Powerbanks fürs Smartphone: Darauf müsst ihr beim Kauf achten

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Dass man Smartphone-Akkus einfach entnehmen kann, wie hier beim LG G5, ist mittlerweile die absolute Ausnahme.
Dass man Smartphone-Akkus einfach entnehmen kann, wie hier beim LG G5, ist mittlerweile die absolute Ausnahme.(© 2016 CURVED)

Der Smartphone-Akku hält bei den wenigsten Benutzern bis zum Abend durch. Wer keine Möglichkeit hat, zwischendurch im Café oder auf der Arbeit zu laden, tankt mit einer Powerbank unterwegs Strom. Doch für die optimale Stromzufuhr eines mobilen Akkus gilt es einiges beachten.

Die guten alten Handys hielten locker eine Woche ohne Ladekabel durch. Und das, obwohl ein Kulthandy wie das Nokia 3310 mit nur einem 900 mAh fassenden Akku auskam. Zum Vergleich: Der Akku des iPhone X ist mit einer maximalen Ladekapazität von 2716 mAh mehr als dreimal so stark. Die Technik – allen voran das hochauflösende Display – verbraucht derart viel mehr Strom, dass sich der vermeintliche Kapazitätsvorsprung auf dem Papier in der Praxis komplett auflöst. Anders als beim 3310, für das man einfach einen Ersatzakku einpacken konnte, lässt sich der iPhone-Akku nicht ohne Werkzeug tauschen. Für unterwegs kann deshalb ein mobiler Akku samt Ladekabel ganz hilfreich sein. Doch woran erkennt man eine leistungsfähige Powerbank?

Kapazität für mehrere Ladevorgänge

Die Kapazität ist eines der wichtigsten Kriterien für den mobilen Zusatzakku. Um zu erfahren, wie oft eine Powerbank mit einer Stromladung euer Smartphone lädt, könnt ihr nicht einfach die Kapazität der Powerbank durch die Kapazität eures Smartphone-Akkus teilen. Das Problem: Die Akkus des Zubehörs haben in der Regel eine Nennspannung von 3,7 Volt, ein Smartphone verlangt beim Aufladen allerdings nach einer Spannung von 5 Volt. Die Powerbank muss die Spannung also umwandeln. Das kostet Energie, von der ein Teil in Wärme umgewandelt wird. Diese steht entsprechend nicht mehr zur Ladung des Handys zur Verfügung.

Je nachdem welche Komponenten in der Powerbank verbaut sind, gehen in etwa 20 bis 30 Prozent der Kapazität verloren. Im Idealfall könnt ihr daher zum Beispiel ein iPhone Xs (Akku: 2658 mAh) mit einer Powerbank mit 10.000 mAh nur etwa drei mal aufladen. Diesen Wert erreicht ihr aber auch nur unter idealen Bedingungen. Verwendet ihr euer Smartphone während des Ladens, reduziert sich der Effekt. Auch Kälte und Hitze beeinflussen die Ladezyklen negativ. Überlegt euch also vor dem Kauf gut, wo ihr den Akku verwenden wollt und wie oft ihr euer Smartphone im Schnitt laden möchtet. Rechnet am besten zur Sicherheit einen kleinen Puffer obendrauf.

Passende Smartphone-Anschlüsse

Die meisten mobilen Akkus bieten mehrere Anschlüsse: Einen herkömmlichen USB-Ausgang und einen micro-USB-Eingang. Während ihr am USB-Ausgang euer Smartphone-Ladekabel anschließt, befüllt ihr den Akku des Gadgets über den kleinen Micro-USB-Eingang wieder mit Strom. Dazu steckt ihr das mitgelieferte USB-Kabel einfach in euren Smartphone-Stromadapter und den kleinen USB-Stecker in die Powerbank.

Da nicht von Apple stammende Smartphones meist ebenfalls einen Micro-USB-Eingang aufweisen, benötigt ihr nur ein Kabel, um jeweils das Smartphone oder den Akku zu laden. iPhone- und iPad-Nutzer müssen allerdings zwei Kabel bei sich haben: Das herkömmliche Lightning-auf-USB-Kabel, um das Smartphone zu laden, und ein Micro-USB-Kabel, um die Powerbank zu laden. Wem das zu aufwendig ist, der kann auf eine Powerbank mit Lightning-Eingang oder Apples Lightning auf Micro USB Adapter zurückgreifen. Gut zu wissen: Größere Powerbanks verfügen über mehrere USB-Anschlüsse, um mehrere Geräte parallel zu laden. Relativ neu sind Powerbanks mit USB-C-Anschluss. Damit befüllt ihr zum Beispiel auch euer MacBook unterwegs mit Strom.

Ladegeschwindigkeit beachten

Neben der Kapazität spielt die Ladegeschwindigkeit noch eine Rolle. Diese hängt nicht nur vom Smartphone, sondern auch vom Stromlieferanten ab. Beispielsweise dauert eine Ladung des iPhone 8 Plus mit dem mitgelieferten 5W-Netzteil von 0 auf 100 Prozent rund drei Stunden. Der 12W-iPad-Adapter senkt den Ladevorgang auf etwa zwei Stunden und 15 Minuten. Verwendet ihr Apples USB-C-Adapter mit 29 Watt, braucht das iPhone nur zwei Stunden, bis es komplett geladen ist. Der gleiche Effekt tritt bei mobilen Akkus auf. Günstige Modelle laden wie Apples Standard-Adapter ebenfalls nur mit 5 Volt bei 1A oder 5 Watt. Achtet beim Kauf darauf, dass die Stromstärke bei 2A liegt, damit das Laden schneller klappt.

Einige Hersteller bewerben ihre Akkus außerdem mit Begriffen wie „Quick Charge“, „Adaptive Fast Charging“ oder „PowerIQ“. Gemeint ist damit, dass ein Akku oder Ladeadapter mit dem aufzuladenden Gerät kommuniziert, um die Spannung und damit die Ladegeschwindigkeit anzupassen. Dadurch laden sich das Smartphone, Tablet oder Rechner deutlich schneller auf.

Bonus: Drahtlos laden

Viele Smartphones, darunter das iPhone 8, iPhone 8 Plus und iPhone X, unterstützen den Qi-Standard zum drahtlosen Aufladen. Auch einige Akku-Hersteller bieten inzwischen Modelle, mit denen ihr euer Smartphone nur auf die Powerbank legt, um den Ladevorgang zu starten. So könnt ihr unterwegs komplett auf das Kabel verzichten.


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