Skagen Falster im Test: Die minimalistische und schicke Smartwatch

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Schick in Schale: Die Skagen Falter beeindruckt mit puristischem Design
Schick in Schale: Die Skagen Falter beeindruckt mit puristischem Design(© 2018 CURVED)

Die Mode- und Schmuck-Experten von Fossil haben sich schon länger in den Wearables-Markt eingeklinkt und unter anderem schon Uhren für Labels wie Michael Kors und Kate Spade entwickelt. Das Ergebnis der jüngsten Kooperation mit dem dänisch-amerikanischen Design-Spezialisten Skagen besticht vor allem mit seinem minimalistischen Schick. Wir haben das Gerät getestet.

Unprätentiös kommt sie daher, die dänisch-amerikanische Gemeinschaftsproduktion namens Falster, ohne irgendwelchen Schnickschnack: Schnörkelloses schwarzes Edelstahlgehäuse, schlichte Armbänder – und für jedermann und jederfrau gemacht: Die Skagen Falster ist nämlich eine Unisex-Smartwtach, wahlweise in Schwarz, Silber oder Rosegold. Lediglich das Display ist stets schwarz eingefasst. Armbänder gibt es in vielen Farben und Materialien, aus Leder, Nylon oder feingliedrigem Metall.

Rundes Touch-Display, elegantes Design

Bei der Skagen Falster hat man sich für für ein elegantes und trendiges, rundes Display entschieden. Das Edelstahlgehäuse wirkt mit einem Durchmesser von 42 Millimetern und 12 Millimetern Dicke immer noch dezent, nicht zu klobig und trägt sich angenehm am Handgelenk.

Zum Lieferumfang der Falster gehört ein Induktions-Ladekabel – das ebenfalls benötigte USB-Netzteil muss man sich allerdings selbst organisieren. Je nach Stromquelle braucht es rund zwei bis zweieinhalb Stunden, um den Akku voll aufzuladen. Die Laufzeit ist wie immer von der Nutzungsintensität abhängig und soll bis zu 24 Stunden betragen, in unserem Test, war aber schon nach rund 12 Stunden Schluß. Nutzerfreundlicher sind da batteriebetriebene Watches wie die DKNY Minute, die einige Monate durchhält.

Das runde 1,19 Zoll große AMOLED-Display mit Touchscreen hat eine Auflösung von 390 x 390 Pixel: völlig ausreichend, um alle ausgespielten Inhalte deutlich darzustellen. Mit einem Snapdragon Wear 2100-Prozessor von Qualcom, 512 MB RAM und 4 GB internem Speicher läuft die Uhr flüssig und ruckelfrei.

Seitlich, wo bei Uhren seit jeher die Krone sitzt, befindet  sich bei der Falster ein Drucktaster, mit dem man Uhr und App-Startscreen aufruft. Knapp daneben sitzt das integrierte Mikrofon für Sprachsteuerung und Telefonate. Zudem ist die Uhr IP67 zertifiziert und somit gegen Staub- und Wasser geschützt, sogar 30 Minuten unter Wasser hält sie aus.

Gute Kommunikation mit Android, gestörtes Verhältnis zu Apple

Für die Kommunikation mit iOS oder Android-Smartphones steht Bluetooth 4.1 und der energieeffiziente Standard Bluetooth Smart zur Verfügung. Gyroskop, Beschleunigungs- und Lichtsensor sind ebenfalls mit an Bord. 

Um die Watch initial einzurichten und an das Smartphone zu koppeln, lädt man Wear OS aus dem Google Play Store  oder dem App Store herunter. Das klappte in unserem Test problemlos. Wear OS funktioniert mit Smartphones ab Android 4.4 und mit iPhones ab iOS 9.3. Aber: Die Falster ist zwar mit Apple-Geräten kompatibel, leitet aber lediglich Benachrichtigungen auf das Display weiter. 

Die Falster wird an Smartphone und Google-Konto gekoppelt, damit Mitteilungen, SMS, Anrufe und Co. ausgespielt werden können. Initial konfiguriert man die Uhr recht komfortabel auf dem verbundenen Smartphone. Hier nimmt man auch grundlegende Einstellungen vor, beispielsweise das Design des Zifferblattes. Sechs Designs stehen hier zur Auswahl, mit diversen Watch-Face-Apps lässt sich das Portfolio nach Herzenslust ergänzen.

Wo ist der Pulsmesser?

Von Haus aus sind bereits viele wesentliche Funktionen an Board: Kalender, Erinnerungen, Übersetzer, Wecker, Stoppuhr, sogar die Taschenlampe ist dabei. Und auch Googles praktischer Sprachassistent, der das etwas friemelige Tippen auf dem kleinen Touch-Display erspart, um beispielsweise eine SMS zu versenden. WhatsApp ist übrigens mit der aktuellen Version von WearOS nicht kompatibel. Auch das Lesen kurzer Texte ist okay, längere Mails liest man vielleicht doch lieber auf dem Telefon selbst.

Grundsätzlich funktioniert die Falster als Fernbedienung für das Smartphone: Man kann mit der Uhr Apps wie YouTube, Google Music oder Xing auf dem Smartphone aufrufen und steuern. Und man kann Benachrichtigungen und Anrufe auf dem Phone stummschalten, um das gedoppelte Bimmel-Inferno zu vermeiden. Äußerst praktisch: Mit der Suchfunktion lässt sich das Telefon leicht wieder auffinden, wenn man es verlegt hat. Ein kurzes Klingeln hilft, das Gerät in unmittelbarer Nähe zu orten.  

Während einige Smartwatches auch als Fitness-Tracker punkten, sieht es bei der Falster in dieser Hinsicht eher mau aus: Zwar gehört Google Fit zur Ausstattung der Uhr, und auch Runtastic lässt sich installieren, allerdings fehlt ein Pulsmesser, selbst die GPS-Infos zieht sich die Uhr vom Telefon. So hält sich der Wert dieser Apps für echte Sport-Fans in Grenzen. Die greifen eher zu einer ausgewiesenen Sportuhr wie der Garmin viviactive 3. Die ist zwar gut 50 Euro teurer, bietet aber auch mehr Funktionen. Und so stellt sich die Frage, ob die Features der Skagen Falster einen Preis von rund 200 Euro rechtfertigen?

Fazit: Hübschesr Hingucker, wenig smart

Die Skagen Falster funktioniert als praktische Ergänzung zum Telefon: Um Termine, SMS und (kurze) Mails zu checken oder um zu telefonieren, ohne erst das Smartphone mühselig rauszukramen. Sie ist als smartes und modisches Accessoire konzipiert, nicht als Fitness-Tracker, dafür fehlen Ihr GPS und Pulsmesser. Wer sich die Uhr anschafft, hat zudem ein weiteres Device, dass er täglich aufladen muss, da die Uhr nicht mit Batterie sondern per Akku mit einer eher mittelmäßigen Laufzeit betrieben wird.

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