Xiaomi Mi Note 10 Lite im Test: Das bessere Redmi Note 9 Pro

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Das Xiaomi Mi Note 10 Lite kostet bis zu 400 Euro – kann es zu diesem Preis überzeugen?
Das Xiaomi Mi Note 10 Lite kostet bis zu 400 Euro – kann es zu diesem Preis überzeugen?(© 2020 CURVED/Christoph Lübben)

Günstig und edel: So in etwa könnte man ein Smartphone beschreiben, das Ende Mai die CURVED-Redaktion erreicht hat. Die Rede ist vom Xiaomi Ni Note 10 Lite. Im Test konnte das Handy nun zeigen, was es kann – und was nicht. So viel sei bereits verraten: Wer sich bereits für das Xiaomi Redmi Note 9 Pro interessiert, sollte auch einen Blick auf das Note 10 Lite werfen!

Inhaltsverzeichnis

Tipp der Redaktion: Das Xiaomi Mi Note 10 Lite könnt ihr euch auch bequem über den CURVED-Shop zulegen. Mit dabei sind 7 GB Datenvolumen, was auch dann noch ausreicht, wenn ihr unterwegs öfter Songs über LTE streamt. Als kleines Extra legen wir auch noch den Fitnesstracker Xiaomi Mi Smart Band 4 kostenlos mit dazu. Hier geht's zum Angebot:

Design: Mittelklasse mit Premium-Look

Ebenso wie das Redmi Note 9 Pro hat mich auch das Xiaomi Mi Note 10 Lite direkt nach dem Auspacken überrascht: Das Handy ist sehr schick und zudem gut verarbeitet. Es fühlt sich aber noch ein ganzes Stück wertiger als das vergleichbare Redmi-Modell an: Auf der Rückseite gibt es ebenso schickes Glas. Den großen Unterschied macht aber der Rahmen aus, der aus Metall statt Plastik ist.

Auch die Vorderseite hat mir als Freund der Galaxy-S-Reihe von Samsung direkt gefallen. Das Mi Note 10 Lite könnte als enger Verwandter des Galaxy S20 durchgehen. Die Frontkamera befindet sich in einer sehr schmalen Waterdrop-Notch (kaum größer als Samsungs Punch-Hole), sodass viel Platz auf der Front für den Screen selbst genutzt werden kann. Und mein Highlight: Das Display ist an den Seiten links und rechts gebogen. Insgesamt wirkt das Mittelklasse-Modell dadurch optisch wie ein noch hochwertigeres Premium-Handy.

Haptik: Genau meine Größe

Besonders meine Hände haben sich über das Xiaomi Mi Note 10 Lite gefreut: Das Smartphone ist ein gutes Stück kleiner als das Redmi Note 9 Pro, aber größer als das optisch sehr ähnliche Galaxy S20. Insgesamt hält es sich sehr gut und fühlt sich dabei hochwertig an. Rutschig ist das Handy trotz Glas nicht. Die Tasten für Standby und Lautstärke befinden sich alle auf der rechten Seite und ich kann sie bequem mit meinem Daumen erreichen, ohne umzugreifen.

Zumindest für mich hat das Xiaomi Mi Note 10 Lite die ideale Größe, damit ich es sicher halten und bequem mit einer Hand bedienen kann. Das etwas größere Redmi Note 9 Pro war hier eher an der Grenze für eine bequeme Einhand-Bedienung.

Das Smartphone ist groß, die Einhand-Bedienung klappt dennoch problemlos(© 2020 CURVED/Christoph Lübben)

Auch den Fingerabdrucksensor im Display (hierzu später mehr) kann ich sehr gut erreichen. Insgesamt lässt sich das Mi Note 10 Lite sehr gut mit einer Hand bedienen, wenngleich ich auch hier nicht jede Ecke erreiche, ohne die zweite Hand zu benutzen.

Einrichtung von Handy und Fingerabdrucksensor

Wie bereits beim Test des Redmi Note 9 Pro festgestellt, ist ein Xiaomi-Smartphone schnell eingerichtet: Ihr bestätigt Land und Sprache, aktiviert WLAN und mobiles Internet sowie meldet euch optional mit Google- und Xiaomi-Konto an. Dann spielt ihr, falls erwünscht, ein Backup vom alten Handy auf. Zwischendurch könnt ihr noch auswählen, welche Diagnose-Daten das Handy nach Hause funken soll. Fast fertig.

