Sony Xperia XZ3 im Test: die IFA-Neuheit im Hands-on [mit Video]

Sony nutzt die IFA, um das Xperia XZ3 vorzustellen. Was das Smartphone vom Xperia XZ2 unterscheidet und welche Neuheiten es mitbringt, verraten wir hier.

Bei Sony lässt man sich nicht lumpen. Mindestens zwei Top-Geräte im Jahr müssen es schon sein. Nach dem Anfang 2018 vorgestellten Xperia XZ2 folgt auf der IFA das Xperia XZ3. Zwischen beiden Geräten liegen allerdings nur wenige Monate. Große technologische Sprünge bleiben bei dem Tempo aus. Deswegen stimmen viele Ausstattungsdetails des Xperia XZ3 mit denen des Vorgängers überein, es gibt aber auch ein paar durchaus sinnvolle Neuerungen.

Wie fühlt sich das Xperia XZ3 an?

Kaum verändert wurde das Design. Wieder setzt Sony auf den edlen Materialmix aus Glasrückseite und Metallrahmen. Das fasst sich toll an. Durch die geschwungenen Ränder auf der Rückseite wirkt das Gerät in der Hand zwar etwas klobig, dafür liegt es aber sehr gut in der Hand. Was beim Ausprobieren Probleme bereitete, war die Position des Fingerabdrucksensors. Der befindet sich unterhalb der Kamera. Die ist aber mittig verbaut, sodass ich meinen Finger beim Versuch, das Smartphone zu entsperren, regelmäßig auf die Linse gelegt habe. Besonders Menschen mit großen Händen müssen hier erstmal üben.

Ansonsten bietet das Smartphone viel, was auch andere Sony-Geräte an Board haben: Die Bedienelemente befinden sich allesamt auf der rechten Seiten. Neben dem Einschalter und dem Lautstärkeregler darf der Sony-typische Kamera-Button natürlich nicht fehlen, über den ihr die Knipse sofort aktivieren könnt. Zusätzlich ist das Smartphone nach IP65 und IP68 gegen das Eindringen von Wasser und Staub geschützt. Es hält also 30 Minuten in bis zu einem Meter Wassertiefe durch. Was fehlt, ist ein Kopfhöreranschluss. Wer keine Bluetooth-Kopfhörer hat, muss auf einen USB-C-Adapter zurückgreifen.

Die erste echte Neuerung findet sich auf der Vorderseite. Nicht nur ist das Display im Vergleich zum Xperia XZ2 mit einer Diagonalen von 6 Zoll etwas größere geworden, es ist an den Ecken auch abgerundet und erinnert so an Samsungs Galaxy-Smartphones. Statt eines LC-Displays verbaut der Hersteller einen OLED-Bildschirm. Der bietet deutlich kräftigere Farben und ein sattes Schwarz. Um den Nutzern die bestmögliche Qualität zu bieten, hat Sony sich bei den Kollegen bedient. Im Display steckt die gleiche Technologie, die auch bei den Bravia-Fernsehern des Unternehmens zum Einsatz kommt. Und die Inhalte sehen darauf, auch dank der scharfen Auflösung mit 2880 x 1440 Pixel, verdammt gut aus.

Welche Neuheiten bietet das Xperia XZ3?

Anders verhält es sich bei der Optik: Zwar reduziert Sony die Ränder links und rechts vom Display, oben und unten gibt es aber zwei etwas dickere Balken, die das Smartphone unnötig in die Länge ziehen. Weil es so schwierig wird, das Gerät mit einer Hand zu bedienen, hat sich der Hersteller etwas ausgedacht: Wischt man über den rechten Rand des Smartphones, aktiviert man ein Schnellauswahlmenü, das euch eure am meisten genutzten Apps und Funktionen sprichwörtlich in greifbarer Nähe anzeigt. Sony nennt das „Side Sense“. Damit aber nicht genug. Mit der Zeit soll Side Sense euere Gewohnheiten kennenlernen und euch in passenden Situationen die richtigen Apps anzeigen. Morgens auf dem Weg zur Arbeit könnte das dann Spotify sein, während abends auf der Couch vielleicht eher YouTube gefragt ist.

Neu ist auch die Gestensteuerung für das Smartphone. Holt ihr es aus der Hosentasche und haltet es im Querformat vor euch, aktiviert sich automatisch die Kamera und ihr könnt direkt losknipsen. Dazu passt, dass Sony die Kamera-App etwas überarbeitet und aufgeräumt hat. Einfache, große Symbole zeigen euch nun die wichtigsten Funktionen an. Bei der Kamera selbst bleibt alles beim Alten: Sie löst wie beim Xperia XZ2 mit 19 Megapixeln auf, unterstützt 4K-Videos und Zeitlupenaufnahmen mit bis 960 Bildern pro Sekunde. In unserem Test konnte uns die Kamera damals überzeugen, beim Xperia XZ3 rechnen wir mit ähnlich guten Ergebnissen.

Überarbeitet hat Sony auch die Frontkamera. Die löst im neuen Smartphone mit 13 Megapixeln auf und bietet einen eigenen Bokeh-Modus, der dafür sorgen soll, dass euer Gesicht im Vordergrund scharf gestellt wird, während der Hintergrund unscharf wird. Beim Ausprobieren funktionierte das noch nicht so gut. Man muss aber beachten, dass es sich dabei um ein Vorführgerät handelte.

Was muss ich noch wissen?

Im Inneren ist das Xperia XZ3 ähnlich ausgestattet wie das Xperia XZ2. Das heißt, der Hersteller verbaut auch hier den aktuell schnellsten Prozessor von Qualcomm und 4 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher. Diese Kombination sorgte beim Xperia XZ2 für flotten Betrieb. Den darf man getrost auch vom Xperia XZ3 erwarten. Der Speicher ist mit 64 GB ausreichend groß. Wer mehr braucht, rüstet per microSD-Karte weitere 512 GB nach.

Das Sony Xperia XZ3 ist eines der ersten Smartphones, die mit Googles neuem Betriebssystem Android Pie in den Handel kommen werden. Ein Kaufgrund ist das allerdings. Eine Vorschauversion stand auch für das Xperia XZ2 schon parat. Das Smartphone wird das Update also bald auch erhalten.

Der Vollständigkeit halber hier noch einmal die Leistungsdaten:

  • 6 Zoll großes OLED-Display mit 2880 x 1440 Pixeln
  • Qualcomm Snapdragon 845
  • 4 GB RAM
  • 64 GB Festspeicher (erweiterbar um 512 GB per microSD)
  • Akku mit 3300 mAh und Schnellladefunktion
  • Rückkamera mit 19 Megapixeln
  • Frontkamera mit 13 Megapixeln
  • Android 9 Pie
  • 193 Gramm Gewicht
  • Farben: Bordeaux Rot, Forrests Green, White Silver, Black

Vorläufiges Fazit

Beim Xperia XZ3 von einem komplett neuen Gerät zu sprechen, ist sicherlich nicht ganz richtig. Viel mehr handelt es sich bei dem Smartphone um eine aufgemöbelte Variante des Xperia XZ2 mit einem echt tollen Display und der aktuellsten Android-Version. Ob das allein einen Kaufpreis von 799 Euro rechtfertigt, erfahrt ihr bald an dieser Stelle im Test.

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