Android ist das mit Abstand meistgenutzte Betriebssystem für Smartphones. Die von Google entwickelte Software blickt mittlerweile auf eine langjährige Tradition zurück. Wir schauen mit euch in die Vergangenheit und in die Zukunft von Android.
Inhaltsverzeichnis
- Android 1: Von Petit Four bis Donut
- Android 2: Von Eclair bis Gingerbread
- Android 3 bis 4: Von Honeycomb bis KitKat
- Android 5: Lollipop
- Android 6 bis 7: Von Marshmallow bis Nougat
- Android 8 bis 9: Von Oreo bis Pie
- Android 10: Quince Tart
- Android 11: Red Velvet Cake
- Android 12 und 12L: Snow Cone
- Android 13: Tiramisu
- Fazit: Android-Versionen im Überblick
Im Jahre 2008 – also ein Jahr nach der Veröffentlichung der ersten iOS-Version – servierte uns Google mit Android 1.0 die allererste finale Version von Android. Die fand direkt Einsatz im ersten Android-Smartphone: dem HTC Dream. HTC war daraufhin jahrelang einer der erfolgreichsten Smartphone-Hersteller, spielt heutzutage auf dem umkämpften Markt allerdings keine Rolle mehr. Den Platz haben andere Hersteller, wie Samsung und zuletzt Xiaomi, eingenommen. Heute werden knapp 85 Prozent aller Smartphones weltweit mit Android betrieben. Wir verschaffen euch einen Überblick über alle Android-Versionen.
Android 1: Von Petit Four bis Donut
Android 1.0 startete am 23. September 2008. Schon wenige Monate später debütierte mit Android 1.1 "Petit Four" das erste größere Update. Hier fand zum ersten Mal Googles Liebe für Süßigkeiten seinen Einsatz: Alle folgenden Versionen wurden ebenfalls nach süßen Leckereien benannt.
Im April folgte mit Android 1.5 "Cupcake" eine Version mit vielen neuen Funktionen. Nutzer freuten sich unter anderem über Bluetooth-Unterstützung und eine Bildschirmtastatur. Auch die beliebten Widgets wurden mit dieser Android-Version eingeführt. Mit Android 1.6 "Donut" wurden dann mehrere Bildschirmgrößen unterstützt und eine Anzeige für den Batterieverbrauch kam an Bord.
Android 2: Von Eclair bis Gingerbread
Mit Android 2.0 bis 2.1 "Eclair" wurde das Hauptaugenmerk auf die Funktionen der Kamera-App gelegt. Unter anderem Blitzunterstützung, Digitalzoom, Szenenmodus, Weißabgleich, Farbeffekt und Makrofokus gehörten von nun an zum Werkzeugkasten der Smartphone-Fotografen des Android-Universums.
Google führte im Mai 2010 mit Android 2.2 "Froyo" USB-Tethering, den WiFi-Hotspot und Push-Benachrichtigungen ein. Den Abschluss von Android zwei bildete ein paar Monate später Android 2.3 "Gingerbread" – die bis dahin siebte finale Android-Version von Google. Die wichtigste Neuerung an dieser Stelle war der eingeführte NFC-Support.
Android 3 bis 4: Von Honeycomb bis KitKat
Die Android-Version "Honeycomb" wurde insbesondere für Tablets entwickelt und brachte so vor allem Komfortfunktionen für größere Bildschirme mit. Wenige Monate später, im Oktober 2011, brachte Google schon Android 4 "Ice Cream Sandwich" an den Start. Mit Android 4.1 folgte daraufhin die beinahe legendäre Android-Version "Jelly Bean": Ein Jahr mit drei großen Updates brachte viele Verbesserungen.
Darunter vor allem Verbesserungen, welche die Leistung betrafen. Schnellere Reaktion und ein insgesamt flüssigeres Erlebnis waren das Ergebnis. Hinzu kamen Sperrbildschirm-Widgets, Bildschirmschoner und Schnelleinstellungen. Den Schlusspunkt für diese Android-Version setzte Google dann mit Android 4.4 "KitKat", mit dem unter anderem Funktionen für Smartwatches eingeführt wurden.
Android 5: Lollipop
Weiter geht's im November 2014 mit Android 5 "Lollipop". Google weitet den Support an dieser Stelle auf noch mehr Endgeräte aus und bringt Android auch auf Fernseher und Autos. Dabei liegt ein Augenmerk auf der nahtlosen Benutzung zwischen den verschiedenen Geräten.
Darüber hinaus hat Google mit dieser Android-Version das Benachrichtigungssystem weiter verbessert. Chat-Nachrichten oder andere Benachrichtigungen von Apps wurden bei Bedarf als Kacheln auf dem Sperrbildschirm angezeigt. Auch die Nachrichten-Banner am oberen Displayrand wurden eingeführt.
Android 6 bis 7: Von Marshmallow bis Nougat
Im Jahr 2015 präsentierte uns Google Android 6 "Marshmallow". Damit führten die Entwickler einen Stromsparmodus und App-Standby ein. Beides führte zu deutlich besseren Akkulaufzeiten von Android-Smartphones. Ebenfalls interessant: Es kam die Möglichkeit dazu, euer Handy per Fingerabdrucksensor zu entsperren.