Ihr legt dann noch eine PIN oder ein Muster fest und richtet danach optional den Fingerabdrucksensor im Display ein. Das ging sehr schnell und bislang verlief die Erkennung sehr gut. Nicht eine Fehleingabe habe ich seit Einrichtung zu beklagen. Es handelt sich übrigens um einen optischen Fingerabdrucksensor. Alle Fans von "E.T." können sich also auf einen leuchtenden Finger beim Entsperren freuen.

MIUI 11 bietet ab Werk einige schicke Designs, aus denen ihr während der Einrichtung wählen könnt.(© 2020 CURVED/Christoph Lübben)

Allerdings habe ich einen kuriosen Verdacht: Es wirkt, als hätte Xiaomi den Fingerabdrucksensor falsch herum verbaut. Habe ich die Spitze meiner Fingerkuppe gescannt, wurde die untere Seite des dargestellten Fingerabdruckes ausgefüllt und andersherum. Für die Bedienung ist das aber kein Problem.

Display: Ein starker Hauch von Flaggschiff

Besonders das 6,47 Zoll Display des Xiaomi Mi Note 10 Lite hat mir insgesamt gefallen: Es umfasst nahezu die gesamte Vorderseite und biegt sich, wie bereits erwähnt, auch noch stylisch um die Seiten. Es sieht einfach schön aus, wenn Text über die Kurve ins Nichts läuft. Für Schutz vor Kratzern sorgt das Gorilla Glass 5, das nebenbei auch die Rückseite bedeckt.

Mit der Qualität des OLED-Displays bin ich zufrieden.(© 2020 CURVED/Christoph Lübben)

Auf den ersten Blick könnte ich auch ein Galaxy S20 in meinen Händen halten. Dieser Eindruck verstärkt sich, da der chinesische Hersteller auf einen OLED-Bildschirm setzt, der Farben sehr gut darstellt und ein für diesen Screen-Typ charakteristisch gutes Kontrastverhältnis mitbringt. Zur Erinnerung: Mit OLED kann das Handy einzelne Pixel ausschalten, so wird ein Schwarz auch als Schwarz dargestellt.

Ein weiterer Vorteil der OLED-Technologie: Xiaomi hat dem Mi Note 10 Lite ein Always-On-Display spendiert. Ihr seht Uhrzeit und Benachrichtigungen auch dann, wenn das Handy im Standby-Modus ist. Euch stehen dabei viele unterschiedliche Themes zur Auswahl. Etwa eine Silhouette der Erde mit aktueller Uhrzeit, um die sich die Sonne dreht. Ja, eigentlich muss das andersherum sein. Schick sieht es dennoch aus. Das Feature ersetzt auch gleich die Benachrichtigungsleuchte, die nicht vorhanden ist.

Die Waterdrop-Notch ist sehr klein und stört überhaupt nicht.(© 2020 CURVED/Christoph Lübben)

Das Display löst zudem in Full HD+ auf – wie die meisten aktuellen Smartphones. An der Bildschärfe gibt es daher auf 6,47 Zoll Diagonale nichts zu meckern. Zum Vergleich: Das Redmi Note 9 Pro hat einen etwas größeren 6,67 Zoll Screen. Das ebenso beliebte Mittelklasse-Modell Samsung Galaxy A51 ist mit einer Diagonale von 6,5 Zoll fast identisch groß wie das Mi Note 10 Lite.

Mit einer Helligkeit von bis zu 600 Nits kann ich das Display in der prallen Sonne sogar noch besser ablesen als den Screen des Redmi Note 9 Pro.

Technik: So viel Leistung gibt's für euer Geld

Wie auch schon beim Redmi Note 9 Pro bekommt ihr hier viel Performance für wenig Geld. Dank Snapdragon 730G (Chip der oberen Mittelklasse) ist das Xiaomi Mi Note 10 Lite sehr flott. Selbst Spiele wie "Asphalt 9" oder "Call of Duty" machten keine Probleme und die Ladezeiten fallen moderat aus. Wer eher nur Apps wie Spotify, Amazon Music, WhatsApp, Netflix, Instagram und Co. nutzt, wird kaum einen Unterschied zur Leistung eines echten Flaggschiffs feststellen.

