Android 7.0 Nougat: Die Features der fünften Preview

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Android N Nexus 9
Android N Nexus 9(© 2016 CURVED)

In diesem Jahr geht Google neue Wege: Fürs kommende Betriebssystem Android N gibt es regelmäßige Preview-Versionen. Alle Neuheiten tragen wir hier für Euch zusammen.

Um Euch ein möglichst gutes Nutzerlebnis zu bieten, hat Google die erste Preview von Android 7.0 Nougat schon ungewöhnlich früh veröffentlicht. So sollen Entwickler schon beim Release in der Lage sein, Apps anzubieten, die die neuen Features des Betriebssystems unterstützen. Welche Änderungen Google bis zur fertigen Version in der Preview vorgenommen hat, haben wir an dieser Stelle für Euch festgehalten.

Alles klar: Android N heißst jetzt Android 7.0 Nougat.(© 2016 Google / Android)

Android N Preview 5: das Finale

 

Wie geplant, hat Google die fünfte Preview von Android N veröffentlicht. Zwischen Preview 4 und 5 hat das Unternehmen außerdem den Namen verraten. Die kommende Version wird Android 7.0 Nougat heißen. Bis zum Release des fertigen Systems kann es nun nicht mehr lange dauern. Das bestätigt auch Dave Burke, der Vice President Engineering Android, in einem Blogpost: “Während wir uns dem öffentlich Rollout von Android 7.0 Nougat später im Sommern nähern, veröffentlichen wir heute die Developer Preview 5, den letzten Meilenstein der Preview-Serie."

Fehlerverbesserungen

Im Blogpost geht Burke nicht weiter auf Neuheiten in der Preview ein. Es habe kleine Fehlerverbesserungen und Optimierungen im System und in den vorinstallierten Apps gegeben. Entwickler können ihre Apps außerdem über einen Emulator final testen. Auch die finale Entwicklerschnittstelle nennt er als Feature, sie war jedoch schon Teil der Preview 4.

Play Store oder APK?

Eine kleine Neuerung gibt es trotzdem noch. Denn Android 7.0 Nougat zeigt nun an, ob Ihr eine App aus dem Play Store oder per Sideload installiert habt. Um das zu überprüfen, geht Ihr in die App-Einstellungen und scrollt nach unten. Der neue Punkt “Store” gibt auf Aufschluss über die Herkunft der App. Experimentierfreudige Nutzer behalten so den Überblick.

In Android Nougat habt Ihr nun immer im Blick woher die Apps kommen: "App installiert vom Play Store."(© 2016 CURVED)

Neues Easteregg

Die ganze Welt ist im Pokémon-GO-Fieber. Auch bei den Google-Entwicklern ist das Spiel offenbar sehr beliebt. Denn ein neues Easteregg schickt Euch auf Katzenjagd. Dazu geht Ihr in die Einstellungen, tippt auf den Eintrag "Über das Telefon" und dort mehrmals auf "Android 7.0". Nun erscheint ein "N". Auf diesem tippt Ihr noch etwas herum, bis unten auf dem Display eine Katze erscheint. Verlasst die Einstellungen und öffnet die Schnelleinstellungen.

Dort solltet Ihr nun einen leeren Teller vorfinden. Wenn Ihr darauf tippt, könnt Ihr Trockenfutter, einen Fisch, Hühnchen oder ein Leckerchen auf dem Teller ablegen. Das soll Katzen anlocken, die Ihr dann einfangen könnt. Ist eine Katze in der Nähe, seht Ihr im Sperrbildschirm eine Nachricht. Damit habt Ihr das Tier auch gleich eingefangen. Anschließend könnt Ihr ihm noch einen Namen geben.

Android N Preview 4: der Feinschliff

Die Veröffentlichung der fertigen Version von Android N rückt näher. Mittlerweile ist die vierte Preview des Betriebssystems für Entwickler erschienen. Die enthält nun keine optischen Neuerungen mehr. Stattdessen stellt Google damit die Weichen für den Release, der später im Sommer erfolgen soll. Ein paar Änderungen gibt es aber trotzdem.

