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Motorola

Motorola

Schon vor über 68 Jahren sorgte das noch junge Unternehmen für Innovation in der Unterhaltungselektronik – im Jahr 1947 ging Motorola im US-amerikanischen Chicago aus der 1928 gegründeten Galvin Manufacturing Corporation hervor und brachte eines der ersten kommerziell erfolgreichen Autoradios auf den Markt. Als börsennotierter Konzern konnte Motorola auch das US-Militär zu den Kunden seiner Kommunikationsgeräte zählen, sogar die Raumfahrtbehörde NASA ließ sich von Motorola ausrüsten. Dessen Technologie ermöglichte es, dass 1969 die berühmten Worte des ersten Mannes auf dem Mond die Erde erreichten: „One small step for man, one giant leap for mankind.“

Nach einem zwischenzeitigen Einstieg in die erfolgreiche Entwicklung von Mikroprozessoren, die unter anderem in Geräten von Atari, Commodore, Hewlett Packard oder Apple zum Einsatz kamen, bereitete Motorola 1983 den Weg für seinen Aufstieg zum Handy-Marktführer. Zehn Jahre nachdem das Unternehmen einen ersten Anruf mit einem Mobiltelefon tätigen konnte, stellte es das erste frei erhältliche Handy vor: das DynaTAC 8000X. Für stolze 30 Minuten Gesprächszeit gewappnet, kam die klobige Innovation zum Preis von 3995 Dollar auf den Markt.

Motorolas Auf und Ab auf dem Handy-Markt

Den selbst etablierten Markt der Mobiltelefone beherrschte Motorola, ehe der finnische Emporkömmling Nokia 1998 die Marktführerschaft übernahm. Zuvor verdingte sich Motorola abermals als Pionier: In den 80er und 90er Jahren hatte der Konzern die ersten Klapphandys der Welt vorgestellt – zunächst mit nach unten ausklappbarer Tastenabdeckung, später dann die quasi in der Mitte gefalteten Varianten. Ein Gerät von letzterer Machart sollte Motorola dann auch einen erneuten Aufschwung auf dem Handy-Markt bescheren: das besonders flache Motorola RAZR. Mit dem Aufkommen des Smartphone-Zeitalters verlor man allerdings zunehmend an Boden, auch wenn das Motorola Droid, hierzulande bekannt als Milestone, als erstes Gerät mit Android 2.0 ein Erfolg wurde.

Spaltung und Übernahmen durch Google und Lenovo

Anfang 2011 spaltete sich Motorola in zwei Unternehmen auf: Das eine, Motorola Solutions, hielt dem stetig gepflegten Kundenstamm von Regierungen und anderen öffentlichen Einrichtungen die Treue und versorgt diese und große Unternehmenskunden mit Kommunikationslösungen. Der andere, bedeutend größere Teil des Splits, verwaltete fortan unter dem Namen Motorola Mobility das Endkonsumentengeschäft. Nach einer Kette von Verlustquartalen für Motorola Mobility übernahm Google für 12,5 Milliarden Dollar den angeschlagenen Konzern. Kaum mehr als anderthalb Jahre später stieß Google Motorola für nur noch 2,91 Milliarden Dollar wieder an den chinesischen Lenovo-Konzern ab, behielt aber den Großteil des umfassenden Patent-Portfolios.