Mit den 6 GB RAM kommt das Xiaomi Mi Note 10 Lite gut zurecht, nur hin und wieder müssen Programme im Hintergrund nachgeladen werden. Das stört aber nicht, denn der Prozess kostet kaum Zeit. Zudem Ist das für die Preisklasse mehr als in Ordnung – hier spricht nur die langjährige Verwöhnung durch Flaggschiffe aus mir.

Lautsprecher, USB-C und Kopfhöreranschluss befinden sich an der Unterseite des Handys(© 2020 CURVED/Christoph Lübben)

Abstriche im Vergleich zur Premium-Klasse müsst ihr hier neben der Leistung nur wenige machen. Dennoch sind sie vorhanden. So fehlen etwa Stereo-Lautsprecher. Was euch mit Sicherheit aber nur auffällt, wenn ihr schon in den Genuss eines überraschend guten Stereo-Effekts von einem aktuellen Smartphone gekommen seid.

Hier alle technischen Daten im Überblick:

  • Display: 6,47 Zoll AMOLED-Bildschirm, löst in Full HD+ auf (2340 x 1080 Pixel)
  • Chipsatz: Qualcomm Snapdragon 730G
  • RAM: 6 GB Arbeitsspeicher
  • Speicherplatz: 64 GB oder 128 GB interner Speicher
  • Vierfach-Kamera: Weitwinkel (64 MP), Ultraweitwinkel (8 MP), Makro-Linse (2 MP), Tiefensensor (5 MP)
  • Frontkamera: Weitwinkel (16 MP)
  • Akku: 5260 mAh
  • Betriebssystem: MIUI 11 mit Android 10 ab Werk vorinstalliert
  • Anschlüsse: USB-C, Kopfhöreranschluss
  • Dual-SIM: Vorhanden (4G)
  • Extras: Infrarot-Blaster (kann Fernbedienungen ersetzen)
  • Verfügbare Farben: Weiß, Schwarz, Lila

Was leistet MIUI 11?

Gerade wenn ihr wie ich bisher eher selten mit der Xiaomi-Benutzeroberfläche MIUI 11 in Kontakt kommt, ist die Frage, wie sich diese anfühlt. Vorhanden sind alle wichtigen Features der Konkurrenz: Beispielsweise auch Wischgesten statt Navigationstasten (versteckt im Menü "Vollbildanzeige"), doppeltes Tippen zum Aufwecken, Wischer nach unten an beliebiger Stelle, um Benachrichtigungsleiste zu öffnen. Letzteres geht aber nur ganz oder gar nicht: Holt ihr die Leiste nach unten, bedeckt sie gleich den ganzen Bildschirm, nicht aber nur einen Teil wie etwa mit Samsung One UI.

Beim Redmi Note 9 Pro habe ich übrigens noch bemängelt, dass der Screen gefühlt ein bisschen Träge auf Eingaben reagiert und es zu Fehleingaben kommt, wenn ich die Benachrichtigungsleiste mit einem Wischer herunterhole. Das Problem besteht beim Xiaomi Mi Note 10 Lite nicht. Auch wenn es mich auch beim Redmi-Handy nicht wirklich gestört hat, fühlt sich das Note 10 Lite einen Tick präziser an. Das fällt aber nur im Direktvergleich auf.

Nach einem App-Download taucht immer dieses Fenster auf. Das nervt, aber lässt sich schnell wegdrücken.(© 2020 CURVED)

Wie auch beim Xiaomi Redmi Note 9 Pro muss ich die Werbung (einfache Anzeige, kein Video) negativ anmerken, die nach dem Download einer App aus dem Google Play Store auftaucht. Davon abgesehen ist das Handy aber werbefrei. Und ehrlich: Wie häufig installiert man schon Apps?

Kamera: Vierfachkamera gleich Vielfaltkamera

Gleich vier Linsen bringt das Xiaomi Mi Note 10 Lite auf der Rückseite mit. Und die versprechen viel Raum für Kreativität. Neben einem Weitwinkel sind ein Ultra-Weitwinkel und eine Makro-Linse an Bord. Außerdem gibt es einen Tiefensensor, der räumliche Daten für einen besseren Bokeh-Effekt liefert. Das ist genügend Vielfalt für kreative Bilder.