Kleines Easter Egg

"Nutella", "Naan" oder "Nut Brittle": Wie Android N heißen wird, wenn es fertig ist, ist noch nicht entschieden. Wer sich in der Preview auf die Suche nach einem Namen begibt, bekommt das auch vor Augen geführt: Geht Ihr in die Einstellungen und in den Eintrag "Über das Tablet" (beziehungsweise Smartphone) und tippt ein paar Mal auf die Android-Version, erscheint das N-Logo. Wischt Ihr noch ein paar Mal darüber, erscheint der Schriftzug "Namey McNameface". Ob das am Ende doch der neue Name wird?

Namey McNameface wird wahrscheinlich nicht der Name der neuen Android-Version.(© 2016 CURVED)

Schnittstellen für Entwickler sind final

Die APIs für Entwickler sind in der vierten Preview nun final. Das heißt: Developer können ihre Apps also fertigstellen und auch als Alpha-, Beta- oder fertige Version im Play Store einreichen.

Launcher Shortcuts komplett entfernt

Wie angekündigt, hat Google die Launcher Shortcuts samt Entwicklerschnittstelle komplett aus dem System entfernt. Ursprünglich solltet Ihr darüber, ähnlich wie bei 3D Touch von Apple, beim einem Druck auf eine App ein paar Shortcuts sehen, ohne gleich die App zu öffnen. In Instagram hättet Ihr so direkt zur Kamera springen können. Google wird das Feature aber erst in eine spätere Android-Version integrieren.

Android N Preview 3: Android als Beta

Die neue Preview zu Android N steht zum Download bereit. Sie soll so stabil laufen, dass Google, namentlich Android-Entwicklungsleiter Dave Burke, sie ohne Bauchweh als stabile Beta für Hauptgeräte bezeichnet  hat. Trotzdem solltet Ihr lieber davon absehen, Android N zu installieren. Es gibt nämlich noch eine ganze Reihe bereits bekannter, aber noch nicht behobener Fehler. Nun aber zu den Neuerungen.

Virtual-Reality-Support

Wie auf der Keynote der I/O angekündigt, unterstützt Android N Virtual-Reality-Inhalte (Daydream). Zumindest Entwickler dürfen nun schon damit herumspielen. Google verspricht für die dritte N-Preview Leistungsverbesserungen und die Möglichkeit innerhalb der Apps Vorteile wie intelligentes Head-Tracking in Anspruch zu nehmen.

Neuheiten bei der Tastatur

Unter Android N könnt Ihr das Google Keyboard nach Euren Wünschen gestalten. Das bedeutet, Ihr habt die Möglichkeit Euch auszusuchen, ob die Tastatur in Grün, Rot oder einer anderen Farbe erscheinen soll. Alternativ könnt Ihr auch ein Foto als Hintergrund für die Tastatur benutzen. Dass dieses Feature Nutzern anderer Android-Versionen vorenthalten bleibt, ist unwahrscheinlich. Per Update reicht Google die neue Funktion sicher auch an diese nach. Wenn Ihr Euer Smartphone oder Tablet mit einer physischen Tastatur benutzt, könnt Ihr ab sofort über den Shortcut ALT+/ eine Liste mit Tastaturkürzeln aufrufen.

In Android N könnt Ihr die Tastatur aufhübschen.(© 2016 CURVED)

Updates im Hintergrund

Die Zeiten, in denen man System-Updates manuell installieren muss, sind vorbei. Android kann Aktualisierungen nun im Hintergrund herunterladen und installieren. Wenn Ihr Euer Gerät dann neustartet, bootet es einfach die neue Android-Version. Laut Android Police kann Android N auf zwei System-Partitionen, also zwei Teile des Speichers, zugreifen. Der eine ist online, der andere offline. Im normalen Betrieb wird ein Update in die Offline-Partition heruntergeladen und installiert. Beim nächsten Start tauschen die Partitionen dann einfach die Rollen.

Launcher Shortcuts wieder gestrichen

Es gibt nicht nur Neues, Google hat auch den Rotstift angesetzt. Die mit der zweiten Preview eingeführten Launcher Shortcuts sind zwar in der dritten noch enthalten, sollen aber in Preview 4 wieder entfernt werden. Auch beim Ordner-Design rudern die Entwickler zurück, die neue Ansicht mit den quadratischen Inhalten ist Geschichte.

