Moto G4 im Test: Die Kamera ist der Unterschied

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Das Moto G4
Das Moto G4(© 2016 CURVED)

Das Moto G4 ist aktuell das günstigste Modell von Motorola. 249 Euro kostet es – ob Ihr dafür ein brauchbares Smartphone erhaltet, erfahrt Ihr in diesem Test.

Mit dem Moto G4 Plus hat Lenovo noch eine zweite, etwas teurere Version des Moto G4 im Angebot. Die beiden Smartphones sind nahezu identisch. Die einzigen Unterschiede sind die Kamera, der Fingerabdrucksensor und dass Ihr beim G4 Plus optional den Arbeitsspeicher verdoppeln könnt. Obwohl Lenovo Motorola bereits vor über zwei Jahren gekauft hat, prangt auf der Rückseite immer noch das alte, vertraute M – als Zeichen für die Moto-Serie.

Die Kamera macht den Unterschied

Alles was Steffi in ihrem Test des Moto G4 Plus gesagt hat gilt auch für das Moto G4: Trotz 155 Gramm fühlt es sich mit seinem spritzwassergeschützten Kunststoffgehäuse leicht an. Das Wechselcover ist rutschig, das 5,5 Zoll große Full-HD-Display gut und der Mittelklasse-Chipsatz Snapdragon 617 mit zwei Gigabyte Arbeitsspeicher völlig ausreichend.

Es gibt aber zwei Ausnahmen: Der Fingerabdrucksensor fehlt beim Moto G4 und die Kameras sind nicht identisch.

Die Kamera des Moto G4 Plus hat uns im Test sogar besser gefallen als die des iPhone 6s. Doch das Moto G4 verfügt nur über 13 statt 16 Megapixel und hat keinen Laserautofokus und Phasenerkennungs-Autofokus – und beides macht sich bemerkbar.

Es ist zwar nur ein kurzer Augenblick, aber man sieht ihn mit bloßem Auge: Mit seinem Laser-Autofokus ist das Moto G4 Plus wirklich schneller als das Moto G4 – und bei manchen Motiven kann dieser Sekundenbruchteil entscheidend sein. Aber noch viel wichtiger: Die unterschiedliche Auflösung und die dahinter steckenden verschiedenen Bildsensoren machen sich bei der Bildqualität bemerkbar.

Farblich liegen beide Kameras noch in etwa gleichauf. Beim Moto G4 wirken sie sogar etwas kräftiger. Schaut man sich die Aufnahmen allerdings in Originalgröße an, dann bietet das Moto G4 Plus deutlich mehr Details. Da sind die Kanten zwischen Mauersteinen besser zu erkennen oder die kleinen Vorsprünge einer Betonwand sind überhaupt erst zu sehen. Bei Zimmerbeleuchtung kommt das G4 Plus mit dem wenigen Licht deutlich besser zurecht und liefert neben mehr Details auch bessere Farben. Nachts auf der Straße sind die Fotos vom Moto G4 weichgezeichneter und wirken dadurch weniger körnig, dafür sind beim G4 Plus durch die Körnung mehr Details zu erkennen.

Fazit: Mehr für gute Fotos bezahlen

Das Moto G4 ist genau wie das Lenovo Moto G4 Plus ein solides und brauchbares Mittelklassegerät für 249 Euro geworden. Es gibt allerdings zwei gute Gründe 50 Euro mehr zu investieren und sich die Plus-Version für 299 Euro zuzulegen: Wer einen Fingerabdrucksensor als Sicherheitsmerkmal benötigt, kommt ebensowenig um die Plus-Variante nicht herum, wie alle, die gute Fotos sehen wollen. Die sind beim Moto G4 zwar gut, aber beim G4 Plus eben noch besser – sogar besser als beim iPhone 6s.

Ihr wollt einen genauen Blick auf unsere Testbilder werfen? Dann findet Ihr sie bei Google Drive.

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