Die Vierfach-Kamera in ihrer ganzen Pracht.(© 2020 CURVED/Christoph Lübben)

Das Kamera-Setup ist sehr ähnlich zum Redmi Note 9 Pro und einer der Gründe, wieso ich diese beiden Smartphones mehrmals in diesem Test vergleiche. Die detaillierten Daten zu den Linsen sind genauer gesagt nahezu identisch, doch das Mi Note 10 Lite setzt auf einen etwas besseren Bildsensor. Das zeigt sich durchgehend in allen Bildern, da diese mit dem teureren Modell einen Tick schärfer und besser wirken.

64 MP ohne KI-Power

Die Weitwinkel-Linse des Mi Note 10 Lite macht ordentliche Fotos. Gerade bei Tageslicht gelingen euch scharfe Fotos. Nur im Vergleich mit einem Flaggschiff wirken die Farben etwas blass. Das fällt aber nur im Direktvergleich auf. Für ein Mittelklasse-Handy bietet es in jedem Fall eine gute Fotoqualität. Für kräftigere Farben sorgt auch die künstliche Intelligenz neben der HDR-Funktion (verbessert den Dynamikumfang von Bildern).

Wie auch schon beim Redmi Note 9 Pro hat die Sache aber einen Haken: Nutzt ihr den 64-MP-Modus, um Bilder in voller Auflösung zu schießen, sind all diese Verbesserer nicht verfügbar. Abgesehen vom Auflösungs-Plus konnte ich zudem kaum einen Unterschied bei den Details feststellen. Sprich: Auf dem Papier habt ihr ein Bild in höherer Auflösung geschossen. Zoomt man in dieses hinein, zeigt sich aber nicht wirklich ein großer Unterschied im Vergleich zu niedriger aufgelösten Bildern mit KI-Verbesserungen. Abgesehen von den automatisch verbesserten Farben durch die künstliche Intelligenz.

Makro ganz groß

Die Makro-Kamera macht kleine Objekte gewohnt ganz groß. Das klappt sehr gut, ihr könnt wirklich extrem nah an euer Motiv herangehen, ohne dass die Aufnahme unscharf wird. Die Qualität und Auflösung ist natürlich geringer als die der 64-MP-Linse, das Ergebnis aber dennoch brauchbar. Sofern ihr nicht stark hineinzoomen wollt.

Der Makro-Modus macht selbst ein nasses Balkon-Geländer interessant.(© 2020 CURVED/Christoph Lübben)

Ultra-Weitwinkel schwächelt

Die Ultraweitwinkel-Linse bleibt leider hinter den Erwartungen zurück. Hier fehlt es an Dynamikumfang, zudem nimmt die Linse weniger Licht auf. Im Prinzip bedeutet das, dass eure Fotos im Vergleich zur Hauptkamera weniger Details aufweisen, etwas überbelichtet sein können und einige Stellen deutlich dunkler wirken. Die folgenden Fotos zeigen, dass es dem Handy aber generell etwas an Dynamikumfang fehlt (bei allen Kameras). Das ist in dieser Preisklasse jedoch zu verschmerzen.

Mi Note 10 schlägt Redmi Note 9 Pro bei Nacht

Eine kleine Überraschung bot mir das Xiaomi Ni Note 10 Lite in der Dunkelheit. Während die Fotoqualität bei Tag nahezu identisch mit dem Redmi Note 9 Pro ist, sieht es bei Nutzung des Nachtmodus anders aus. Objekte erscheinen wesentlich heller. An das Ergebnis von Flaggschiffen kommt zwar auch das Mi Note 10 Lite nicht heran, aber dafür kostet es eben nur einen Bruchteil der Premium-Geräte.

Frontkamera: Diese Selfies behalte ich

Stark präsentiert sich die Frontkamera: Bilder haben kräftige Farben und es sind noch viele Details erkennbar. Auch der digitale Bokeh-Effekt (unscharfer Hintergrund) funktioniert gut. Die Aufnahmen gefallen mir sogar besser als die von meinem privaten Samsung Galaxy S10. In den kommenden Tagen könnte ich also noch aus eigenem Interesse das eine oder andere Foto von mir schießen.

Akku: Bis zu zwei Tage Laufzeit

Das Xiaomi Mi Note 10 Lite bringt einen Akku mit der Kapazität von 5260 mAh mit – das ist ein echter Brocken! Dadurch fühlt sich das Handy zwar etwas schwerer an (es wiegt knapp über 200 Gramm), doch das Ganze hat auch seinen Zweck: In der Praxis bekommt ihr eine Laufzeit von bis zu zwei Tagen. Das ist ordentlich und liegt über dem, was die meisten Top-Modelle liefern.

