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Was ist ein Hotspot? WLAN-Internet für unterwegs verständlich erklärt

Hotspot im Zug
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, per Hotspot im Zug zu surfen (© 2021 picture alliance / dpa Themendienst | Christin Klose )
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24.03.21 von

CURVED Redaktion

Wer zuhause viel das Internet nutzt, wünscht sich oft auch für unterwegs ein schnelles, kabelloses Netzwerk. Wie ihr außerhalb eurer eigenen vier Wände bequem per WLAN-Hotspot im Internet surft und was ein mobiler Hotspot ist, lest ihr hier.

Mal eben auf Reisen schnell das Smartphone zücken und Mails checken oder ein paar Fotos in die eigene Cloud hochladen: Dank mobilem Internet heute eigentlich kein Problem mehr. Doch nicht alle digitalen Endgeräte können über das Mobilfunknetz im Internet surfen. Viele Laptops und Tablets sind nicht mobilfunkfähig oder sie sind es zwar, aber es ist zum Beispiel keine SIM-Karte eingelegt. Da wäre es doch praktisch, seine Geräte unterwegs per WLAN mit dem Internet zu verbinden. Genau dafür könnt ihr sogenannte WLAN-Hotspots nutzen. Hier erklären wir euch: Was ist ein Hotspot und wie kann ich ihn nutzen?

Was ist ein Hotspot eigentlich genau?

Technisch ist ein Hotspot ein Internet-Router, dessen Online-Zugang per WLAN auch von anderen genutzt werden kann. Die Antwort auf die Frage “Was ist ein Hotspot”, lautet also: Ein Hotspot ist grundsätzlich ein geteilter Internetzugangspunkt. Dabei unterscheiden wir zwischen öffentlichen Zugangspunkten und privaten.

WLAN-Hotspot
An Schildern wie diesen erkennt ihr WLAN-Hotspots (© 2021 picture alliance / zb | Volkmar Heinz )

An Bahnhöfen, in Schnellrestaurants und an anderen öffentlichen Orten finden sich häufig öffentliche WLAN-Hotspots, über die wir ins Internet gelangen. Nicht selten sind hier Funktionsweise, Geschwindigkeit und verfügbares Datenvolumen aber eingeschränkt.
Genauso könnt ihr aber auch einen eigenen Hotspot mit eurem Smartphone einrichten, um beispielsweise einen Laptop, der nicht über ein eigenes Mobilfunkmodem verfügt, mit dem Internet zu verbinden.

Theoretisch fungiert euer heimischer Router auch als WLAN-Hotspot für eure Gäste, wenn ihr euer Netz mit ihnen teilt und ihnen dafür die Zugangsdaten gebt. Viele Router haben hierfür eigens eine „Gäste“-Funktion, über die ihr euer WLAN eingeschränkt freigeben könnt.

Mit welchen Kosten müsst ihr beim Surfen am mobilen Hotspot rechnen?

Mittlerweile gibt es weltweit schon viele Millionen Internet-Hotspots. Oft ist die Nutzung kostenlos: etwa in Hotels, Restaurants, Clubs oder in Flughäfen und Einkaufszentren. Auch die Deutsche Bahn bietet in vielen Fernverkehrszügen Gratis-Internet.

Hotspot für Handy im Zug
In manchen Zügen gibt es einen Hotspot für Handy und Co. (© 2021 picture alliance / Friso Gentsch/dpa | Friso Gentsch )

Einige Hotspots werden von Mobilfunkanbietern für ihre Kunden bereitgestellt – je nach Vertrag müsst ihr dann für die Hotspot-Nutzung entweder eine Minuten-Gebühr oder pro Nutzungstag oder aber einen festen monatlichen Betrag zahlen. Bei höherwertigen Verträgen ist die Hotspot-Nutzung dagegen oft kostenlos. Über spezielle Hotspot-Gastverträge könnt ihr darüber hinaus bei anderen als eurem eigenen Mobilfunkanbieter an dessen Hotspots surfen.

Was ist ein Hotspot per WLAN TO GO oder Freifunk?

Daneben stellen auch immer mehr Privatpersonen ihr WLAN kostenlos zur Verfügung, zum Beispiel im Rahmen der sogenannten Freifunk-Bewegung. Eine Übersicht aller verfügbaren Freifunk-Hotspots findet ihr hier. Einige Internet-Provider bieten (zum Beispiel unter dem Produktnamen “WLAN TO GO”) an, dass ihr das WLAN anderer Kunden unterwegs nutzen dürft, sofern ihr im Gegenzug auch euer eigenes heimisches WLAN per Gäste-Zugang für andere Kunden dieses Anbieters freigebt.

Freifunk-Hotspot
Mit Freifunk-Hotspots kommt ihr gratis ins Netz (© 2021 picture alliance / dpa | Julian Stratenschulte )

Das müsst ihr beim mobilen Surfen am Hotspot beachten

Zwei Nachteile hat das mobile Surfen an Hotspots gegenüber dem Surfen per Mobilfunk: Zum einen hat so ein WLAN oft nur eine Reichweite von wenigen Dutzend Metern. Draußen vor der Tür eures Lieblings-Restaurants ist meist schon Schluss mit dem Internet-Empfang. Außerdem kann der Betreiber des Hotspots theoretisch mitlesen, welche Daten ihr über sein WLAN austauscht. Deswegen verbieten viele Firmen ihren Mitarbeitern, mit dienstlichen Laptops oder Smartphones ungesichert in einem fremden WLAN zu surfen. Sprecht also vorher mit eurem Arbeitgeber über die Fragen: Was ist ein erlaubter Hotspot und mit welchen Endgeräten darf ich ihn wofür nutzen?

