Samsung Galaxy Watch Active im Test: die sportliche Smartwatch

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Die Lünette der Galaxy Watch Active lässt sich nicht mehr drehen.
Die Lünette der Galaxy Watch Active lässt sich nicht mehr drehen.(© 2019 CURVED)

Achtung, jetzt wird es sportlich: Samsung hat die Galaxy Watch auf Sport getrimmt. Das Ergebnis ist federleicht, durchaus ansehnlich und heißt Galaxy Watch Active. Wir haben sie angelegt – und im Test auf die Probe gestellt.

Die Smartwatches von Samsung gehören seit der Vorstellung der Gear S2 zu den besten Modellen am Markt. Ein einfaches und intuitives Betriebssystem und ein außergewöhnliches Bedienkonzept sorgen für viel Spaß am Handgelenk. Bei den Gear- und Galaxy-Uhren konntet ihr bis zuletzt nämlich über ein Drehrad, die sogenannte Lünette, durch die Menüs navigieren. Das gibt es bei der Samsung Galaxy Watch Active nicht mehr. Dafür ist die Smartwatch aber federleicht.

Ohne Lünette – dafür leichter

Das Gehäuse von Samsungs Smartwatch besteht aus Aluminium, wirkt wie aus einem Guss und ist sehr hochwertig verarbeitet. Zum geringen Gericht trägt bei, dass Samsung das Display im Vergleich zur kleinen Ausgabe der Galaxy Watch noch etwas kleiner gemacht hat. Das Display misst jetzt nur noch 1,1 Zoll. Dadurch wirkt die Uhr am Handgelenk weniger mächtig, sogar fast unauffällig. Besonders an eher schlanken Unterarmen wirkt die Uhr dann passender als die mächtigere große Schwester von Samsung. Beim Sport fällt sie dann außerdem nicht mehr so sehr ins Gewicht.

Ohne die Lünette bleibt die Frage nach der Bedienung. Die erfolgt über den Touchscreen, über den ihr durch die Menüs wischen könnt. An der Seite gibt es zudem noch zwei Tasten. Die obere dient als Zurück-Button, die untere bringt euch im Zweifel sofort wieder ins Hauptmenü. Dort müsst ihr teilweise genau Zielen, um die kleinen App-Icons auf dem Display zu treffen. Übrigens bedeutet der Wegfall der Lünette bei der Galaxy Watch Active nicht, dass Samsung das Element bei künftigen Smartwaches auch streicht.

Bei der Galaxy Watch Active steht Sport im Fokus

Mit der Samsung Gear Sport haben die Koreaner bereits eine dezidierte Sportuhr im Programm. Die zweite Smartwatch für Sportler ist nun eine Galaxy. Dass es sich bei der Samsung Galaxy Watch Active ebenfalls um eine Smartwatch für aktive Träger handelt, das verrät schon der Name. Auf der Unterseite macht das der Herzschlagsensor deutlich. Der übermittelt aber nicht nur eure Herzschläge, die Uhr kann euch auch darauf hinweisen, wenn ungewöhnliche Frequenzen gemessen werden. Über eine weitere Funktion ermittelt die Galaxy Watch Active euren Stresslevel und empfiehlt euch gegebenenfalls Atempausen. Auch euren Schlaf könnt ihr mit der Smartwatch überwachen und auswerten lassen.

Die Verarbeitung der Galaxy Watch Active ist ein Traum.(© 2019 CURVED)

Für die Messung der sportlichen Aktivitäten stehen sieben Sensoren zur Verfügung. Die Uhr erkennt automatisch, wann ihr ein Workout startet und wann ihr Pause macht. Beim Schwimmen müsst ihr jedoch Abstriche hinnehmen. Die Uhr ist zwar bis 5 Bar wasserdicht, die automatische Aktivitätserkennung fürs Schwimmen funktioniert aber noch nicht, soll aber später per Update nachgeliefert werden. Dafür hat Samsung ein anderes Problem behoben. Frühere Modelle haben die Wiederaufnahme der Aktivität nach kurzer Pause (zum Beispiel an einer roten Ampel) als zweites Workout getrackt. Das soll mit der Galaxy Watch Active nicht mehr passieren. Gut so!

Eure Laufleistung könnt ihr mit der Uhr per GPS tracken. Die Auswertung der sportlichen Aktivitäten erfolgt auf Wunsch übersichtlich direkt am Handgelenk. In der Samsung Health-App könnt ihr einsehen, wie viele Schritte ihr gelaufen seid, wie viele Stockwerke ihr erklommen und wie viele Kalorien ihr verbrannt habt. Die Sport-Funktionen lassen sich natürlich ganz ohne Smartphone oder eigene SIM-Karte nutzen. Die Fitness-Tracking-Funktionen können durchaus mit denen von expliziten Sportuhren wie den Forerunner-Modellen von Garmin mithalten. Andere Smartwatches wie die Apple Watch Series 3 oder die Huawei Watch 2 können da nicht mithalten.

Auch Smartwatch-Funktionen sind mit an Bord

Nebenbei fungiert die Galaxy Watch Active auch als Smartwatch. Dazu könnt ihr sie ganz einfach per Bluetooth mit Eurem Smartphone koppeln. Ihr könnt euch Nachrichten und Anrufe ans Handgelenk leiten lassen und dort über die Uhr direkt beantworten. Das funktioniert in Verbindung mit allen Android-Smartphones – wie etwa der Galaxy Serie von Samsung – und dem iPhone, bei letzterem seid ihr aber etwas eingeschränkter. Außer mit dem Smartphone könnt ihr die Galaxy Watch Active über Bluetooth auch mit anderen Gadgets von Samsung Gear verbinden, etwa die Wireless Headphones Gear Icon X.

Die Bedienung erfolgt über den Touchscreen und die beiden Knöpfe an der Seite.(© 2019 CURVED)

Zusätzlich könnt ihr die Galaxy Watch Active um Apps erweitern. Neben Apps, die man auch vom Smartphone kennt, etwa Spotify oder MyFitnessPal, blieb die Ausbeute zumindest bei der Galaxy Watch mager. Außer einigen Watchfaces war dort wenig zu holen.

Erster Eindruck: Günstige Alternative mit kleinen Abstrichen

Kleinerer Bildschirm, keine Lünette oder kurz gesagt: Die Samsung Galaxy Watch Active bietet nicht ganz so viel wie die Galaxy Watch, ist dafür aber deutlich leichter, schicker – und günstiger. Ihr bekommt die Uhr in Schwarz, Silber, Grün und Roségold für 249 Euro. Für die günstigste Variante der Galaxy Watch werden 299 Euro fällig. Alles in allem scheint die Galaxy Watch Active nach dem ersten Ausprobieren ein guter Deal zu sein. Ob sich der Eindruck im Test bestätigt, erfahrt ihr zu gegebener Zeit hier.


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