Ist die Energie erschöpft, ladet ihr das Smartphone über den USB-C-Anschluss wieder auf. Dank einer Leistung beim Aufladen von bis zu 30 Watt ist das Ganze je nach Restfüllstand in in unter 1,5 Stunden erledigt. Auf Wireless Charging hat Xiaomi jedoch verzichtet – irgendwo muss es schließlich Abstriche in dieser Preisklasse geben.

Stundenlanges Surfen ist mit dem MI Note 10 Lite garantiert.(© 2020 CURVED/Christoph Lübben)

Sound: Kein Herz für Bluetooth

Da ich liebend gerne Musik über das Smartphone höre, habe ich mir auch den Sound genauer angehört. Es gibt einige Audio-Tweaks im entsprechenden Menü. Allerdings könnt ihr von diesen nur profitieren, wenn ihr über den verbauten Sound-Chip geht. Sprich: Wenn ihr kabelgebundene Kopfhörer oder Lautsprecher direkt über den Klinkenanschluss mit dem Handy verbindet. Bei kabelloser Verbindung sind alle Optionen ausgegraut und ihr müsst auf Equalizer-Apps zurückgreifen, die häufig stark die Gesamtlautstärke nach unten drehen, sobald ihr sie einsetzt.

In Verbindung mit dem Bluetooth-Lautsprecher JBL Charge 3 stellte ich zwei Dinge fest: Eine Steuerung von Bluetooth-Geräten fehlt. Die Gesamtlautstärke von Smartphone und Speaker sind somit nicht synchronisiert und für die maximale Lautstärke müsst ihr an der Box und am Smartphone aufdrehen. Zweiter Punkt: Im Vergleich mit meinem Samsung Galaxy S10 hört sich die Musik über das Mi Note 10 Lite flacher und weniger kraftvoll an. Was aber auch daran liegt, dass Samsung durchaus Soundoptionen für Audio über Bluetooth bietet. Außerdem habe ich das Gefühl, dass die Lautstärke beim Xiaomi-Modell etwas geringer ist.

Das Xiaomi Mi Note 10 Lite bietet durchaus mehrere Audio-Optionen. Wer über Bluetooth hört, kann aber keine davon anwählen(© 2020 CURVED)

Für mich ist das nicht neu. Exakt diese Dinge konnte ich schon Ende 2017 an meinem OnePlus 5T bemängeln, was auch dazu beigetragen hat, dass ich schon nach eineinhalb Jahren auf das S10 umgestiegen bin. Für die Gesamtwertung lasse ich den Punkt Soundqualität aber raus, da das eine sehr spezielle und persönliche Kritik ist, die wohl für viele von euch nicht relevant ist. Versteht mich nicht falsch: Musik klingt über Bluetooth und Kopfhöreranschluss gut. Ich wünsche mir nur, dass mich auch günstige Mittelklasse-Smartphones in diesem Bereich positiv überraschen können.

Fazit zum Test des Xiaomi Mi Note 10 Lite: Ein Aufpreis, der sich lohnt

Xiaomi liefert hier ein gutes Handy für's Geld. Das Mi Note 10 Lite mit 64 GB Speicherplatz hat eine unverbindliche Preisempfehlung von 370 Euro. Für das Modell mit 128 GB internem Speicher zahlt ihr knapp 400 Euro. Insgesamt bekommt ihr also für einen vergleichsweise niedrigen Preis ein gutes Allround-Gesamtpaket, dessen Leistung, Kamera, Akku und Verarbeitungsqualität überzeugen.

Das Handy ist nur knapp 100 Euro teurer als das Redmi Note 9 Pro. Dafür bietet es eine etwas bessere Kameraqualität (besonders bei Nacht), ein besseres (gebogenes!) Display, es ist etwas kompakter, wirkt noch wertiger, ist leistungsfähiger und kommt mit Always-On-Funktion daher. Wer bereit ist, diesen Aufpreis zum Redmi-Modell zu bezahlen, sollte darüber nachdenken, das Mi Note 10 Lite vorzuziehen. Es ist wie das Note 9 Pro – nur noch besser.


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