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Faltbares Handy: Alle Hersteller und Modelle im Vergleich

Samsung Fold Gallery 3
Faltbare Handys gibt es mittlerweile von mehreren Herstellern (© 2019 CURVED )

Einige Hersteller bieten mittlerweile faltbare Smartphones an. Darunter auch die Marktführer Samsung und Xiaomi. Doch welches faltbare Handy ist das beste? Es gibt verschiedene Konzepte und Modelle, die alle Vor- und Nachteile haben. Ein Vergleich könnte hier helfen, deshalb verschaffen wir euch einen Überblick.

Inhaltsverzeichnis

Sind Faltbare Handys die Zukunft?

Viele Experten der Handy-Branche sind sich einig: Das Smartphone ist tot. Es fehlt an Innovationen, sodass die Hersteller nur noch das Vorhandene verbessern. Die Prozessoren werden schneller, die Kameras schießen etwas bessere Fotos und sonst? Nicht viel – und genau da liegt das Problem. Es braucht etwas Neues, das die Massen wieder begeistert. Zum Beispiel ein faltbares Handy.

Das erste Smartphone dieser Art wurde bereits 2019 offiziell vorgestellt und heißt Royole FlexPai. Das Design des unbekannten chinesischen Herstellers ist jedoch nicht sonderlich gut durchdacht, denn das Falten bekommt dem Gerät nicht sonderlich gut.

Inzwischen haben aber auch einige große Hersteller mindestens ein faltbares Handy am Start. Die Konzepte von Samsung, Huawei, Xiaomi und Motorola unterscheiden sich jedoch noch stark, was klar macht, dass das Ganze noch nicht ausgereift ist. Dass es sich jedoch nicht um einen kurzeitigen Trend handelt, verrät uns die Gerüchteküche, laut der mittlerweile so gut wie jeder Smartphone-Hersteller an einem eigenen faltbaren Handy arbeitet.

Samsung Galaxy Z Fold und Galaxy Z Flip: Die Erfolgsvorreiter

Wer faltbare Smartphones sucht, kommt an Samsung nicht vorbei. Die Koreaner sind bislang die einzigen, die mit dem Galaxy Z Fold und dem Galaxy Z Flip zwei Falthandy-Modellreihen erfolgreich auf dem Markt etabliert haben. Bislang sind diese fünf Geräte erschienen:

  • Galaxy Z Fold
  • Galaxy Z Flip
  • Galaxy Z Fold 2
  • Galaxy Z Fold 3
  • Galaxy Z Flip 3
Samsung Galaxy Z Fold 3
Das Samsung Galaxy Z Fold 3 in seiner vollen Größe (© 2021 CURVED )

Die Galaxy-Z-Fold-Reihe faltet ihr an der horizontalen Linie. Zusammengeklappt habt ihr ein schmales, längliches, aber recht dickes Smartphone. Faltet ihr es auf, könnt ihr den riesigen Bildschirm im Innern nutzen. Das Galaxy Z Fold 3 kommt so auf 7,6 Zoll Bildschirmdiagonale. Damit ist es größer als so manches Tablet. Abgesehen vom Faltmechanismus ist hier nur die beste Samsung-Hardware verbaut. Ein Snapdragon-888-Hochleistungs-Chip, eine 12-MP-Triple-Kamera, ein ausdauernder 4400-mAh-Akku und vieles mehr. Das hat allerdings auch seinen Preis: Mindestens 1530 Euro sind fällig, es sei denn ihr sichert euch das Samsung Galaxy Z Fold 3 mit Vertrag.

Bei der Galaxy-Z-Flip-Reihe faltet ihr an der waagerechten Linie. Dadurch erhaltet ihr zusammengeklappt ein kleines, quadratisches "Paket", das ihr leicht in jeder Tasche unterbringen könnt. Das Galaxy Z Flip 3 misst so nur 86,4 x 72,2 x 15,9 mm. Mit dem Mini-Display neben der Kamera, könnt ihr Nachrichten checken und sogar mit der 12-MP-Dual-Kamera Selfies schießen. Insgesamt  ist das Galaxy Z Flip 3 hardwareseitig etwas schwächer aufgestellt als das Galaxy Z Fold 3. So sind hier zum Beispiel nur 8 GB, statt 12 GB Arbeitsspeicher verbaut und die Kamera ist etwas schwächer. Das spiegelt aber auch der Preis wider, der mit einen Startgebot von 970 Euro deutlich günstiger ist. Ist euch das trotzdem zu teuer, guckt auch hier nach dem Samsung Galaxy Z Flip 3 mit Vertrag.

Samsung Galaxy Z Flip 3 Auf und Zugeklappt
Das Galaxy Z Flip 3 basiert auf einem anderen Konzept (© 2021 CURVED )

Huawei X: Bisher war das nix

Huawei startete ebenfalls 2019 mit seinem ersten Falt-Smartphone ins Rennen. Mittlerweile gibt es drei faltbare Geräte:

  • Huawei Mate X
  • Huawei Mate Xs
  • Huawei Mate X2

Das Handelsembargo-Drama rund um Huawei betrifft auch die faltbaren Handys des Herstellers. So kommt es, dass das Huawei Mate X hierzulande leider nie auf den Markt kam. Der direkte Nachfolger, das Huawei Mate Xs schaffte den Sprung, fand aber kaum Abnehmer, denn auch hier fehlen die Google Apps und Dienste. Abgesehen davon gehört das Falt-Smartphone mit einem Preis von rund 1950 Euro zu den teuersten Geräten auf dem Markt.

