Samsung Galaxy Watch im Test: Hands-on der tickenden Smartwatch [mit Video]

Eine Smartwatch ist nur etwas für echte Technik-Nerds? Samsung sieht das anders. Die neue Galaxy Watch sieht nicht nur aus wie eine echte Uhr, sie kann auch ticken. Das Hands-on.

Viele Smartwatches haben oft ein Problem: Die meisten Hersteller geben sich große Mühe, die Uhren wie echte Armbanduhren aussehen zu lassen. So richtig klappt das aber selten. Wie man es besser macht, zeigte Samsung in den letzten Jahren mit den Smartwatches der Gear-Serie. Die ist jetzt allerdings Geschichte. Aus Gear wird Galaxy Watch. Dadurch ändert sich allerdings weniger, als der Name vermuten lässt. Denn durch den Namen Galaxy Watch soll die Uhr schlicht besser zu den Smartphones des Herstellers passen.

Was macht die Galaxy Watch zur echten Uhr?

Dazu gehören natürlich die passenden, edlen Materialien. Während Samsung bei seinen Smartphones gern Aluminium und Glas verwendet, besteht das Gehäuse der Galaxy Watch aus Edelstahl, das Display ist dank Gorilla Glass vor Kratzern geschützt. Beim ersten Ausprobieren machte die Uhr einen sehr hochwertigen und stabilen Eindruck. Ebenso die Buttons auf der rechten Seite, die sich durch die Riffelung schön vom Gehäuse abheben und einen guten Druckpunkt bieten.

Auf der Rückseite liegt der Herzschlagsensor.(© 2018 CURVED)

Außerdem darf die drehbare Lünette, das inoffizielle Markenzeichen der Samsung-Uhren, nicht fehlen. Mit ihr navigiert man spielend einfach durch die Menüs, ohne sich auf dem Touchscreen mit dem Finger selbst die Sicht zu versperren. Auch nach Jahren ist das noch eine geniale Idee. Für echtes Uhrenfeeling sorgt Samsung außerdem mit zwei Software-Funktionen: Auf Wunsch kann die Galaxy Watch ticken, wenn das Display aktiviert ist. Das klingt sogar richtig authentisch. Außerdem wurden die Zifferblätter überarbeitet. Sie sehen jetzt noch echter aus.

Welche Funktionen bietet die Galaxy Watch?

Anders, als im Vorfeld angenommen, läuft auf der neuen Uhr nicht Googles Betriebssystem Wear OS, sondern nach wie vor Samsungs Eigenentwicklung Tizen. Das macht es Nutzern einfach. Denn für das System gibt es zwar keine Unmengen an Apps, dafür ist die Navigation spielend leicht und intuitiv. Ihr legt mit wenig Aufwand Widgets an und habt so Termine und Leistungsdaten ganz einfach im Blick. Das macht Spaß.

Ein Hauptanwendungsgebiet der Galaxy Watch ist Fitness. Die Uhr unterstützt 39 Workouts, erkennt selbstständig, wenn ihr ein Training startet und kann mehrere Trainings, etwa im Fitnessstudio, zusammenfassen, sodass ihr eine einzige Auswertung bekommt. Da sie bis zu 5 ATM wasserdicht ist, könnt ihr mit der Uhr schwimmen gehen. Extra dafür integriert Samsung einen Schwimmmodus, der verhindert, dass Wellen auf dem Touchscreen ungewollte Aktionen ausführen. Beendet ihr den Modus, spielt die Uhr Töne ab, um Wasser auszustoßen – genau wie die Apple Watch. Sportliche Aktivitäten kann die Uhr über den Herzschlagsensor und per GPS tracken. Die Auswertung findet in der "S Health"-App von Samsung statt.

Außerdem soll euch die Uhr im Alltag unterstützen. Möglich macht es ein Zifferblatt, das Kalendereinträge und die verbleibende Zeit bis zum Termin anzeigt. Außerdem werdet ihr nach dem Aufstehen und vor dem Schlafengehen mit der Wettervorhersage, anstehenden Terminen und Fitnessdaten versorgt. Damit die Uhr in entscheidenden Momenten nicht zum Störfaktor wird, integriert Samsung außerdem die Modi "Schlafen", "Nicht stören" und "Kino".

Was muss ich noch wissen?

Die Galaxy Watch kommt in zwei Varianten auf den Markt. Die größere Version ist schwarz und hat ein 1,3 Zoll großes Display, die kleinere Variante hat einen Bildschirm mit 1,2 Zoll und wird in Silber und Rosegold erhältlich sein. Wer mag, kann das mitgelieferte Armband ganz einfach durch eines aus dem Kaufhaus ersetzen. An die größere Uhr passen 22-Millimeter-Armbänder, bei der kleineren sind es 20 Millimeter.

Beide Uhren bekommt ihr darüber hinaus in einer Bluetooth- und einer LTE-Variante. Ähnlich wie bei der Apple Watch seid ihr dann unabhängig vom Smartphone unterwegs, könnt auf Wandertouren etwa das Smartphone zuhause lassen und seid trotzdem noch telefonisch erreichbar. Spotify-Premium-Nutzer können Songs über die LTE-Version der Uhr streamen. Alternativ ladet ihr euch die App und anschließend Playlisten zum Offline-Hören herunter.

Preise und Verfügbarkeit

Die Samsung Galaxy Watch könnt ihr ab sofort vorbestellen. Die Bluetooth-Varianten werden 309 (1,2 Zoll) und 329 Euro (1,3 Zoll) kosten, für die Modelle mit LTE werden 379 bzw. 399 Euro fällig. Regulär in den Handel kommt die Galaxy Watch am 7. September 2018.

Vorläufiges Fazit

Auf den ersten Blick hat Samsung die Smartwatch nicht neu erfunden, aber durch sinnvolle Änderungen noch salonfähiger gemacht. Nicht mehr lange, dann sind die Uhren der Südkoreaner von mechanischen Exemplaren nicht mehr zu unterscheiden, bieten aber deutlich mehr Funktionen. Wie sich die Galaxy Watch im Alltag schlägt, erfahrt ihr dann bald hier im Test.

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