teuersten ist der i-FlashDrive Max von Photofast, der schon mit USB 2.0 zwischen 65 und 220 Euro kostet. Die schnellere USB-3.0-Variante kostet sogar zwischen 90 und 240 Euro.

Die Apps der drei Sticks bieten den gleichen Basis-Funktionsumfang, wobei Photofast am meisten Daten aus verschiedenen Quellen sichern kann, Cloud-Speicher einbindet und gesperrt werden kann. Die Leef-App ist übersichtlich sowie aufgeräumt und verfügt über eine eigene Kamera. Sandisk kann dagegen bei der Software keine Pluspunkte sammeln.

Der Sandisk iXpand war für mich mit seinem Akku und seinem großen Gehäuse schnell aus dem Rennen. Somit liegen für mich der i-FlashDrive Max und der Leef iBrigde trotz den unterschiedlich schnellen Übertragungszeiten zusammen an der Spitze. Der iBridge ist etwas besser verarbeitet und hat das schönere Design, der i-FlashDrive Max punktet dagegen mit mehr Tempo und einer App mit mehr Funktionen, kostet aber auch mehr. Ich würde mich am Ende für den Leef iBridge entscheiden, rate Euch aber auch vom i-FlashDrive Max nicht ab, wenn Ihr eine seiner zusätzlichen Backup-Funktionen unbedingt braucht oder für Euch jede Sekunde zählt.


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