Huawei Mate X2 alle Formen
So faltet ihr das Huawei Mate X2 (© 2021 )

Das Huawei Mate X2 hat es dann wieder nicht nach Deutschland geschafft. Interessant ist jedoch, dass Huawei hier noch einmal einen ganz anderen Ansatz fährt als bei den Vorgängermodellen: Das Huawei Mate X und Mate Xs faltet ihr nämlich beide nach außen. Das große Display ist also erst sichtbar, wenn ihr das faltbare Handy öffnet. Beim Huawei Mate X2 faltet ihr hingegen nach innen. Zusammengeklappt nutzt ihr ein zweites 6,45-Zoll-Display, wie ihr es von gewöhnlichen Smartphones kennt und auseinandergefaltet ein großes 8-Zoll-Display.

Huawei hat seine faltbaren Handys also noch nicht aufgegeben, auch wenn es bisher nicht gut lief. Wir sind gespannt, ob sich das neue Konzept besser durchsetzt und zum Durchbruch verhilft.

Faltbares Handy von Xiaomi zeigt, dass es auch günstig geht

Auch Xiaomi möchte sich ein großes Stück vom Falt-Kuchen sichern. Der chinesische Marktführer hat die Bühne jedoch gerade erst mit seinem ersten faltbaren Handy betreten, das da heißt:

  • Xiaomi Mi Mix Fold

Faltbare Smartphones stecken noch in den Kinderschuhen und sind aktuell noch viel zu teuer, um die breite Masse zu begeistern. Xiaomi möchte das ändern und geht mit dem Mi Mix Fold mit gutem Beispiel voran. Das Konzept des Falt-Handys ist das gleiche wie beim Samsung Galaxy Z Fold 3. Zusammengeklappt nutzt ihr das schmale 6,5-Zoll-Display auf der Außenseite. Faltet ihr das Smartphone auf, genießt ihr hingegen den Komfort eines 8,01-Zoll-Bildschirms.

Auch die restliche Hardware kann sich sehen lassen. Das Xiaomi Mi Mix Fold kommt unter anderem mit einem rasend schnellen Snapdragon-888-Chip, wahlweise 12 GB oder 16 GB Arbeitsspeicher, einer 108-MP-Triple-Kamera sowie einem ausdauernden 5000-mAh-Akku. Eine starke Ausstattung, wie wir sie auch in zahlreichen Flaggschiffen finden. Dennoch kostet das Mi Mix Fold umgerechnet gerade einmal rund 1000 Euro. Richtig gelesen - "umgerechnet" – denn aktuell gibt es das Falt-Handy leider noch nicht in Deutschland.

Motorola Razr: Leider eine stumpfe Klinge

Motorola gehört ebenfalls zu den ersten Herstellern, die ein faltbares Handy in petto haben. Bei diesem einen Gerät ist es dann aber auch vorerst geblieben:

  • Motorola Razr

Das Motorola Razr ist wohl als eine Hommage an das gute alte Klapphandy gedacht gewesen, mit dem der Hersteller vor mehr als einem Jahrzehnt so erfolgreich war. Wie auch die alten Handys, könnt ihr den 6,2-Zoll-Bildschirm in der Mitte zusammenfalten und auf ein handliches Format reduzieren. Wie beim Samsung Galaxy Z Flip befindet sich neben der Hauptkamera ein zusätzliches Mini-Display, mit dem ihr die wichtigsten Funktionen des Smartphones schnell zur Hand habt.

Motorola Razr jetzt erhältlich: So viel soll das Falthandy mit Kult-Attitüde kosten
Das Motorola Razr erinnert stark an die alten Klapphandys (© 2020 MOTOROLA )

Leider erwies sich das Motorola Razr als Reinfall. Der Faltmechanismus des Smartphones ist nicht ausgereift genug und es läuft schnell Gefahr, kaputt zu gehen. Hierzulande bietet Motorola das Gerät nicht einmal mehr an. Ihr findet es nur noch gebraucht bei Drittanbietern.

Frisch aus der Gerüchteküche: Das haben Apple, Oppo, Google und Co. vor

Warum gibt es noch kein faltbares Handy von Apple? Einige Branchenexperten hatten schon 2020 damit gerechnet, dass der Smartphone-Pionier sich dem neuen Trend anschließt. Doch bislang warten wir vergeblich auf das "iPhone X Fold", wie es einige Leaker nennen. Es tauchen zwar immer wieder Patente und Konzepte auf, doch niemand hat etwas Handfestes vorzuweisen.

Sehr viel konkreter sind die Hinweise auf das Oppo-Falthandy. Der chinesische Hersteller präsentierte uns mit dem Oppo-X-Konzept bereits ein Modell mit aufrollbarem Display, das wohl aber nicht auf den Markt kommen soll. Stattdessen dürfen wir eher mit einem klassischen Falt-Smartphone rechnen, das sich konzeptuell am Galaxy Z Fold orientiert.

Bei Google soll die Sache wiederum ganz anders aussehen. Hier sei bis vor kurzem ein Google Pixel Fold in Arbeit gewesen, das nun jedoch eingestellt worden sei. Ursprünglich sollte das Falthandy mit Android 12L auf den Markt kommen, doch anscheinend haben sich die führenden Köpfe in letzter Sekunde dagegen entschieden. Ob das Projekt komplett eingestellt oder nur verschoben wurde, ist bislang noch nicht bekannt.

Doch mit oder ohne Google: Fakt ist, dass wohl so ziemlich jeder Hersteller uns demnächst ein faltbares Handy präsentieren möchte. Auch Vivo, Realme, OnePlus, ZTE, Nokia und Co. dürften um den Trend nicht herumkommen.

Wie findet ihr das? Stimmt ab!
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