Gegen unerwünschtes Mitlesen könnt ihr euch auch durch die Einrichtung einer Verbindung per Virtual Private Network (VPN) schützen. Hierbei wird innerhalb des WLAN-Netzes noch ein weiteres virtuelles Netzwerk aufgebaut, das besonders gesichert ist. Wie das beispielsweise bei Android-Smartphones geht, lest ihr hier. Für Apple-Produkte gibt es hier mehr Informationen. Der Nachteil: Eine Verbindung per VPN ist oft langsamer als eine unverschlüsselte Verbindung, weil mehr Protokolldaten mit der Gegenseite ausgetauscht werden müssen oder weil – etwa beim VPN-Surfen im Ausland – mehr Daten über Server in eurem Heimatland laufen.

Was ist ein Hotspot per Smartphone und wie richte ich ihn ein?

Die Probleme eines öffentlichen Hotspots umgeht ihr, indem ihr euch selber euren eigenen mobilen Hotspot schafft. Dafür könnt ihr beispielsweise euer Smartphone verwenden. Mit euren anderen Geräten wie Laptop oder Tablet surft ihr dann über die Mobilfunkverbindung und die SIM-Karte des Smartphones im Internet.
Per Tethering wird euer Smartphone zum mobilen Hotspot.

Die Funktion, mit der ihr euer Smartphone zum Hotspot macht, ist in manchen Einstellungs-Menüs etwas versteckt. Der Fachbegriff hierfür lautet übrigens “Tethering”. Wie die Einrichtung als Hotspot beim iPhone funktioniert, beschreibt euch Apple hier. Wie ihr das Tethering bei Android-Smartphones zum Beispiel von Samsung aktiviert, erklären wir euch auf dieser Seite. Bei älteren Geräten mit dem Betriebssystem Windows Mobile heißt die Funktion abweichend “Internetfreigabe”. Falls Ihr im Menü eures Handys nichts findet, schaut einmal in der Anleitung nach unter dem Stichwort: Was ist ein Hotspot.

Ein paar Dinge gibt es allerdings zu beachten: Wenn ihr das Tethering einschaltet, muss euer Smartphone als Datenknoten für euren Internet-Zugang echte Schwerstarbeit leisten und der Akku wird sich entsprechend schnell entladen. Haltet also das Ladegerät oder eine Powerbank bereit.

Damit euch beim Surfen über den mobilen Hotspot nicht das Datenvolumen ausgeht, bucht ihr am besten einen Tarif mit sehr viel oder unbegrenztem Datenvolumen, wie es beispielsweise O2 anbietet.  Ab 11. Mai 2021 startet seine Internet-2Go-Kampagne, die euch flexibel buchbare Tarife mit unlimitierten Highspeed-Datenvolumen bringt. So könnt ihr nur für einen Tag, eine Woche oder einen Monat ohne langfristige Bindung surfen. Bei Interesse packt O2 sogar einen mobilen WLAN-Router dazu.

Die Spezialisten: Was ist ein Hotspot per mobilem Router?

Am einfachsten geht alles, wenn ihr statt des Smartphones gleich einen mobilen WLAN-Router als Hotspot nutzt, etwa von AVM die FRITZ!Box 6820 LTE, von Huawei den E5576-320 LTE Mobile Wi-Fi oder den ZTE MF920U4.

LTE-Router von ZTE
Mit diesem LTE-Router von ZTE habt ihr euren persönlichen Hotspot immer dabei (© 2021 ZTE )

Falls ihr per LTE-Mobilfunk surfen wollt, achtet darauf, dass euer Hotspot auch diesen schnellen Datenstandard unterstützt. Wollt ihr mehr als zehn Endgeräte am Hotspot betreiben, checkt vor dem Kauf die Maximalzahl der unterstützten Clients, also der Geräte, die am Hotspot gleichzeitig angemeldet sein können.

Auch hier gibt es Unterschiede bei den Routern. Außerdem lohnt ein Vergleich der maximalen Datenrate. Hängen viele Geräte am Hotspot, sollte dieser eine entsprechend hohe Bandbreite erlauben und idealerweise die WLAN-Standards 802.11 b/g/n sowie 802.11 a/c/ac in den Frequenzbändern 2,4 GHz und 5 GHz unterstützen.

Mit der zweiten SIM-Karte für das Surfen am Hotspot gerüstet

Für das Surfen per Hotspot könnt ihr übrigens eine zweite SIM-Karte bei eurem Mobilfunkanbieter bestellen, so braucht ihr nicht ständig die Karte zwischen Smartphone und mobilem WLAN-Router umstecken. Es gibt auch dedizierte Daten-Mobilfunkverträge, die speziell für mobile Hotspots oder für andere Endgeräte gedacht sind, über die nur gesurft und nicht telefoniert wird. Mehr dazu findet ihr hier. Das sind die wichtigsten Punkte rund um das Thema “Was ist ein Hotspot”. Hier noch einmal alles in der Übersicht:

  • Per “Gäste”-Funktion macht ihr euren heimischen Internet-Router zum Hotspot für eure Freunde
  • Bei manchen Anbietern können sich Kunden gegenseitig ihr privates WLAN als Hotspot freigeben
  • Per Tethering nutzt ihr euer eigenes Smartphone als Hotspot für andere Geräte
    Mit einem mobilen WLAN-Router als Hotspot seid ihr unterwegs noch schneller im Netz

Wie findet ihr das? Stimmt ab!

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