Android N Preview 2: Launcher Shortcuts

Entwickler können Nutzern ab sofort die Möglichkeit geben, Shortcuts für Apps zu erstellen und im Launcher abzulegen. Ihr könnt dann bestimmte Aktionen direkt starten. Bei Instagram wäre es zum Beispiel denkbar, direkt mit der Fotoaufnahme zu beginnen, anstatt erst im Feed zu landen.

Neue Emojis

Ab sofort unterstütz Android N die in Unicode 9 festgelegten Emojis. Darüber hinaus gestaltet Google die Emojis in der Preview zu Android N neu. Sie sehen nun menschlicher aus und es stehen mehrere Hautfarben zur Auswahl.

In der neuen Android-Version sehen die Emojis ein bisschen menschlicher aus(© 2016 Google)

Vulkan für bessere Grafik

Android N unterstützt mit der neuen Preview die offene Programmierschnittstelle Vulkan. Die sorgt einfach gesagt dafür, dass GPU und CPU bei der Berechnung komplexerer Grafiken weniger ausgelastet werden. Der Vorteil liegt auf der Hand: Grafikintensive Anwendungen wie Spiele laufen schneller. Die ersten Smartphones, die die Vulkan-Schnittstelle bereits unterstützen, sind Samsung neue Top-Modelle Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge.

Android N: die erste Preview im Überblick

Die erste Vorschauversion zu Android N hatte es in sich. Google hat sein Betriebssystem um ein paar lang ersehnte Features erweitert. Ganz vorn auf der Wunschliste der Fans: ein Splitscreen-Modus. Der war schon in der Preview von Android M(arshmallow) versteckt und ist nun ein fester Bestandteil.

Neuer Splitscreen-Modus

Um den Modus zu aktivieren, tippt Ihr die Multitasking-Taste an, sucht Euch eine App aus, haltet kurz den Finger auf dem oberen Balken gedrückt und zieht sie dann in den markierten Bereich rechts oder links auf dem Bildschirm. Alle anderen laufenden Anwendungen zeigt das System darunter an. Tippt auf eine zweite App und fertig ist der Splitscreen. Ihr könnt den Platz, den Ihr den beiden Apps auf dem Bildschirm geben wollt, frei wählen.

Der neue Splitscreen-Modus funktioniert schon ganz gut.(© 2016 CURVED)

Mehr Übersicht in den Einstellungen

Öffnet Ihr die Einstellungen, seht Ihr sofort, mit welchem WLAN und mit welchem Bluetooth-Gerät Ihr verbunden seid oder wie das Display eingestellt ist. Geht Ihr ein paar Ebenen tiefer, könnt Ihr am linken Bildschirmrand nach rechts wischen und eine Übersicht aller Menüs aufrufen. Das ermöglicht Euch, vom Menüpunkt für WLAN zum Untermenü für Arbeitsspeicher zu springen.

Neue Schnelleinstellungen

Öffnet Ihr das Notification Center, seht Ihr auf den ersten Blick die neue Leiste mit den Schnelleinstellungen ganz oben. Wie bei etlichen anderen Oberflächen und iOS könnt Ihr darüber das WLAN oder Bluetooth ein- und ausschalten, ohne in die großen Einstellungen zu gehen. Die erweiterten Schnelleinstellungen könnt Ihr nun nach Euren Wünschen gestalten.

Neue Notifications

Das Notification Center bekommt nicht nur schicke Animationen und eine neue Optik, es ist auch funktioneller geworden.Ihr könnt direkt darüber einstellen wie Euch eine App benachrichtigen soll.

Übers Notifcation Center könnt Ihr auswählen, wie Euch eine App benachrichtigen soll.(© 2016 CURVED)

Erst im Sommer soll das neue Betriebssystem final auf den Nexus-Geräten landen. Wer sich die Preview bis dahin schon einmal anschauen will, kann sich bei Googles neuem Beta-Programm registrieren und Android N als Over-the-Air-Update herunterladen. Ihr solltet dafür allerdings ein Smartphone oder Tablet nutzen, dass nicht als Hauptgerät im Einsatz ist.


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