Nokia 2 im Test: Das günstige Smartphone mit purem Android im Hands-on

Das Nokia 2 wird in Deutschland nur in schwarz verfügbar sein.
Das Nokia 2 wird in Deutschland nur in schwarz verfügbar sein.(© 2017 CURVED)

Mit 119 Euro ist das Nokia 2 ein Smartphone zum Kampfpreis. Dafür erwartet euch Android pur und eine Ausstattung, bei der der Rotstift regiert. Wofür sich das lohnt, erfahrt ihr im Test.

Das Nokia 3 war bereits sehr preiswert, doch das Nokia 2 ist noch einmal ein paar Euro günstiger. Mehr als ein Kunststoffgehäuse darf man da nicht erwarten, aber selbst das fühlt sich hochwertig und gut verarbeitet an.

Minimal-Ausstattung zum Mini-Preis

Das Display vom Nokia 2 ist fünf Zoll groß und bietet eine Auflösung von 1280 x 720 Pixeln. Das reicht für ein scharfes Bild. Die Farben sind in Ordnung, aber nicht so kräftig wie bei hochwertigeren Displays. Im Sonnenlicht wird außerdem klar: So richtig hell strahlt das Display nicht. Im Freien erkennt ihr nur etwas, wenn ihr für ausreichend Schatten sorgt.

Mit den Snapdragon 212 und einem Gigabyte Arbeitsspeicher ist das Nokia 2 noch schwächer auf der Brust als das Nokia 3. Die Ladezeiten für die Kamera und andere Apps fielen dann auch spürbar länger aus, als bei Geräten mit leistungsstärkerer Hardware. Die Nutzeroberfläche ruckelte aber nicht. Wer jedoch schonmal ein schnelleres Smartphone genutzt hat, wird sich mit dem Nokia 2 nur schwer zufrieden geben.

Nokia 2: Fünf Zoll großes HD-Display und pures Android.(© 2017 CURVED)

Der interne Speicher des Nokia 2 ist mit acht Gigabyte knapp bemessen. Wer viel fotografiert, mehrere große Apps installiert oder viele Medien über Messenger geschickt bekommt, stößt schnell an die Grenzen der Speicherkapazität. Zwar lässt sich der Speicher mit einer microSD-Karte erweitern, aber das ist immer umständlicher als direkt 32 Gigabyte oder mehr zur Verfügung zu haben. Deutlich spendabler war Nokia dagegen beim Akku. Der verfügt über eine Kapazität von 4100 mAh und soll eine Laufzeit von bis zu zwei Tagen bieten. Angesichts der genügsamen Hardware, könnte das klappen.

Die Kameras mit Auflösungen von acht Megapixeln hinten und fünf Megapixeln vorne, konnte ich noch nicht richtig ausprobieren. Aber mehr als gute Schönwetter-Fotos erwarte ich von ihnen nicht. Im Klartext: Bei Dunkelheit oder bereits bei Zimmerbeleuchtung erwarte ich starke Einbrüche bei der Bildqualität.

Ab Werk läuft Android Nougat auf dem Nokia 2. Der Hersteller verspricht aber, dass das Smartphone ein Update auf Android 8.0 Oreo erhalten wird, nennt aber noch keinen konkreten Termin. Die monatlichen Sicherheitsupdates für Android soll das Smartphone zwei Jahre lang erhalten. Dies gelingt Nokia bei seinen anderen Smartphones bisher zuverlässig. Ein Grund hierfür ist, dass das Unternehmen auf eine eigene Nutzeroberfläche verzichtet und Android in purer Form installiert.

Vorläufiges Fazit: Starke Konkurrenz aus eigenem Haus

In Deutschland soll das Nokia 2 ab Anfang 2018 erhältlich sein, jedoch nicht der der schwarz-weißen Version, die ihr auf unseren Bildern seht, sondern nur in schwarz und nur als Dual-SIM-Variante. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 119 Euro. Für den Preis erhält man kein perfektes, aber ein in einem bestimmten Rahmen noch nutzbares Smartphone. Legt man allerdings nur ein paar Euro mehr auf den Tisch, kommt man zum Beispiel mit dem Nokia 5 deutlich besser davon. Das ist momentan bereits für rund 180 Euro erhältlich.

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