Mit Android 7 "Nougat" folgte im August 2016 schon die nächste große Android-Version. Damit konnten Nutzer nun den Bildschirm teilen und so in mehreren Apps gleichzeitig arbeiten. Die Schnelleinstellungen konnten noch besser individualisiert werden und auf Nachrichten konntet ihr von nun an direkt in der Benachrichtigungskachel antworten.
Android 8 bis 9: Von Oreo bis Pie
Android 8 "Oreo" erblickte im August 2017 das Licht der Welt. Google legt bei dieser Android-Version den Fokus auf die Geschwindigkeit: Android 8 bootet zweimal schneller als die Vorgängerversionen und beschränkt diverse Hintergrundaktivitäten. Hinzu kommt die Autofill-Funktion, die sich Log-In-Daten merkt und Textvorschläge macht. Aktuell (Stand: August 2022) nutzen noch fast 9 Prozent aller Android-Nutzer Android 8.
Mit Android 9 "Pie" nähern wir uns der Gegenwart: Im August 2018 veröffentlichte Google die nun schon sechzehnte Android-Version. Die neu gestaltete Navigationsleiste bestand nur noch aus einer Home- und einer Zurücktaste. Gestennavigation wurde ebenfalls unterstützt. Hinzu kam die offizielle Unterstützung für eine Notch – der Sprung ins moderne Smartphone-Zeitalter.
Android 10: Quince Tart
Google verabschiedete sich im September 2019 von den süßen Versionsbezeichnungen. Offiziell benennt der Tech-Riese seine Android-Versionen nur noch mit einer Zahl. Intern behält Google seine Vorliebe für Süßigkeiten allerdings bei und nennt Android 10 "Quince Tart". Der Quittenkuchen schmeckte durch viele kluge Funktionen besonders gut.
Das neu eingeführte dunkle Design sorgte bei Bedarf dafür, dass die gesamte Oberfläche eher auf Schwarz als auf Weiß setzte. Das führte zu besseren Akkulaufzeiten und geschonten Nutzeraugen. Darüber hinaus verbesserte Google die Gestennavigation und führte frische Sicherheitspatches und Datenschutzmechanismen ein.
Android 11: Red Velvet Cake
Kommen wir zur aktuell meistgenutzten Android-Version (Stand: August 2022). Fast 35 Prozent aller Android-Nutzer nutzen das im September 2020 veröffentlichte Android 11. Googles Augenmerk liegt hier vor allem auf Performance und Verbesserungen für Datenschutz und Sicherheit. Ihr könnt zum Beispiel noch genauer festlegen, welche Apps auf was zugreifen dürfen.
Darüber hinaus lassen sich Unterhaltungen als "Bubble" anpinnen, sodass eure Chats im Vordergrund bleiben, während ihr andere Apps steuert. Android 11 liefert euch zudem Vorschläge für intelligente Antworten und Android Auto lässt sich von nun an ohne Kabel nutzen – praktisch.
Android 12 und 12L: Snow Cone
Wir sind bei der aktuellsten Android-Version angekommen: Android 12. Intern trägt diese Version den Namen "Snow Cone" – zu deutsch Schneekegel, eine Art Eisdessert. Aktuell nutzen circa 12 Prozent aller Android-Nutzer Android 12 (Stand: August 2022). Damit ist es hinter Android 11 und 10 die am dritthäufigsten genutzte Android-Version.
Google hat vor allem die Personalisierungsmöglichkeiten ausgebaut. Dynamische Farboptionen sorgen zum Beispiel dafür, dass sich die Oberfläche farblich an euren Hintergrund anpasst. Mit weiteren optischen Verbesserungen ist es wohl die bisher schönste Android-Version. Modelle, die Android 12 unterstützen, findet ihr bei uns CURVED-Shop.
Mit Android 12L hat Google eine extra an große Displays angepasste Android-Version veröffentlicht. Das kann vor allem als Reaktion auf den Erfolg von faltbaren Handys eingeordnet werden. So bietet Android 12L unter anderem mehr Platz für Benachrichtigungen oder eine optionale Taskleiste.
Android 13: Tiramisu
Die Entwicklung von Android 13 ist bereits abgeschlossen (Stand: August 2022). Google hat alle vorgesehenen Funktionen implementiert und diese Android-Version aus dem Beta-Status gehoben. Von nun an bereiten die Entwickler die offizielle Veröffentlichung vor. Wir gehen davon aus, dass ab August 2022 die ersten Geräte mit Android 13 versorgt werden könnten.
Ihr dürft euch unter anderem auf ausgedehnte Berechtigungseinstellungen und ein noch schickeres Design freuen. Letzteres wird nach wie vor "Material You" genannt und setzt auf einen hohen Grad an Personalisierungsmöglichkeiten. App-Icons von Drittanbietern sollen ab Android 13 ebenfalls von der Designsprache profitieren.
Fazit: Android-Versionen im Überblick
Was für ein Ritt: Satte 14 Jahre lang begleitet uns Android schon. Für Google ist das natürlich ein riesiger globaler Erfolg. Unsere Übersicht zeigt, dass die Entwickler immer wieder Potenzial für weitere Verbesserungen finden. Smartphone-Hersteller wie Samsung oder Xiaomi fügen dem Betriebssystem dann mit ihren eigenen Oberflächen weitere nützliche Funktionen hinzu. Wir freuen uns auf die kommenden Android-Versionen und sind gespannt, was uns erwartet.