Misfit Ray im Test: Schöner gehen

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Misfit Ray: mehr Schmuckstück als Fitnesstracker
Misfit Ray: mehr Schmuckstück als Fitnesstracker(© 2016 CURVED)

Misfit ist für seine schicken Fitnesstracker bekannt. Der Misfit Ray geht im ersten Moment locker als Schmuckstück am Handgelenk durch, zählt aber auch Eure Schritte und die Schlafstunden. Der Test.

Am Handgelenk ist der Misift Ray schön leicht, stört nicht und geht optisch problemlos als Accessoire durch – egal ob für Mann oder Frau. Als Fitnesstracker mag das Kunststoff-Armband zwar passend sein, aber wer genau hinschaut, wird sich wundern, warum an dem kleinen, schönen Metallzylinder ein dezent transparentes Kunststoff-Armband hängt. Klar, es gibt auch andere Armbänder und sogar Ketten aus hochwertigeren Materialien, aber zum Standard-Lieferumfang gehört nur die Kunststoff-Version. Hmm...

Schritte zählen und Schlaf überwachen

Der Verschluss des Misfit Ray lässt sich gut öffnen und schließen. Er hält sicher zu, lässt sich allerdings nicht am Arm in der Größe verstellen. Hierzu müsst Ihr das Gegenstück des Verschlusses bewegen. Das klappt nur, wenn Ihr das Armband in einer Hand haltet und mit der anderen den einen Teil des Verschluss verschiebt. In der Metallröhre des Ray stecken drei kleine Knopfzellen, die den Fitnesstracker je nach Nutzung bis zu sechs Monate mit Energie versorgen sollen. Ich hoffe, Ihr habt Verständnis dafür, dass wir nicht sechs Monate mit der Veröffentlichung des Tests gewartet haben. Bestätigen können wir zumindest: Im Testzeitraum brauchte der Tracker keine zusätzliche Energie.

Der Misfit Ray überwacht Eure Aktivitäten. Damit er das möglichst korrekt machen kann, müsst Ihr ihm in der Companion-App verraten, ob Ihr ihn am Handgelenk, am Knöchel, an der Taille oder am Hals tragt. Er versucht Aktivitäten, wie etwa Spaziergänge oder eine Jogging-Runde, zu erkennen - kann aber nur zwischen leichten, moderaten oder aktiven Bewegungen unterscheiden. Sportarten, wie sie zum Beispiel die neueren Fitnesstracker von Fitbit erkennen, kann er nicht zuordnen.

Als Ergebnis präsentiert Euch die App einen Punktwert, zeigt aber auch die Schritte und zurückgelegten Kilometer sowie die verbrauchten Kalorien an. Die automatische Schlaferkennung funktioniert gut und unterscheidet zwischen leichtem und erholsamem Schlaf. Auf eine Pulsmessung müsst Ihr beim Misfit Ray allerdings verzichten.

LED und Vibrationen für Benachrichtigungen

Dafür informiert Euch das Wearable über eingehende Nachrichten auf dem Smartphone. Hierzu müssen beide aber konstant per Bluetooth verbunden sein und Ihr in der App des Misfit Ray festlegen, welche App die Vibrationen auslösen darf. Ihr könnt zur besseren Unterscheidung außerdem festlegen, in welcher Farbe die LED leuchtet und in welcher von vier verschiedenen Frequenzen der Fitnesstracker vibrieren soll. Das ist gut gemeint, mir zur Unterscheidung aber zu kompliziert.

Außerdem kann der Misfit Ray vibrieren, wenn Ihr Euch zu lange nicht bewegt habt. Und wenn Ihr ihn als dezenten Wecker stellt, holt er Euch mit sanften Vibrationen am Handgelenk aus dem Schlaf.

Fazit: Design sticht Funktion

Mit einem Preis von rund 100 Euro ist der Misfit Ray für seinen Funktionsumfang vergleichsweise teuer. Ihr müsst zum Beispiel auf eine Pulsmessung und eine genauere Aktivitätserkennung verzichten, erhaltet aber ein sehr brauchbares Wearable, das als Schmuckstück durchgeht und nicht auf den ersten Blick als Fitnesstracker zu erkennen ist.


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